29.03.2022
Russland zerstört einem Bericht der heimischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge ein groÃes Treibstofflager der ukrainischen Streitkräfte in der nordwestlichen Region Riwne mit Marschflugkörpern. Interfax beruft sich dabei auf das russische Verteidigungsministerium.
+++ 10:25 Ukraine: Russische Truppen bei Krywyj Rih zurückgedrängt +++Die ukrainische Armee drängt eigenen Angaben zufolge russische Truppen bei der südukrainischen GroÃstadt Krywyj Rih zurück. "Die Besatzer befinden sich nicht näher als 40 Kilometer von der Stadt entfernt", sagt der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Olexander Wilkul, in einer bei Facebook veröffentlichten Videobotschaft. Teils sollen sich russische Einheiten über die Grenze des Gebiets Dnipropetrowsk ins benachbarte Cherson zurückziehen. Die Angaben lassen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Krywyj Rih ist die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Vor dem Krieg leben dort etwa 600.000 Menschen.
+++ 10:22 "Küste ist vermint, sehen jeden Abend Luftabwehr"Bereits kurze Zeit nach Russlands Einfall in die Ukraine steht der Vorwurf im Raum, die Invasoren setzten verbotene und geächtete Waffen ein. ntv-Reporter Gordian Fritz berichtet, dass man nahe Odessa nun Beweise gefunden haben will und schildert die angespannte Lage in der Küstenstadt.
+++ 10:14 Ukraine handelt drei Fluchtkorridore für Menschen aus Mariupol aus +++Die ukrainische Regierung handelt eigenen Angaben zufolge für Dienstag mit den russischen Truppen drei Fluchtkorridore für die Flucht von Zivilisten aus. Aus der belagerten Hafenstadt Mariupol im Gebiet Donezk soll es möglich sein, mit privaten Autos über Berdjansk nach Saporischschja zu fahren, sagt Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk. Zudem seien 34 Busse von Saporischschja nach Berdjansk am Asowschen Meer unterwegs. Diese sollen Menschen aus Mariupol mitnehmen, die eigenständig in das knapp 70 Kilometer entfernte Berdjansk gelangt sind. Nach Angaben des Bürgermeisters von Mariupol kommen in der Stadt bisher 5000 Menschen ums Leben.
+++ 09:57 Drohnenaufnahmen zeigen zerstörtes Theater in Mariupol +++Drohnenaufnahmen zeigen den Umfang der Zerstörung des Theaters in Mariupol. Dort sollen mehrere Hundert Menschen Zuflucht vor russischen Angriffen gesucht haben, einige Quellen sprechen gar von bis zu 1300 Menschen. Bei einem Angriff werden Teile des Theaters zerstört. Zunächst heiÃt es, es können sich rund 150 Menschen retten. Mittlerweile soll feststehen, dass 300 Menschen bei dem Angriff ums Leben kommen.
+++ 09:42 Erdogan ruft Kriegsparteien vor Verhandlungen zu Friedenslösung auf +++Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ruft vor dem Auftakt der neuen Verhandlungsrunde zwischen der Ukraine und Russland in Istanbul zu einer Friedenslösung auf. "Beide Seiten haben berechtigte Sorgen", sagt Erdogan zur BegrüÃung der Delegationen beider Länder. Er ruft sie dazu auf, "dieser Tragödie ein Ende zu setzen". Vertreter Moskaus und Kiews wollen in Istanbul erstmals seit fast drei Wochen wieder direkt über einen Waffenstillstand in der Ukraine verhandeln. Die Gespräche sollen bis Mittwoch dauern. Zu den zentralen Themen gehören nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "Sicherheitsgarantien und die Neutralität" sowie der Status der Ukraine als "atomwaffenfreier Staat".
+++ 09:26 Rumänische Armee sprengt umhertreibende Seemine +++Immer wieder werden im Schwarzen Meer umhertreibende Seeminen gesichtet. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, die schwimmenden Bomben dort einzusetzen. Rumänische Truppen machen nun eine solche Mine vor der eigenen Küste unschädlich.
