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Die militärische und humanitäre Lage im Ukraine-Krieg spitzt sich weiter zu â" der News-Ticker am Freitag.
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+++ 10.45 Uhr: Die Explosion am Freitagmorgen im Tanklager im russischen Belgorod nahe der Grenze könnte eine Operation unter falscher Flagge gewesen sein. Das berichtet die Bild-Zeitung â" und verweist auf Informationen des ukrainischen Generalstabs. Demnach gebe es keine Informationen, wonach die ukrainische Armee für den mutmaÃlichen Beschuss des Lagers verantwortlich sei. Stattdessen vermutet das Militär der Ukraine, dass Russland damit einen Vorwand für eine neue Eskalationsstufe schaffe. Von russischer Seite wird die Ukraine für die Explosion verantwortlich gemacht (s. Update v. 09.00 Uhr).
Die Explosion in Belgorod am Freitagmorgen. Russland wirft der Ukraine den Angriff des Tanklagers vor. © Anton Vergun/Imago Images+++ 10.15 Uhr: Ukrainische Streitkräfte haben wohl weitere Gebiete im Land zurückerobert. Ãbereinstimmenden Berichten zufolge soll das Regionen im Nordosten und Norden betreffen, aber auch die Stadt Cherson im Süden der Ukraine.
+++ 10.00 Uhr: Russlands Truppen ziehen sich offenbar tatsächlich aus der Region um die Stadt Tschernihiw zurück. Das sagte der regionale Gouverneur in einer Videobotschaft. Der Kreml hatte am Dienstag (29.03.2022) angekündigt, Streitkräfte aus der Region abzuziehen.
Ukraine-Krieg: 153 Kinder gestorben+++ 09.30 Uhr: Seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine sollen bereits 153 Kinder gestorben sein. Das berichtet das Nachrichtenportal Kyiv Independent â" und beruft sich auf Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft. 245 Kinder sollen zudem teils schwer verletzt worden sein.
+++ 09.00 Uhr: Russland hat der Ukraine erstmals seit der Invasion einen Angriff auf russisches Territorium vorgeworfen. Demnach soll das ukrainische Militär mit Hubschraubern ein Treibstofflager in Belgorod beschossen haben. Das schrieb Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram. Bei der Explosion des Tanklagers seien zwei Mitarbeiter verletzt worden, so Gladkow. Belgorod liegt nahe an der ukrainischen Grenze. Am Freitagmorgen kursierten zahlreiche Videoaufnahmen, welche die Explosion belegen sollen. Ihre Echtheit konnte bislang nicht unabhängig verifiziert werden. Fotos von mehreren Nachrichtenagenturen zeigten die Explosion ebenfalls.
Ukraine-Krieg: Russland kündigt Feuerpause in Mariupol anUpdate vom Freitag, 01.04.2022, 08.00 Uhr: Auf Ersuchen von Frankreich und Deutschland hat Russland für Freitagmorgen eine Feuerpause in der umkämpften Hafenstadt Mariupol angekündigt. Ein humanitärer Fluchtkorridor soll ab 9 Uhr MESZ zur Evakuierung von Zivilistinnen und Zivilisten nach Saporischschja geschaffen werden.
Nach ukrainischen Angaben seien Konvois am Donnerstag (31.03.2022) auf mehrere Probleme gestoÃen. Wie CNN berichtete, sollen russische Truppen 14 Tonnen Hilfsgüter, darunter Lebensmittel und Medikamente, beschlagnahmt und 45 Busse blockiert haben. Um eine Rettung der Menschen aus Mariupol zu ermöglichen, seien die Fluchtkorridor âunzureichendâ, hieà es am Donnerstag vonseiten Frankreichs.
Ein russischer Panzer fährt auf einer StraÃe in der Nähe von Mariupol. © Maximilian Clarke/dpaIn der seit Wochen bombardierten Stadt Mariupol sollen noch rund 100.000 Zivilistinnen und Zivilisten eingeschlossen sein, erklärte die ukrainische Ministerin Iryna Vereshchuk. Nun bereite sich das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) darauf vor, die Ausreise der Bevölkerung zu ermöglichen. âEs ist von gröÃter Wichtigkeit, dass diese Operation durchgeführt wird. Das Leben von Zehntausenden von Menschen in Mariupol hängt davon abâ, wurde das IKRK von CNN zitiert.
Ukraine-Krieg: Russische Streitkräfte räumen Tschernobyl â" und nehmen Geiseln mitErstmeldung vom 01.04.2022, 03.30 Uhr: Nach wochenlanger Besetzung haben die russischen Streitkräfte die Atomruine Tschernobyl verlassen, dabei nach ukrainischen Angaben aber Geiseln mitgenommen. âEs sind keine AuÃenstehenden mehr auf dem Gebiet des Atomkraftwerks Tschernobylâ, teilte die für das Sperrgebiet im Norden der Ukraine zuständige ukrainische Behörde am Donnerstagabend auf Facebook mit. Später hieà es, die Russen hätten ukrainische Soldaten mitgenommen, die sie seit Kriegsbeginn als Geiseln gefangen hielten.
âAls sie von der Atomanlage Tschernobyl wegrannten, nahmen die russischen Besatzer Mitglieder der Nationalgarde mit, die sie seit dem 24. Februar als Geiseln gefangen gehalten hattenâ, teilte die ukrainische Atombehörde Energoatum im Messengerdienst Telegram unter Berufung auf Arbeiter in der Anlage mit. Um wie viele ukrainische Soldaten es sich handelte, war unklar.
Zuvor hatte die für das Sperrgebiet zuständige Behörde den Abzug der russischen Armee verkündet. Die Soldaten hätten âAusrüstung und andere Wertgegenständeâ aus der stillgelegten Atomanlage gestohlen. Ukrainische Spezialisten würden nun auf das Gelände geschickt, um es auf âpotenzielle Sprengkörperâ hin zu durchkämmen.
(ktho/dil/lz/nak/tu mit dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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