Ukraine-News im Liveticker: Fast 100.000 Flüchtlinge in Deutschland registriert


Die Behörden in Deutschland haben inzwischen fast 100.000 Flüchtlinge aus der Ukraine registriert. Es seien nach Zahlen der Bundespolizei mittlerweile 95.913 Menschen festgestellt worden, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin mit.

Die Zahl der Flüchtlinge ist allerdings untererfasst. „Da aber keine festen Grenzkontrollen an den Binnengrenzen stattfinden, kann die Zahl der nach Deutschland eingereisten Kriegsflüchtlinge tatsächlich bereits wesentlich höher sein", hieß es weiter.

Alle Entwicklungen im Liveticker: 15:30 Uhr – Russland hält Energieexporte aufrecht

Russland hat versichert, alle Energielieferungen ins Ausland aufrechtzuerhalten. Präsident Wladimir Putin sagte, das betreffe auch Lieferungen durch die Ukraine. Vize-Regierungschef Alexander Nowak hatte am Montag gedroht, Russland könnte als Vergeltung für den Stopp des Pipelineprojekts Nord Stream 2 die Gas-Lieferungen über die Pipeline Nord Stream 1 einstellen.

14:47 Uhr – Ukraine will russisches Eigentum beschlagnahmen

Die Ukraine will Eigentum Russlands und russischer Steuerzahler auf ihrem Staatsgebiet beschlagnahmen. Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete dazu ein entsprechendes Gesetz, wie das Parlament in Kiew mitteilte. Die Rechtsgrundlage sei, dass die „Russische Föderation einen Krieg gegen die Ukraine und deren Einwohner begonnen hat".

Entscheidungen über Beschlagnahmungen werden demnach durch den Sicherheitsrat der Ukraine getroffen und per Dekret des Präsidenten in Kraft gesetzt. Kompensationen seien nicht vorgesehen. In dem Gesetz werden ausdrücklich auch Steuerresidenten als steuerpflichtige Bewohner erwähnt, deren Eigentum oder Vermögen beschlagnahmt werden können.

14:15 Uhr – Russland verhängt Exportverbote

Als Reaktion auf die Sanktionen des Westens verhängt Russland ein Exportverbot für mehr als 200 Produkte und Gerätschaften. Das Verbot betrifft nach Regierungsangaben Bereich e wie Telekommunikation und Medizin, Fahrzeuge, Landwirtschaftsmaschinen und elektrische Geräte. Auch Lokomotiven, Turbinen oder Bildschirme stehen auf der Verbotsliste. Auch eine Reihe von Hölzern sei bis Ende 2022 von der Ausfuhr in „unfreundliche" Staaten ausgenommen.

14:10 Uhr – Kretschmer warnt vor Verunsicherungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat davor gewarnt, die Wirtschaft und auch die Verbraucher mit Blick auf den Ukraine-Krieg immer mehr zu verunsichern. Die aktuellen Preisexplosionen etwa auf dem Energiemarkt seien ein Resultat von Spekulationen und Verunsicherungen, sagte Kretschmer.

Diese Preissprünge seien substanziell gar nicht zu begründen, da Erdgas nach wie vor in Deutschland ankomme. „Es geht um die Sorge, dass etwas passieren könnte. Wir müssen jetzt aufhören mit den Verunsicherungen", sagte der CDU-Politiker.

13:22 Uhr – Harris lobt polnischen Einsatz für Flüchtlinge

US-Vizepräsidentin Kamala Harris hat den Menschen in Polen für deren Großzügigkeit gegenüber der mehr als eine Million Kriegsflüchtlinge gedankt. Einfache Menschen hätten Außerordentliches geleistet, sagte Harris bei einem Treffen mit dem polnischen Regierungschef Mateusz Morawiecki in Warschau. „Ich überbringe ihnen den Dank des amerikanischen Volkes." Harris wollte auch noch ukrainische Flüchtlinge treffen. Sie sollte auch noch mit dem kanadischen Premierminister Justin Trudeau sprechen und am Freitag nach Rumänien weiterreisen.

