Ukraine: Überleben im Krieg


Dienstag, 15. März 2022, 23:30 bis 00:00 UhrDonnerstag, 17. März 2022, 02:10 bis 02:45 UhrSamstag, 19. März 2022, 12:45 bis 13:15 Uhr

Die Weltbilder blicken Woche für Woche bis zum Horizont und weiter. Sie erzählen die wichtigen Geschichten aus dem Ausland: bildstark und informativ.

Die Themen im Überblick:
  • Ukraine: Überleben im Krieg (Autor: Philipp Wundersee)
  • Großbritannien: Künstler und Regierung gegen Putins Krieg (Autorin: Birgit Muth)
  • Flucht mit Behinderung: So hilft der Martinsclub Bremen (Autorin: Maren Schubart)
  • Polen: Hilfe und Sicherheit für Flüchtlinge (Autorin: Isabel Schayani)
  • Finnland: Russen reisen aus (Autor: Christian Blenker)
  • USA: Little Odessa in New York (Autorin: Christiane Meier)
  • Ukraine: Überleben im Krieg

    Autor: Philipp Wundersee

    Angst vor Beschuss, Angst ums nackte Überleben. Es ist ein Kampf David gegen Goliath. Männer, Frauen, Kinder suchen Schutz in Trümmern oder U-Bahnschächten oder feuchten Kellerräumen. Es gibt keinen Strom, es ist kalt, es gibt kein Wasser, die Lebensmittel werden knapp, aber sie harren aus, wollen ihr Land retten und verteidigen. Junge Leute, die gerade noch studiert haben, greifen jetzt zu Waffen. Die "Weltbilder" blicken auf das, was man in Friedenszeiten "Alltag" nennt, den es für Menschen im Krieg nicht mehr gibt.

    Polen: Hilfe und Sicherheit für Flüchtlinge

    Autorin: Isabel Schayani

    Mehr als 1,7 Millionen Menschen haben nach UN-Angaben bereits die Ukraine verlassen. Die Folgen des Krieges, warnt die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, könnten sich zu einer der größten "humanitären Notsituationen in Europa" entwickeln. Täglich kommen vor allem Frauen und Kinder über die Grenze nach Polen, verzweifelt, mit Angst um ihre Männer, mit größter Sorge um ihre Kinder. Wo werden sie sicher unterkommen? Werden ihre Kinder zur Schule gehen können? ARD-Reporterin Isabel Schayani hat eine ukrainische Lehrerin und ihre kleine Tochter auf dem Weg in Polen begleitet.

    Flucht mit Behinderung: So hilft der Martinsclub Bremen

    Autorin: Maren Schubart

    Auch in Deutschland kommen immer mehr Flüchtende aus der Ukraine an. In Berlin, Hamburg oder München werden täglich Tausende Menschen versorgt und bekommen eine Unterkunft für die nächsten Wochen. Der Martinsclub Bremen kümmert sich um Geflüchtete, für die es besonders schwer ist, sich in Sicherheit zu bringen, weil sie eine Behinderung haben. Zwölf Geflüchtete aus den umkämpften Städten Charkiw und Kiew haben die Helfer*innen jetzt an der ukrainischen Grenze abgeholt und nach Bremen gebracht.

    USA: Little Odessa in New York

    Autorin: Christiane Meier

    New York hat die größte ukrainische Gemeinde der USA: Mitglieder leben in Angst um ihre Familienangehörigen und Freunde in der Heimat. Sie fühlen sich hilflos angesichts der Bilder von russischen Bomben und Soldaten. Trotzdem versuchen sie, politisch Einfluss zu nehmen. Oft in Zusammenarbeit mit russischstämmigen US-Bürger*innen. In New York leben rund 150.000 Ukrainer*innen, vor allem in Brighton Beach in Brooklyn, das sich ein bisschen wie Odessa am Schwarzen Meer anfühlt. Sie haben ihre eigenen Banken, Restaurants, Schulen und kulturellen Zentren.

    Finnland: Russen reisen aus

    Autor: Christian Blenker

    Der Zug von St. Petersburg in die finnische Hauptstadt Helsinki ist für viele Russ*innen derzeit die letzte Möglichkeit, in die EU zu kommen. Seit dem Angriff auf die Ukraine und dem darauffolgenden Flugverbot für russische Maschinen über der EU sind die Züge Richtung Westen ausgebucht. Der Betreiber hat deshalb sogar die täglichen Fahrten verdoppeln lassen. "Ich fühle mich nicht mehr wohl in Russland", sagt der 37-jährige Aleksandr, der mit seinen zwei Koffern schnell weiterreisen will Richtung Türkei. Der finnische Grenzort Lappeenranta hat früher viel von den Touristen aus Russland profitiert. Seit Beginn des Krieges kommen langsam wieder mehr Menschen über die Grenze. Aber nicht zum Einkaufen wie früher, sondern weil sie aus Russland weg wollen.

    Großbritannien: Künstler*innen und Regierung gegen Putins Krieg

    Autorin: Birgit Muth

    Brighton, das kleine London am Meer, zieht von jeher Künstler*innen, Kreative, Alternative an. Und so sind es die Künstler*innen an erster Stelle, die ihr Statement zur Ukraine in die Welt hinausschreien. Birgit Muth hat Sara Loiperdinger aus Brighton getroffen. Sie steht für viele junge Europäer*innen, die den Krieg in der Ukraine verurteilen und künstlerisch verarbeiten.

    Redaktion Philipp Abresch Philipp Weber Sprecher/in Philipp Abresch Redaktionsleiter/in Gabriele Kostorz Produktionsleiter/in Tobias Jahn Redaktion Kostorz, Gabi

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