Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 09:06 London: Russland fürchtet ukrainische Luftabwehr


27.03.2022

Die Ukraine fordert das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK) auf, kein Büro in der russischen Großstadt Rostow am Don nahe der ukrainischen Grenze zu eröffnen. Mit einem solchen Büro würde das IKRK nicht unterstützte Fluchtkorridore legitimieren und die Entführung und Zwangsdeportation von Ukrainern nach Russland unterstützen, erklärte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im ukrainischen Parlament, Mychailo Raduzkji. Die Ukraine wirft Russland vor, seit Beginn der Offensive Tausende Menschen gegen ihren Willen nach Russland gebracht zu haben, darunter etwa 15.000 Menschen aus der eingekesselten Hafenstadt Mariupol. Russische Medien zufolge soll IKRK-Präsident Peter Maurer Russland bei einem Besuch in Moskau gebeten haben, die Eröffnung eines Rotkreuzbüros in Rostow am Don zu ermöglichen.

+++ 09:06 London: Russland fürchtet ukrainische Luftabwehr +++Russland feuert nach Angaben der britischen Regierung weiterhin eine Vielzahl von Raketen auf Ziele in der gesamten Ukraine, darunter oftmals stark bewohnte Gebiete. Die meisten dieser Raketen werden demnach von russischem Staatsgebiet aus gezündet. Russland wolle auf diese Weise den Kontakt der eigenen Luftwaffe mit der ukrainischen Luftabwehr minimieren, erklärt das britische Verteidigungsministerium auf Twitter. Nach US-Angaben sollen allerdings bis zu 60 Prozent der russischen Raketen im Einsatz versagen. Das britische Ministerium vermutet daher, dass Russland bald weniger komplexe Raketen einsetzen oder das Risiko für die eigene Luftwaffe erhöhen müsse.

+++ 08:59 Visa-Lockerungen für oppositionelle Russen gefordert +++Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Luise Amtsberg, fordert Visa-Lockerungen für russische Menschenrechtler, um ihnen den Weg ins Exil nach Deutschland zu erleichtern. "Innerhalb Russlands wird die Repression gegen Andersdenkende, insbesondere als Reaktion auf den Krieg, immer schärfer", sagt die Grünen-Politikerin der "Welt am Sonntag". "Gegenüber diesen mutigen Menschen stehen wir in der Pflicht zu helfen, denn auch sie verteidigen Freiheit, Demokratie und Menschenrechte in Europa." Der Zeitung zufolge sind mehrere russische Oppositionelle und Intellektuelle seit Beginn des Kriegs gegen die Ukraine nach Deutschland geflohen oder wollten dorthin. Im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung nach den Protesten in Belarus ebenfalls beschlossen, politisch Verfolgten von dort in Einzelfällen eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen zu erteilen.

+++ 08:13 Ukraine: Mehrere Angriffe bei Donezk und Luhansk abgewehrt +++Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte erklärt, Russland habe seine "bewaffnete Aggression in vollem Umfang" fortgesetzt. Allerdings hätten die ukrainischen Streitkräfte sieben Angriffe in den östlichen Regionen Donezk und Luhansk zurückgeschlagen. Dabei hätte sie mehrere Panzer und gepanzerte Fahrzeuge zerstört. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

+++ 07:41 Mutmaßliche russische Spitzel bei Lwiw gefasst +++Die Polizei der westukrainischen Metropole Lwiw (Lemberg) hat zwei mutmaßliche russische Spitzel gefasst. Wie die Behörde auf Facebook mitteilt, wurde am Samstag in der Stadt ein verdächtiges Auto angehalten. Bei dem Fahrer fanden die Beamten demnach unter anderem Videos und Fotos von ukrainischen Truppenbewegungen und ein Telefon mit mehreren russischen Kontakten. Ein weiterer Mann wurde den Angaben zufolge festgenommen, nachdem er die Auswirkungen eines russischen Luftangriffes auf die Stadt gefilmt hatte. Videos und Bilder davon sowie von mehreren Sicherheits-Checkpoints in Lwiw soll er an zwei russische Telefonnummern gesendet haben.

