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Die Bundesregierung plant eine weitere Waffenlieferungen in die Ukraine, im Wert von circa 300 Millionen Euro. Zuerst muss jedoch der Sicherheitsrat tagen. News-Ticker.
Update vom 31. März, 9.45 Uhr: Der frühere Box-Weltmeister Wladimir Klitschko ist mit einer Delegation aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Deutschland gefahren. „Es sind Treffen mit hochrangigen Politikern für eine politische Unterstützung der Ukraine geplant“, teilte sein Bruder Vitali, der Bürgermeister von Kiew, am Donnerstag im Nachrichtenkanal Telegram mit. Es gehe dabei um wirtschaftliche, humanitäre und militärische Hilfe für den von Russland angegriffenen Staat.
Ukraine-Krieg: Deutschland plant neue WaffenlieferungenErstmeldung: Deutschland plant eine Waffenlieferung im Wert von 300 Millionen Euro an die Ukraine. Das berichtete die Süddeutsche Zeitung. Die Lieferung ist jedoch noch nicht beschlossen. Zuerst muss der Bundessicherheitsrat tagen und über die vorliegende Liste von Ausrüstung, die geliefert werden soll, entscheiden. Die Liste fasst circa 200 Gegenstände. Zu diesen gehören unter anderem: 2650 Panzerfäuste vom Typ Matador, 18 Aufklärungsdrohnen, Mörser, Maschinenkanonen, 3000 Nachtsichtgeräte-Sätze sowie weitere Helme und Schutzwesten.
Aus Kreisen des Verteidigungsministeriums habe die Süddeutsche Zeitung erfahren, dass die Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht* keine Bedenken hätte, was die Umsetzung der Lieferung betrifft. Dennoch ist unklar, wer die Verträge abschließt und wer für die Lieferung bezahlt.
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht © IMAGO/Christian SpickerDeutschland wurde seit Beginn des Krieges in der Ukraine wiederholt von der ukrainischen Seite kritisiert. Ursprünglich hatte sich die deutsche Regierung geweigert, Waffen in die Ukraine zu senden. Anstelle davon hatte die Verteidigungsministerin 5000 Helme* in die Ukraine senden lassen. Daraufhin änderte sich jedoch der Kurs der Regierung. Deutschland entsendete Panzerfäuste, Luftabwehrraketen und Munition in die Ukraine.
Ukraine-Krieg: Deutschland wird erneut von der Ukraine kritisiertNichtsdestotrotz kritisierte der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba Deutschland am 30. März erneut: „Einige westliche Staaten sind perfekt darin, Ausflüchte zu finden, um etwas für die Ukraine nicht zu tun. Darin sind sie wirklich exzellent“, sagte Kuleba. „Deutschland fürchtet sich davor, wirtschaftliche Opfer bringen zu müssen. Aber wissen Sie was? Wir bringen wirkliche Opfer. Wir verlieren Menschen.“
„Russland nicht zu unterstützen bedeutet nicht automatisch, dass man damit bereits die Ukraine unterstützt. Solange der Krieg weitergeht, muss Ihr Land mehr für uns tun“, sagte Kuleba. Er forderte unter anderem, russische Im- und Exporte über deutsche Häfen zu stoppen, alle Banken vom Swift-System abzukoppeln und sämtliche Lieferungen von Gas, Öl und Kohle aus Russland* sofort zu beenden. „Das sind echte Maßnahmen, um Russlands Kriegsmaschinerie zu stoppen.“
Ukraine-Krieg: Weitere Evakuierung von Mariupol, nachdem Feuerpausen angekündigt wurdenNach der russischen Ankündigung einer Feuerpause für Mariupol will die Regierung in Kiew 45 Busse zur Evakuierung von Einwohnern aus der seit Wochen massiv beschossenen Hafenstadt entsenden*. In der vergangenen Nacht sei die ukrainische Regierung vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) darüber informiert worden, „dass Russland bereit ist, den Zugang für humanitäre Konvois aus Mariupol zu öffnen“, schrieb Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk am Donnerstagvormittag im Onlinedienst Telegram.
Deshalb würden nun die 45 Busse zum „Korridor“ aus Mariupol geschickt. Das russische Verteidigungsministerium hatte am Vortag eine Feuerpause für die südukrainische Stadt angekündigt. Damit solle die Möglichkeit geschaffen werden, Zivilisten über einen Korridor aus der belagerten Stadt herauszuholen. Wereschtschuk hatte die Ankündigung aus Moskau in der Nacht zunächst noch als weiteren Versuch russischer „Manipulation“ bezeichnet. (dpa/aflp/lp) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.
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