US-Vizepräsidentin Kamala Harris in Polen

Quelle: REUTERS

13:15 Uhr – Selenskyj: Drei Tote bei Angriff auf Klinik in Mariupol

Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge sind beim Angriff auf eine Geburtsklinik in Mariupol drei Menschen getötet worden. Darunter sei ein Kind, sagt er in einer im Fernsehen übertragenen Ansprache. Die Behauptung Russlands, dass sich in der Klinik keine Menschen befunden hätten, sei nicht wahr. „Wie immer lügen sie selbstbewusst", sagt Selenskyj.

12:43 Uhr – Scholz und Macron drängen Putin zu Verhandlungslösung

Deutschland und Frankreich haben bei Russlands Staatschef Wladimir Putin erneut eine Verhandlungslösung im Ukraine-Krieg angemahnt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der französische Präsident Emmanuel Macron telefonierten am Vormittag mit dem Kreml-Chef, wie aus Regierungskreisen in Berlin verlautete.

Dabei hätten sie „einen sofortigen Waffenstillstand" gefordert und darauf bestanden, dass jede Lösung „durch Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland erfolgen muss". Die drei Staats- und Regierungschefs beschlossen demnach, in den nächsten Tagen in engem Kontakt miteinander zu bleiben.

12:38 Uhr – Großbritannien vereinfacht nach Kritik Visa-Prozess für Ukrainer

Nach massiver Kritik am Umgang mit Schutzsuchenden aus der Ukraine will Großbritannien sein Visa-Verfahren ab der kommenden Woche vereinfachen. Ab Die nstag sollen Ukrainer, die einen Reisepass besitzen, die notwendigen Anträge vollständig online abwickeln können, wie die britische Innenministerin Priti Patel ankündigte. Schutzsuchende ohne Reisepass müssen weiterhin ihre Anträge an speziellen Zentren einreichen und ihre biometrischen Daten erfassen lassen.

Im Vergleich zu vielen EU-Staaten, die kein Visum verlangen, hat Großbritannien bislang nur wenige Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Bis Mittwoch wurden lediglich 957 Visa gewährt.

12:34 Uhr – Kiew will weitere Evakuierungen in umkämpften Städten

Die Ukraine plant weitere Evakuierungen von Zivilisten aus den umkämpften Städten im Norden und Osten des Landes sowie der Hauptstadt Kiew. Evakuiert werde vor allem aus dem Gebiet Sumy an der russischen Grenze in Richtung des zentralukrainischen Poltawa, teilte der Vizechef des Präsidentenbüros Kyrylo Tymoschenko auf Telegram mit. Ebenso werde versucht, Menschen aus Isjum im Gebiet Charkiw und de n belagerten Städten Mariupol und Wolnowacha im Donezker Gebiet in sichere Regionen zu bringen.

Zudem seien weitere Transporte aus den nordwestlichen Vororten von Kiew in die Hauptstadt geplant. Menschen können sowohl mit eigenen Autos als auch mit bereitgestellten Bussen über die vereinbarten Korridore aus dem Kampfgebiet hinausgelangen.

Schon am Mittwoch wurden Bewohner aus Vororten von Kiew evakuiert

Quelle: AP/Vadim Ghirda

12:29 Uhr – Polnische Bahn lässt ukrainische Flüchtlinge kostenlos nach Deutschland reisen

Die Polnische Staatsbahn (PKP) befördert ukrainische Flüchtlinge derzeit kostenlos nach Deutschland. Wie die PKP mitteilte, können ukrainische Bürger seit Mittwoch auf neun Zugstrecken von Warschau, Przemysl über Krakau und Gdynia nach Berlin und Frankfurt an der Oder in der zweiten Klasse reisen.

Zuvor hatte bereits die Deutsche Bahn (DB) Zugfahrten von Polen nach Berlin für ukrainische Flüchtlinge kostenlos gem acht. Das Angebot gilt für alle Fernverkehrszüge aus dem Nachbarland.

12:10 Uhr – Steinmeier würdigt Widerstand gegen „Lüge und Propaganda" in Russland

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigt den Protest in Russland gegen Ukraine-Krieg. Der Krieg stütze sich auf „Lüge, Propaganda und eine eiskalte Zensurmaschine", sagte Steinmeier in Mainz bei der Verabschiedung des scheidenden ZDF-Intendanten Thomas Bellut.