+++ 08:55 Altkanzler schweigt - Klingbeil: "Er hat sich für die falsche Seite entschieden" +++Altkanzler Gerhard Schröder ignoriert offenbar weiterhin die Forderung seiner Parteispitze, seine beruflichen Aktivitäten bei russischen Energiekonzernen aufzugeben. Auf eine Interviewfrage von t-online.de, ob der entsprechende Brief von Schröder beantwortet ist, sagt SPD-Chef Lars Klingbeil: "Nein, bisher nicht", wie das Portal berichtet. Klingbeil und die Ko-Vorsitzende Saskia Esken hatten Schröder nach Angaben von Anfang März per Brief aufgefordert, seine Konzernmandate niederzulegen. Hintergrund ist der russische Angriffskrieg in der Ukraine. Vor weiteren möglichen Schritten der Parteispitze solle Schröders Antwort abgewartet werden, heiÃt es damals. "Wir alle hätten uns gewünscht, dass sich Gerhard Schröder spätestens mit Kriegsbeginn auf die richtige Seite der Geschichte stellt", sagt Klingbeil nun t-online.de. "Er hat sich für die falsche S eite entschieden."
+++ 08:31 Kühnert gegen Obergrenze für geflüchtete Ukrainer +++Der Generalsekretär der SPD, Kevin Kühnert, ist gegen eine Obergrenze für Flüchtlinge aus der Ukraine. Auf die Frage, ob es diese in Deutschland geben würde, antwortete Kühnert in der Sendung "Frühstart" von ntv: "Nein. Wir tun alles dafür, eine gerechte Verteilung in Europa herzustellen." Mit Blick auf die Diskussion, Geflüchteten aus der Ukraine auch Zugang zu "Hartz IV" zu gewähren, sagt Kühnert, dass dies weiterhin Gegenstand einer Arbeitsgruppe zwischen Bund und Ländern sei. Bis zur ersten Aprilwoche solle hier eine Regelung gefunden werden.
+++ 08:03 Britischer Geheimdienst: Ukrainer halten Mariupol +++Ukrainische Streitkräfte halten nach Angaben des britischen Militärgeheimdienstes weiter das Zentrum der umkämpften südöstlichen Hafenstadt Mariupol. In mehreren Gebieten nordwestlich von Kiew sei es der ukrainischen Armee zudem gelungen, russische Truppen zurückzudrängen. Die Stadt werde aber weiterhin intensiv beschossen.
+++ 07:45 Ukraine beziffert Schäden durch russische Invasion +++Russische Raketen zerstören Treibstofflager, StraÃen und ganze Wohngebiete. Nach fast fünf Wochen Krieg sind nicht nur die Opferzahlen immens, auch die zivile Infrastruktur liegt bisweilen in Trümmern. Hoffnung macht nun eine neue Verhandlungsrunde, die allerdings auch von Warnungen begleitet wird.
+++ 07:36 Bürgermeister: 5000 Tote in Mariupol +++Wenige Stunden vor neuen direkten Verhandlungen zwischen Vertretern der Ukraine und Russlands werden die Kämpfe mit unverminderter Härte fortgesetzt. In der Nacht zum Dienstag warnen in vielen ukrainischen Städten Sirenen vor Luftangriffen. In der besonders umkämpften Hafenstadt Mariupol im Südosten sollen nach Angaben des Bürgermeisters bislang fast 5000 Einwohner getötet worden sein.
+++ 07:09 Ukraine skeptisch vor Verhandlungen +++Vor dem Beginn der neuen Verhandlungsrunde mit Russland über den Ukraine-Krieg in Istanbul am Dienstag äuÃert der ukrainische AuÃenminister sich skeptisch zu den Erfolgsaussichten. "Wenn wir sehen, dass sich die Stimmung geändert hat und sie zu einem ernsthaften, substanziellen Gespräch und ausgewogenen Vereinbarungen bereit sind, dann werden die Dinge vorankommen", sagt Dmytro Kuleba. "Wenn es sich um eine Wiederholung ihrer Propaganda handelt, werden die Gespräche erneut scheitern." Minimalziel der ukrainischen Seite sei eine Verbesserung der humanitären Lage in von russischen Truppen belagerten Städten wie dem schwer zerstörten Mariupol. Wunschziel sei ein stabiler Waffenstillstand. Kubela weist erneut auf die roten Linien der ukrainischen Regierung hin: "Wir tauschen nicht Menschen, Land und Souveränität. Unsere Position ist konkret."