+++ 07:10 Selenskyj: Moskau "entrussifiziert" Ukraine +++Mit seiner gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Kriegsführung tut Russland nach Meinung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj alles für eine "Entrussifizierung" der Ukraine. "Dort, wo das Russische immer ein Teil des Alltags neben dem Ukrainischen war, im Osten unseres Landes, wo sie (die Russen) gerade friedliche Städte in Ruinen verwandeln, unternimmt Russland alles, um auf unserem Staatsgebiet eine Entrussifizierung durchzuführen", sagte Selenskyj am Samstagabend nach Angaben der "Ukrajinska Prawda". Diese "Entrussifizierung" geschehe "für diese Generation und für immer", fügte Selenskyj hinzu. "Dies ist eine weitere Manifestation ihrer Selbstmordpolitik."

+++ 06:41 Ukraine: Zwei Dörfer bei Mariupol zurückerobert +++Ukrainische Truppen haben nach eigenen Angaben zwei Dörfer im Südosten des Landes zurückerobert. Dank einer erfolgreichen Offensive habe man Poltawka und Malynivka östlich der Stadt Huljajpole von russischen Besatzern befreit, teilt die Regionale Militärverwaltung von Saporischschja auf Telegram mit. Huljajpole liegt etwa 140 Kilometer von der schwer belagerten Hafenstadt Mariupol entfernt. Ein Karten-Tool der NASA, mit dem eigentlich Waldbrände identifiziert werden, belegt, dass in beiden Dörfern schwere Gefechte stattgefunden haben.

+++ 06:12 Strack-Zimmermann: Beschwichtigungspolitik "komplett gescheitert" +++Die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, plädiert für deutlich mehr Entschlossenheit in der deutschen Sicherheitspolitik. Der Angriffskrieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin sei "ein ganz hartes Erwachen für Europa und besonders für uns", sagt die FDP-Politikerin in einem Interview. Man müsse einfach wissen, dass Drohungen einer bestimmten Reaktion bedürfen. "Und die haben wir verloren." Natürlich müsse man verhandeln und immer wieder versuchen, friedlich miteinander auszukommen, sagt die Politikerin weiter. "Aber ich halte Beschwichtigungspolitik, also eine Politik der ständigen Toleranz zerstörender Machtpolitik gegenüber für komplett gescheitert. Es gibt Menschen und Regierungen, die kennen nur klare Ansagen. Nur wer stark ist, wird nicht angegriffen."

+++ 05:40 London: Russland-Sanktionen könnten bei Rückzug gelockert werden +++Die britische Außenministerin Liz Truss hat Russland eine Aufhebung der Sanktionen in Aussicht gestellt - wenn der Kreml seinen Einmarsch in die Ukraine stoppt. Moskau müsse sich neben einem Waffenstillstand und dem Abzug seiner Truppen verpflichten, "keine weiteren Aggressionen" gegen die Ukraine zu unternehmen, damit die gegen hunderte Personen und Organisationen verhängten britischen Sanktionen gelockert werden können, sagt Truss dem Sunday Telegraph. "Die Sanktionen sollten nur dann aufgehoben werden, wenn es einen vollständigen Waffenstillstand und einen Rückzug gibt, aber auch wenn man sich verpflichtet, keine weiteren Aggressionen zu unternehmen", sagt Truss. "Außerdem besteht die Möglichkeit, die Sanktionen wieder einzuführen, wenn es in Zukunft zu weiteren Aggressionen kommt."

