Ukraine-Krieg: Video soll Ermordung russischer Soldaten zeigen


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  • Erstellt: 08.04.2022Aktualisiert: 08.04.2022, 10:48 Uhr

    Von: Lucas Maier

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    Nach den Gräueltaten in Butscha: Ein veröffentlichtes Video soll beweisen, dass sich im Ukraine-Krieg beide Seiten der Kriegsverbrechen schuldig machen.

  • Gräuel von Butscha*: Nicht weit von der Stadt nahe Kiew soll das Video im Ukraine-Krieg* aufgenommen worden sein. Es zeigt getötete Soldaten. Wie wird Moskau* reagieren?
  • News auf dem Ukraine-Konflikt*: Russland* zieht sich um Kiew* zurück, im Osten des Landes wird dafür umso heftiger gekämpft.
  • Genauen Inhalt und Hintergründe des Videos lesen Sie hier.
  • Update vom Freitag, 08.04.2022, 10.45 Uhr: Wohl um die eigenen Verluste im Ukraine-Krieg ausgleichen zu können, soll Russland damit begonnen haben, Männer in verschiedenen Städten der Ukraine unter Zwang zu rekrutieren. Das meldet der Telegraph. Die britische Zeitung beruft sich dabei auf Berichte aus den Städten Mariupol, Donezk und Wasyliwka. Aus der Stadt Kramatorsk werden von der Nachrichtenagentur AFP zudem Raketenangriffe der russischen Armee gemeldet. Eine Rakete soll den Bahnhof der Stadt im Osten des Landes getroffen haben. Die Behörden sprechen von 20 Toten.

    Ukraine-News: Lage im Ukraine-Krieg

    Erstmeldung vom Freitag, 08.04.2022, 09.00 Uhr: Dmytrivka â€" Sie sorgten für einen Aufschrei in der Weltbevölkerung: Die Bilder der russischen Kriegsverbrechen in Butscha nahe Kiew. Nun wurde ein Video publik, dass auch Kriegsverbrechen auf ukrainischer Seite nahelegt. Darin soll die Erschießung gefangener Soldaten aus Russland zu sehen sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Aljazeera.

    Zerstörte Panzer der russischen Armee in der Ukraine. © Ronaldo Schemidt/AFP

    Das von der New York Times verifizierte Video soll rund elf Kilometer von Butscha entfernt, im Ort Dmytrivka, aufgenommen worden sein. Die toten Soldaten sollen laut der Zeitung russische Militärkleidung und weiße Armbinden tragen. Im Ukraine-Krieg trägt die russische Seite zumeist weiße und die ukrainische zumeist blaue Armbinden.

    Ukraine News: Video soll Ermordung russischer Soldaten zeigen

    In dem Video soll ein verwundeter russischer Soldat zu sehen sein, mit Jacke über dem Kopf. Ein mutmaßlich pro-ukrainischer Kämpfer soll im weiteren Verlauf sagen: „Der lebt noch. Filme diesen Plünderer. Schau, der lebt noch. Er schnappt nach Luft.“ Ein weiterer Soldat schießt dann zweimal auf den verwundeten, nach ein paar Schritten schießt er ein drittes Mal. Nach dem dritten Schuss bleibt der russische Soldat regungslos liegen.

    Im Hintergrund sollen drei weitere tote Soldaten zu sehen sein. Einer von ihnen mit auf dem Rücken gefesselten Händen und einer Kopfwunde, sie liegen alle in Blutlachen. Ein ebenfalls im Video gezeigtes Militärfahrzeug (BMD-2) deutet darauf hin, dass es sich bei den getöteten um eine russische Fallschirmjäger-Einheit handelt.

    Ukraine News: Es könnten auch Söldner in dem Video geschossen haben

    Das Video wurde bereits am Montag (04.04.2022) online gestellt. Die filmenden Soldaten sollen anhand ihrer blauen Armbinden und den Hoheitsabzeichen, der ukrainischen Seite zuzuordnen sein, so die New York Times.

    Außerdem sind mehrfach „Ruhm der Ukraine“-Rufe* in dem Video zu hören. Das Erschießen von Gefangenen stellt ein Kriegsverbrechen dar. Unter Verweis auf ukrainische Medien berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel, dass die schießenden Soldaten auch zur sogenannten georgischen Legion gehören könnten.

    Ukraine News: Paramilitärische Gruppen im Kriegseinsatz

    Die paramilitärische Gruppe kämpft laut den Angaben bereits seit 2014 auf Seiten den Ukraine. Auch Evan Hill, Mitarbeiter der New York Times, schreibt auf Twitter von einer möglichen Verbindung nach Georgien.

    Ukrainische Soldaten im Einsatz gegen Russland. Beide Seiten sollen sich Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben. © Fadel Senna/AFP

    Mit hilfe einer Software fand er eine hohe Übereinstimmung zwischen einem der pro-ukrainischen Soldaten aus dem Video und mit einem Personenschützer des früheren georgischen Präsidenten Mikheil Saakashvili. Videos von Kriegsverbrechen, finden sich im Netz immer mehr. Verifiziert sind bisher allerdings die wenigsten. (lm)

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