+++ 06:51 Ramsan Kadyrow soll in Mariupol sein - Treffen mit "getötetem" General? +++Tschetscheniens Machthaber Ramsan Kadyrow reist russischen Medienberichten zufolge in die belagerte südukrainische Hafenstadt Mariupol, um die Moral der Kämpfer zu erhöhen. "Tschetschenenführer Ramsan Kadyrow ist in Mariupol, um den Kampfgeist unserer Kämpfer zu steigern", sagt der tschetschenische Minister Achmed Dudajew der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Diese veröffentlicht ein Foto von Kadyrow mit rund 20 tschetschenischen Kämpfern. Auf dem Foto waren auch der Parlamentsabgeordnete Adam Delimchanow sowie ein kleiner Junge zu sehen. Das russische Fernsehen zeigt zudem Bilder, auf denen angeblich zu sehen ist, wie Kadyrow in Mariupol mit Generalleutnant Andrej Mordwitschew zusammentrifft. Dieser ist einer der Generäle, die nach Angaben der ukrainischen Behörden bei den Kämpfen stirbt. Dudajew zufolge wird der 45-jährige Kadyrow von Russ lands Präsident Wladimir Putin in den Rang eines Generalleutnants erhoben. Vor einiger Zeit hatte Kadyrow bereits behauptet, sich nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew zu befinden. Dann stellte sich jedoch heraus, dass dies nicht stimmte.
+++ 06:38 Isjum scheint neues Hauptziel der russischen Armee zu sein +++Es gibt derzeit viele Truppenbewegungen in der Ukraine. Auf Seiten der ukrainischen Kräfte werden scheinbar erfolgreiche Gegenoffensiven unternommen. So soll etwa die Stadt Irpin nordwestlich der Hauptstadt Kiew wieder vollständig unter ihrer Kontrolle stehen. Es soll sogar Artillerie-Angriffe auf den Flughafen Hostomel, der derzeit unter russischer Kontrolle stehen müsste, geben. Das lässt sich nicht unabhängig bestätigen. Die russischen Streitkräfte scheinen sich in einigen Regionen allerdings bewusst zurückzuziehen. Vielfach ist zu lesen, dass sie Kräfte rund um die schwer umkämpfte Stadt Isjum bündeln wollen. Experten sehen nach wie vor das Ziel aufseiten der russischen Armee, von Isjum aus gen Süden vorzustoÃen, um so die ukrainischen Streitkräfte im Osten des Landes vom Westen abzuschneiden, Nachschublinien zu kappen und sie somit zu isolieren. Isjum wird vielfac h als zentraler Kriegsschauplatz der kommenden Tage angesehen. Die Einkesselung von Kiew scheint derweil aufgegeben worden zu sein.
Alles Wichtige aus der Nacht lesen Sie hier.
+++ 06:24 Amnesty International: Lage in Mariupol wie in Aleppo +++Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International prangert "Kriegsverbrechen" in der Ukraine an. "Was in der Ukraine geschieht, ist eine Wiederholung dessen, was wir in Syrien gesehen haben", sagt Generalsekretärin Agnes Callamard bei der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation. Russland greife "gezielt" zivile Einrichtungen an und verwandle Fluchtrouten in "Todesfallen". Die Direktorin für Osteuropa, Marie Struthers, erklärt, die Amnesty-Forscher dokumentieren bei einem Ortsbesuch in der Ukraine "den Einsatz derselben Taktiken wie in Syrien und Tschetschenien". Demnach setze Russland auch Waffen ein, die nach internationalem Recht verboten sind. Callamard vergleicht die belagerte Stadt Mariupol mit der syrischen Stadt Aleppo. Diese wird vom syrischen Präsidenten Baschar al-Assad mit Hilfe der russischen Luftwaffe völlig zerstört. Amnesty beobachte in der Ukraine eine "Vervielfachung de r Kriegsverbrechen". Callamard kritisiert die "beschämende Untätigkeit" internationaler Institutionen wie des UN-Sicherheitsrats.