+++ 05:12 Deutsche Bahn bietet Geflüchteten Job-Programm an +++Die Deutsche Bahn wird einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche ein Job- und Beratungsprogramm für Geflüchtete aus der Ukraine starten. Eine entsprechende Hotline in russischer und ukrainischer Sprache soll freigeschaltet werden, wie die "Bild am Sonntag" berichtet. Demnach öffnen in Frankfurt am Main, Köln und Berlin außerdem Beratungszentren. Die Bahn werde dort über den Arbeitsmarkt informieren und konkrete Jobmöglichkeiten in kaufmännischen und technischen Bereichen anbieten. "Wir wollen den Geflüchteten eine berufliche Perspektive bieten - kurzfristig aber auch auf längere Zeit", sagt DB-Personalvorstand Martin Seiler.

+++ 04:41 Bürgermeister von Mariupol: Russen wollen die Stadt "ausradieren" +++Die Verteidiger der ukrainischen Hafenstadt Mariupol bieten den russischen Angreifern nach den Worten von Bürgermeister Wadym Bojtschenko "heroischen Widerstand". In einem Gespräch mit der Agentur Unian berichtet er von extrem schweren Kämpfen. Er wirft den russischen Militärs vor, rücksichtslos gegen alle Bewohner der inzwischen schwer zerstörten Stadt vorzugehen, auch gegen die ethnischen Russen. "Sie hatten nicht den Auftrag, irgendjemanden zu schützen", sagt Bojtschenko. "Ihre Aufgabe ist einfach, die Stadt von der Erdoberfläche auszuradieren, samt Bewohnern." Dies sei schlicht Völkermord, "eine andere Bezeichnung kann es dafür nicht geben".

+++ 04:10 Seit Kriegsbeginn sind 12 Journalisten ums Leben gekommen +++In der Ukraine sind seit Kriegsausbruch vor einem Monat bereits zwölf Journalisten ums Leben gekommen. Weitere zehn Reporter seien im Verlauf der Kämpfe teils schwer verletzt worden, teilt Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa mit. "Der Welt die Wahrheit über Putins Aggression zu berichten, ist tödlich - im Krieg sind schon zwölf Journalisten gestorben", schreibt sie. Nach ihrer Lesart wurden die Reporter von russischen Militärs getötet.

+++ 03:42 Versicherungskonzern löscht sein Z-Logo aus sozialen Netzwerken +++Der Schweizer Versicherungskonzern Zurich beseitigt sein weißes Z-Logo auf blauem Hintergrund aus den sozialen Medien. "Wir entfernen vorübergehend die Verwendung des Buchstabens 'Z' aus den sozialen Kanälen, wo er isoliert erscheint und falsch interpretiert werden könnte", teilt das Unternehmen in einer Erklärung gegenüber Reuters mit. Der Buchstabe ist in Russland zu einem Symbol der Unterstützung für Moskaus Einmarsch in die Ukraine geworden.

+++ 03:06 Nouripour warnt vor extremen Sanktionen bei Giftgas-Angriff +++Im Fall eines russischen Giftgas-Einsatzes in der Ukraine stellt der Grünen-Chef Omid Nouripour Sanktionen von bisher ungekanntem Ausmaß in Aussicht. "Unsere Antwort auf den Einsatz von Giftgas würde alle bisherigen Sanktionen in den Schatten stellen", sagt Nouripour der "Bild am Sonntag". Es gebe Indizien dafür, dass die russische Seite Giftgas einsetzen könnte. "Das wäre der erste Einsatz von Massenvernichtungswaffen auf europäischem Boden seit 1918. Nach einem solchen zivilisatorischen Bruch gäbe es keine Rückkehr mehr zur Normalität." Er könne die russische Seite "nur davor warnen", sagt Nouripour.

+++ 01:35 Selenskyj bittet Polen erneut um Kampfflugzeuge und Panzer +++Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet in einer Videokonferenz mit seinem polnischen Kollegen Andrzej Duda erneut um schwere Waffen. Er warnte in dem Gespräch, dass ohne die Lieferung von Kampfflugzeugen und Panzern an die ukrainischen Streitkräfte das russische Militär eine spätere Bedrohung für die NATO-Nachbarstaaten darstellen könnte. "Wenn die Partner der Ukraine nicht mit Flugzeugen und Panzern helfen, und diese Möglichkeiten haben sie, dann besteht ein hohes Risiko, dass die russische Armee nicht nur eine Raketen-Gefahr für die Territorien unserer Nachbarn darstellt - Polen, Slowakei, Ungarn, Rumänien und die Staaten im Baltikum - sondern auch eine direkte allgemeine militärische Bedrohung", sagt Selenskyj nach Darstellung der offiziellen Website des ukrainischen Präsidenten.

