Krieg in der Ukraine: Verhandlungen mit Russland laufen in Istanbul


Stand: 29.03.2022 10:00 Uhr

Erstmals seit fast drei Wochen reden Vertreter der Ukraine und Russlands heute wieder direkt miteinander. Die zweitägigen Gespräche haben am Morgen in Istanbul begonnen - unter Vermittlung des türkischen Präsidenten Erdogan. Amnesty wirft Russland Kriegsverbrechen vor. Die News im Überblick.

Vertreter Russlands und der Ukraine verhandeln heute in Istanbul erstmals seit fast drei Wochen wieder direkt über einen Waffenstillstand in der Ukraine. Die Gespräche haben am Morgen begonnen und sollen bis Mittwoch dauern. Zu den zentralen Themen gehören nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "Sicherheitsgarantien und die Neutralität" sowie der Status der Ukraine als "atomwaffenfreier Staat". Eine Neutralität der Ukraine ist eine der russischen Hauptforderungen. Selenskyj sagte am Sonntag, seine Regierung werde die Frage "gründlich" prüfen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte im Vorfeld des Treffens, er halte telefonischen Kontakt zum ukrainischen Präsidenten Selenskyj und zu Kremlchef Wladimir Putin, es gehe in eine "positive Richtung".

Amnesty wirft Russland Kriegsverbrechen vor

Amnesty International hat unterdessen Russland "eine eklatante Verletzung des Völkerrechts" in der Ukraine vorgeworfen. Die Menschenrechtsorganisation habe "wahllose Angriffe auf Krankenhäuser, Wohngebiete und Kindergärten sowie den Einsatz verbotener Streumunition belegt", erklärte Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International in Deutschland, anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts der Organisation. Dabei handele es sich um Kriegsverbrechen.

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opferzahlen durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

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NDR Info | Aktuell | 28.03.2022 | 22:00 Uhr

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