+++ 05:58 Ukraine wehrt Cyber-Attacke auf Telekommunikationskonzern ab +++Auf den staatlichen ukrainischen Telekommunikationskonzern Ukrtelecom gibt es nach Angaben von Unternehmens- und Regierungsvertretern einen schweren Cyberangriff. Die Hackerattacke wird aber abgewehrt und der Zugang zum Internet werde schrittweise wieder aufgebaut, sagt ein Ukrtelecom-Sprecher. Die Beobachtungsstelle Netblocks berichtet zuvor, dass landesweit Netzverbindungen zusammenbrechen.
+++ 05:30 EU-Staaten warnen Bürger vor Kriegsteilnahme +++Deutschland und sechs weitere EU-Länder raten ihren Staatsbürgern in einer gemeinsamen Erklärung davon ab, als freiwillige Kämpfer in die Ukraine zu reisen. Die Justizminister von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, den Niederlanden und Spanien unterzeichneten nach einem Treffen einen entsprechenden Aufruf. "Wir wollen natürlich Menschen davon abhalten, zu einem Kriegsschauplatz zu reisen", sagte der französische Innenminister Gérald Darmanin nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Ende Februar die Schaffung einer "internationalen Legion" innerhalb der ukrainischen Streitkräfte für den Kampf gegen den russischen Angriff angekündigt.
+++ 04:54 Dahmen: Gesetzliche Krankenversicherung soll Kriegsflüchtlinge aufnehmen +++Der Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen von den Grünen fordert eine Aufnahme der Kriegsflüchtlinge in die gesetzliche Krankenversicherung. Dies müsse "so schnell wie möglich" geschehen, sagt Dahmen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die gegenwärtige Versorgung sei verwaltungsaufwendig und reiche medizinisch nicht aus. Zudem spricht sich Dahmen für eine begrenzte Berufserlaubnis für ukrainische Ãrzte und Pflegekräfte aus, die nach Deutschland geflohen seien: "Es ist dringend nötig, dass medizinisches Fachpersonal auch hier wenigstens in eingeschränkter Form in der Versorgung anderer Geflüchteter arbeiten kann."
+++ 04:28 Kremlsprecher: "Niemand denkt an Einsatz von Atomwaffen" +++Kremlsprecher Dmitri Peskow tritt Spekulationen über einen möglichen Einsatz von nuklearen Waffen durch Moskau energisch entgegen. "Niemand in Russland denkt an den Einsatz oder auch nur an die Idee eines Einsatzes von Atomwaffen", sagt Peskow im Gespräch mit der amerikanischen Fernsehkette PBS. Moskau gehe davon aus, dass alle Aufgaben der "speziellen Militäroperation", wie Russland die Invasion in die Ukraine nennt, erfüllt werden. Doch wie auch immer diese Aktion ausgehe, werde dies kein Grund für den Einsatz nuklearer Waffen sein, sagt Peskow. Russland werde sein Atomwaffenarsenal nur bei einer "Bedrohung der Existenz" einsetzen. Die staatliche Existenz Russlands und die Ereignisse in der Ukraine hätten "nichts miteinander zu tun".
+++ 03:52 EZB-Bankenaufsicht ruft zur Einhaltung von Sanktionen auf +++EZB-Chef-Bankenaufseher Andrea Enria mahnt die Geldhäuser im Euroraum zur Einhaltung der Sanktionen gegen Russland wegen der Invasion der Ukraine. Die Banken müssten sicherstellen, dass sie über starke interne Prozesse und Kontrollen verfügten, um einen Bruch der StrafmaÃnahmen zu vermeiden, sagt der Italiener. "Wir wissen aus Erfahrung, dass der finanzielle und Reputationsschaden beim Bruch internationaler Sanktionen immens sein kann."
+++ 03:28 IAEA: Ukraine meldet keine Schäden an Nuklearmaterial in Charkiw +++Eine nukleare Forschungseinrichtung in der ostukrainischen Stadt Charkiw hat bei Beschuss am Samstag Schaden erlitten. Ihre geringe Menge an Nuklearmaterial ist aber intakt geblieben, meldet der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, unter Berufung auf Informationen der ukrainischen Atomaufsichtsbehörde. Laut Kiew seien das Gebäude, die Wärmedämmung und die Versuchshalle beschädigt worden, hieà es von der IAEA weiter. Die Neutronenquelle, die Kernmaterial enthalte, das zur Erzeugung von Neutronen für die Forschung und Isotopenproduktion verwendet werde, aber nicht.