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+++ 01:05 London: Russen schießen mit Abstandsmunition aus eigenem Luftraum +++Russische Luft- und Raketenstreitkräfte beschießen nach britischen Angaben weiterhin Ziele in der gesamten Ukraine, darunter auch in dicht besiedelten Gebieten. Dabei verlasse sich Russland weiterhin auf sogenannte Abstandsmunition, die aus dem russischen Luftraum abgefeuert werde, um die eigenen Flugzeuge nicht der ukrainischen Luftabwehr auszusetzen, heißt es in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf Geheimdienstinformationen.

+++ 00:35 Lagarde gibt Entwarnung zu Stagflation in Eurozone +++Die Europäische Zentralbank (EZB) geht nicht davon aus, dass der Krieg in der Ukraine zu einer Stagflation in der Eurozone führt. "Einlaufende Daten weisen nicht auf ein erhebliches Risiko einer Stagflation hin", sagt EZB-Präsidentin Christine Lagarde in einem Interview mit der Zeitung "Phileleftheros", das auf der EZB-Internetseite veröffentlicht wurde.

+++ 23:59 Ukraine meldet Beschuss von Forschungsreaktor in Charkiw +++Die russischen Soldaten beschießen nach Angaben des ukrainischen Parlaments einen nuklearen Forschungsreaktor in der Stadt Charkiw. Es sei wegen der anhaltenden Auseinandersetzungen in der Nähe der Anlage derzeit unmöglich, das Ausmaß des Schadens abzuschätzen, teilt das Parlament auf Twitter mit. Allerdings ist der Reaktor schon zu Kriegsbeginn in einen sogenannten unterkritischen Zustand heruntergefahren worden. Charkiw ist die zweitgrößte Stadt in der Ukraine, die seit Beginn des Kriegs am 24. Februar unter heftigem Beschuss gestanden hat.

+++ 23:28 Polen: USA haben "keine Einwände" gegen Lieferung von Kampfjets +++Die USA haben nach ukrainischen Angaben "keine Einwände" gegen die Lieferung von Kampfjets durch Polen an die Ukraine. Das teilt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba der Nachrichtenagentur AFP am Samstag schriftlich mit. Er fügt hinzu: "Der Ball liegt jetzt im Spielfeld der Polen." Kuleba ist am heutigen Samstag mit US-Präsident Joe Biden in Polen zusammengetroffen. Bei dem Treffen waren die Außen- und Verteidigungsminister der Ukraine und der USA dabei. Es war Bidens erstes persönliches Treffen mit hochrangigen Vertretern der Regierung in Kiew seit Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar.

+++ 22:55 Russische Raketen treffen Treibstofflager in Dubno +++Russische Truppen nehmen ein Treibstofflager in Dubno im Westen der Ukraine unter Beschuss. Eine der beiden auf das Lager abgefeuerten Raketen sei abgeschossen worden, sagt der regionale Militärchef Vitali Kowalj bei Telegram. "Die zweite hat leider das Treibstofflager getroffen." Über Schäden oder weitere Auswirkungen des Angriffs machte Kowalj keine Angaben. "Der Schaden wird ausgewertet", sagt er.

+++ 22:22 Ukraine: 5208 Menschen über Fluchtkorridore aus umkämpften Städten gebracht +++Nach der russischen Darstellung äußert sich nun auch die Ukraine zu den Menschen, die umkämpfte Städte verlassen können: Demnach werden insgesamt 5208 Menschen über Fluchtkorridore aus den Städten gebracht. Wie ein hochrangiger Regierungsvertreter erklärt, konnten 4331 Menschen aus Mariupol entkommen, das unter besonders heftigem Beschuss liegt.

