Teilen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj © -/Ukrinform/dpaMehrere ukrainische Städte waren am Samstag heftig umkämpft. Kiew befindet sich unter starkem Druck. Am Sonntag soll es einen sechsten Evakuierungsversuch für Mariupol geben. Der News-Ticker.
Update vom 13. März, 6.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj droht möglichen Kollaborateuren Russlands in der Ukraine. Wer sich von Angeboten der russischen Besatzer in Versuchung geführt sehe, unterschreibe damit sein eigenes Urteil, sagte er in einer in der Nacht zu Sonntag veröffentlichten Videobotschaft.
âDas Urteil lautet, mehr als 12 000 Besatzern zu folgen, die nicht rechtzeitig verstehen konnten, warum die Ukraine nicht angegriffen werden sollte.â Zuletzt hieà es von ukrainischer Seite, dass mehr als 12 000 russische Soldaten in dem Krieg in der Ukraine getötet worden seien.
Ukraine-Krieg-News: Evakuierungsversuch aus Mariupol scheitert - Schröder zu Gast bei PutinErstmeldung vom 12. März: Kiew/Moskau - Der Ukraine steht eine weitere schwere Nacht bevor. Nach heftigen Kämpfen um die Stadt Mariupol sowie zahlreiche Städte im Süden der Ukraine, ist besonders die Hauptstadt Kiew im eskalierten Ukraine-Konflikt erneut unter Druck. Nach Angaben des ukrainischen Präsidentenberaters Mychailo Podoljak befindet sich Kiew im âBelagerungszustandâ.
Nachrichtenagenturen berichten von schweren Luftangriffen auf die Vorstädte im Nordwesten Kiews. Inzwischen rückten Panzer aus Russland* zudem von Nordosten her immer rascher auf Kiew vor. AFP-Reporter berichteten am Samstag von dichten Rauchwolken über den nordöstlichen Vororten Kiews. Mehrere Busse hätten Menschen aus den Vororten in die Hauptstadt gebracht. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sagte am Samstag, die Lebensmittel- und Medikamentenvorräte der Stadt würden aufgestockt.
Ukraine-Krieg News: Evakuierungen aus Mariupol am Samstag erneut gescheitertNach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums ist am Samstag der fünfte Versuch eines Fluchtkorridors aus Mariupol erfolglos geblieben. 50 Busse hätten wegen Beschusses nicht abfahren können, sagte ein hoher Offizier des russischen Verteidigungsministeriums laut Nachrichtenagentur Interfax. Die Angaben lieÃen sich nicht überprüfen.
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wurden seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar 12.000 russische Soldaten getötet. Moskau hatte in der vergangenen Woche von knapp 500 getöteten Soldaten gesprochen. Die USA gehen von 2000 bis 4000 Toten auf russischer Seite aus. Auf ukrainischer Seite starben laut Selenskyj rund 1300 Soldaten. Auch für diese Angaben gibt es keine unabhängigen Bestätigungen.
Ein Panzer der russischen Armee hat in Mariupol auf ein Wohnhaus geschossen. © Evgeniy Maloletka/AP/dpa Krieg in der Ukraine aktuell: Diplomatische Bemühungen gehen weiter - Schröder âmehrere Stundenâ bei PutinMehrere Stunden soll Altkanzler Gerhard Schröder am Donnerstagabend mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin gesprochen haben*. Das will die Bild von einer âPerson, die detaillierte Einblicke hatâ, erfahren haben. Demnach soll Schröder am Freitagabend noch einen mehrstündigen Gesprächstermin mit einem der engsten Berater Putins gehabt haben und für Samstag oder Sonntag mit einer ukrainischen Delegation Gespräche in Istanbul geplant haben.
Am Samstag hatten Olaf Scholz (SPD) und Emmanuel Macron mit Wladimir Putin telefoniert und ihn zu einem âsofortigen Waffenstillstandâ gedrängt, aber kein Ergebnis erzielt. Unterdessen berichten aber sowohl Kiew als auch Moskau, dass Verhandlungen im Onlineformat täglich stattfinden würden. Als neutralen Gesprächsort für ein mögliches direktes Gespräch mit Wladimir Putin schlug Wolodimir Selenskyj am Samstagabend Israel vor. Dazu müsse es aber eine Feuerpause geben. (kat/dpa/AFP)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA
0 Comments