+++ 02:38 Selenskyj: "Europa verschärft Sanktionen nur bei Chemiewaffeneinsatz" +++Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert in seiner abendlichen Videoansprache erneut schärfere Sanktionen gegen Russland. Es gebe nun viele Hinweise, dass Europa nur dann ein Embargo gegen russische Ãllieferungen verhänge, wenn Moskau Chemiewaffen einsetze. "Dafür gibt es keine Worte", sagt Selenskyj. "Denken Sie mal, wie weit es gekommen ist. Auf Chemiewaffen warten", sagt er weiter und stellt die Frage, ob nicht alles, was Russland bisher getan habe, bereits ein derartiges Embargo verdiene. Details dazu, woher diese Hinweise stammten, nennt er nicht. In Kiew wolle man diese Woche im Präsidialamt eine Expertengruppe aus ukrainischen und internationalen Fachleuten einsetzen, die die Sanktionen gegen Russland und ihre Auswirkungen laufend analysieren sollen, so Selenskyj weiter.
+++ 02:02 USA stationieren Kampfjets zur Radar-Abwehr in Deutschland +++Die USA wollen sechs für die Störung von Radarsignalen ausgerüstete Kampfflugzeuge nach Deutschland entsenden. Die Flugzeuge vom Typ EA-18G Growler sollten "nicht gegen die russischen Streitkräfte in der Ukraine eingesetzt" werden, sondern nur die "Abschreckungs- und Verteidigungsfähigkeiten der NATO" stärken, betont Pentagon-Sprecher John Kirby. Die Jets sollen zusammen mit 240 Soldaten auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem in Rheinland-Pfalz stationiert werden.
+++ 01:17 Kreml zu abgelehnten Rubel-Zahlungen: Sind keine Wohltäter +++Nachdem die EU-Staaten weitgehend abgelehnt haben, Gaslieferungen in Rubel zu bezahlen, kündigt Kremlsprecher Dmitri Peskow mögliche neue Schritte Russlands an. "Keine Bezahlung - kein Gas", sagt Peskow nach Angaben der Staatsagentur Tass in einem Interview der amerikanischen Fernsehkette PBS. Moskau wolle die Antwort der EU abwarten und dann die nächsten Schritte festlegen. "Wir beabsichtigen aber auf keinen Fall, uns als Wohltäter zu zeigen und Westeuropa kostenloses Gas zu liefern", betont Peskow. Der Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin wirft dem Westen vor, einen totalen Wirtschaftskrieg gegen Russland entfesselt zu haben.
+++ 00:51 Kiew: Streitkräfte arbeiten an Abwehr russischer Angriffe +++Die ukrainischen Streitkräfte versuchen an mehreren Orten, Angriffe russischer Einheiten abzuwehren. Man sei dabei, den russischen Vormarsch auf die GroÃstadt Slowjansk im Gebiet Donezk im Südosten des Landes sowie auf die rund eine Autostunde entfernte Kleinstadt Barwinkowe im Gebiet Charkiw zu stoppen, heiÃt es im Lagebericht des ukrainischen Generalstabs. Gleichzeitig halte die ukrainische Seite die Rundum-Verteidigung der belagerten Hafenstadt Mariupol aufrecht. Rund um Kiew kämpften die für die Verteidigung der Hauptstadt zuständigen Kräfte weiter und kontrollierten die Situation in den Orten Motyschyn, Lisne, Kapitaniwka und Dmytrivka im Westen Kiews.
+++ 00:37 Lettland schafft "goldene Visa" ab +++Lettland will künftig keine "goldene Visa" mehr an Nicht-EU-Bürger vergeben. Dies war bisher als Gegenleistung für Investitionen in dem baltischen EU-Land möglich. "Wir werden dieses Programm beenden", kündigt Regierungschef Krisjanis Karins nach einer Sitzung der vier Bündnisparteien der Mitte-Rechts-Regierung in Riga an. Die Gesetzesänderungen sollen vor allem auf Aufenthaltsgenehmigungen für Russen und Belarussen abzielen. Nach Angaben der Migrationsbehörde hat Lettland gegenwärtig mehr als 10.000 russischen Staatsbürgern befristete Aufenthaltsgenehmigungen erteilt. Knapp die Hälfte davon hat diese durch den Kauf von Immobilien erworben.