+++ 22:05 USA sagen Ukraine weitere 100 Millionen Dollar zu +++Die USA wollen die Regierung in der Ukraine mit weiteren 100 Millionen US-Dollar (91 Millionen Euro) unterstützen. Die Mittel sollen dem Innenministerium für den Grenzschutz sowie für Einsätze und Ausrüstung der Polizei zu Gute kommen, erklärte das US-Außenministerium. Mit dem Geld könne es weiteren Nachschub an Schutzausrüstungen, gepanzerten Fahrzeugen, Kommunikationstechnik und medizinischen Gütern geben, heißt es weiter. Die US-Regierung hat der Ukraine bereits massive humanitäre und militärische Hilfe in Milliardenhöhe zugesagt.

+++ 21:43 Russland: 4000 Zivilisten aus Mariupol gebracht +++Aus der von russischen Truppen belagerten ukrainischen Stadt Mariupol sind Angaben aus Moskau zufolge weitere 4000 Zivilisten gebracht worden. In den vergangenen Wochen sei mehr als 98.000 Menschen ohne ukrainische Hilfe die Flucht aus Mariupol gelungen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, die Evakuierung von Zivilisten aus der Hafenstadt am Asowschen Meer, wo die humanitäre Lage katastrophal ist, zu sabotieren. Es gebe Informationen über insgesamt mehr als 2,7 Millionen Ukrainer, die nach Russland flüchten wollten, heißt es aus dem russischen Verteidigungsministerium. Kiew hingegen wirft Moskau immer wieder vor, vor allem Frauen und Kinder gegen deren Willen nach Russland zu verschleppen.

+++ 21:16 Eklat um Ukraine-Papier: Ältestenrat der Linken will Modrow loswerden +++Der Ältestenrat der Linken unter dem Vorsitzenden Hans Modrow wird neu berufen. Ziel soll sein, den 94-jährigen Modrow loszuwerden. Dieser steht in der Kritik, seit er in einem Papier bezweifelt hat, ob es sich bei dem russischen Angriff auf die Ukraine tatsächlich um einen Angriff oder nicht eher um einen innerukrainischen Konflikt handele. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) erfährt, stimmt der Parteivorstand in seiner Sitzung einstimmig dafür, in der nächsten Parteivorstandssitzung im April zunächst über die künftige Arbeitsweise und Struktur des Gremiums zu entscheiden und später über dessen Mitglieder. Modrow habe in seinem Papier eine "rote Linie" überschritten und der Partei Schaden zugefügt, heißt es in führenden Parteikreisen. Das sei nicht akzeptabel. Modrow war der letzte nicht demokratisch gewählte Ministerpräsident der DDR. Den russischen Präsidenten Wladimir Putin kennt Modrow aus dessen Zeit als KGB-Offizier in Dresden persönlich.

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+++ 21:00 Aktivisten verschütten Kunstblut vor russischer Botschaft in Prag +++Bei einer Demonstration gegen den Ukraine-Krieg gehen in der tschechischen Hauptstadt Prag nach Angaben der Organisatoren rund 5000 Menschen auf die Straße. Sie ziehen durchs Stadtzentrum, dabei skandieren sie "Russland ohne Putin", "Freiheit für Russland, Frieden für die Ukraine" und "Putin ist nicht Russland". "Wir wollen zeigen, dass die Russen, die hier leben, gegen Putin sind, gegen den Krieg, dass sie die Ukraine unterstützen", sagt Organisator Anton Litvin der Nachrichtenagentur AFP. Derweil verschütten Aktivisten vor der russischen Botschaft in der Stadt mehrere Eimer mit Kunstblut.

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Abkehr von Putins Blockade-Taktik? : Ukraine meldet russische Angriffe auf Asow-Stahlwerk in Mariupol