+++ 23:52 Britische Geheimdienste: Wagner-Gruppe in Ostukraine entsandt +++Russland hat nach Informationen britischer Geheimdienste die Wagner-Söldnergruppe in den Osten der Ukraine geschickt. Es werde damit gerechnet, dass mehr als 1000 Söldner im Kampf eingesetzt werden sollen, erklärt das Verteidigungsministerium in London. Kämpfer des rechtsextremen privaten Sicherheitsunternehmens waren Berichten zufolge auch in Syrien eingesetzt, wo sie durch besondere Brutalität aufgefallen sein sollen. Die Europäische Union hat Sanktionen gegen die Wagner-Gruppe erlassen. Präsident Wladimir Putin hatte erklärt, sie und ähnliche Organisationen würden weder vom russischen Staat bezahlt noch würden sie Russland vertreten.
+++ 23:22 Keine Güterzüge mehr zwischen Russland und Finnland +++Der Güterbahnverkehr zwischen Russland und Finnland ist eingestellt. Das teilt die russische Bahn mit. Man reagiere damit auf die Ankündigung der finnischen Bahngesellschaft VR Group, wegen der Sanktionen keine Güterzüge aus Russland mehr einfahren zu lassen. Russland ist nun nach Angaben der Bahn im Gespräch mit China, um zusätzliche Güterzüge dorthin fahren zu lassen.
+++ 22:50 Halbe Million Ukrainer seit Kriegsbeginn zurückgekehrt +++Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind nach Angaben der ukrainischen Grenzpolizei rund 510.000 Ukrainerinnen und Ukrainer aus dem Ausland zurückgekehrt. Allein in der vergangenen Woche seien es 110.000 Menschen gewesen, sagte der Sprecher der ukrainischen Grenzpolizei, Andrij Demtschenko, der "Welt". Acht von zehn Einreisenden seien Männer. Die meisten kämen aus Polen. Rund 352.000 Ukrainer sind laut polnischem Grenzschutz seit Kriegsbeginn in ihr Heimatland ausgereist. Vor Beginn des Krieges am 24. Februar lebten rund 44 Millionen Menschen in der Ukraine. Rund 3,9 Millionen Menschen sind nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerkes UNHCR ins Ausland geflüchtet.
+++ 22:08 "Nehme nichts zurück": Biden beharrt auf Putin-Statement +++US-Präsident Joe Biden verteidigt seine umstrittene ÃuÃerung, wonach der russische Staatschef Wladimir Putin wegen des Ukraine-Kriegs "nicht an der Macht bleiben" könne. Er nehme seinen Satz "nicht zurück", sagt Biden. Er habe bei seiner Rede am Wochenende in der polnischen Hauptstadt Warschau "moralische Empörung" zum Ausdruck gebracht und nicht eine neue US-Politik verkündet. "Ich entschuldige mich nicht für meine persönlichen Gefühle", sagt der US-Präsident. Biden bestreitet auÃerdem auf Nachfrage von Journalisten, dass seine ÃuÃerung den Ukraine-Krieg eskalieren lassen oder die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Kriegs erschweren könnten.
+++ 21:46 Russland zerstört weiteres Treibstofflager +++Russland hat in der Nordwestukraine nach Anhaben dortiger Behörden ein weiteres Treibstofflager mit Raketen angegriffen. Der Angriff sei im Gebiet Riwne erfolgt, teilt der Gouverneur der Region, Witalij Kowal, auf Telegram mit. Der Zivilschutz sei bereits vor Ort. Aufgrund des weiter geltenden Luftalarms sollen die Bürger jedoch in den Schutzkellern bleiben. Damit sind nach Dubno, Luzk, Lwiw, Mykolajiw und mehreren Lagern bei der Hauptstadt Kiew rund ein Dutzend Kraftstofflager zumindest schwer beschädigt worden. Beobachter befürchten, dass es dem wichtigen Agrarexporteur Ukraine zu Beginn der Aussaat an Sprit mangeln könnte.
Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.
0 Comments