„Jede und jeder in Russland, der dieser Maschine trotzt, der für die Wahrheit kämpft, ist unglaublich mutig und verdient unseren tiefen Respekt und unsere Unterstützung", sagte Steinmeier.

Der Staat kontrolliere alle Kanäle des Informationsraums, sagte Steinmeier. Die russische Bevölkerung solle von dem „brutalen, menschenverachtenden Angriffskrieg auf die Ukraine" nichts erfahren. Russische Medien dürften laut Gesetz die Worte „Krieg" oder „Angriff" nicht benutzen.

„Wer bei dem, was er tut, nicht gese hen werden möchte, plant nicht einfach irgendetwas, sondern er führt etwas im Schilde, von dem er weiß, dass es nicht richtig ist. Und nichts ist so falsch wie der Krieg gegen die Ukraine", führte Steinmeier weiter aus.

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Die Macht des Misstrauens 12:04 Uhr – Gelsenkirchen baut Impfzentrum für Flüchtlingsaufnahme um

Die Stadt Gelsenkirchen baut ihr kaum mehr nachgefragtes Corona-Impfzentrum in einer Eissporthalle zur Erstaufnahme-Einrichtung für Ukraine-Flüchtlinge um. Die Umbauarbeiten sollen am kommenden Montag (14.3.) starten. Bis Ende März solle die Emscher-Lippe-Halle für die Aufnahme von rund 300 Menschen bereitstehen, sagte ein Stadtsprecher. Die Stadt könne hier auf Erfahrungen aus dem Jahr 2015 zurückgreifen, als die Halle zur Aufnahme von Flüchtlingen aus Syrien genutzt worden war.

11:55 Uhr – Hilfskonvoi nach Mariupol muss umkehren

Ein Hilfskonvoi für Mariupol muss wieder umkehren, bevor er die einge kesselte Stadt im Süden der Ukraine erreicht hat. Der Grund dafür sei anhaltender Beschuss, teilt die stellvertretende ukrainische Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk mit. Mit dem Konvoi sollten Zivilisten aus der Stadt und in Sicherheit gebracht werden. Der Stadtrat von Mariupol berichtet in einem Post in den sozialen Medien von russischem Beschuss: „Bomben schlagen in Häusern ein."

11:42 Uhr – Großbritannien friert Vermögen von Abramowitsch ein

Die britische Regierung nimmt weitere russische Oligarchen ins Visier: Der Eigentümer des englischen Fußball-Clubs FC Chelsea, Roman Abramowitsch, der Chef des Ölriesen Rosneft, Igor Sechin, Gazprom-Chef Alexej Miller und weitere Oligarchen seien auf die Sanktionsliste gesetzt worden, teilte sie mit. „Es kann keine sicheren Häfen für diejenigen geben, die Putins grausamen Angriff auf die Ukraine unterstützt haben", sagte Premierminister Boris Johnson.

11:30 Uhr – SPD-Fraktion trägt Bundeswehr-Sonderv ermögen mit

Die SPD-Bundestagsfraktion trägt nach den Worten von Fraktionschef Rolf Mützenich die geplante massive Aufstockung der Mittel für die Bundeswehr mit. Zwar werde aus Sicht der SPD „Wehrhaftigkeit nicht allein durch das Militär hergestellt", sagte Mützenich. „Dennoch ist die Akzeptanz für das Sondervermögen in meiner Fraktion da."

11:16 Uhr – Verhandlungen über Waffenruhe in Antalya gescheitert

Das Treffen der Außenminister von Russland und der Ukraine hat nach Angaben des ukrainischen Ministers Dmytro Kuleba keine entscheidenden Fortschritte gebracht. Es sei nicht gelungen,eine Waffenruhe für 24 Stunden oder humanitäre Korridore für die Stadt Mariupol am Asowschen Meer zu vereinbaren, sagte Kuleba nach dem Treffen im türkischen Antalya.

Ukraines Außenminister Dmytro Kuleba nach den Verhandlungen in Antalya

Quelle: REUTERS

10:13 Uhr – Belarus schickt Experten nach Tschernobyl

Belarus Machthaber Alexander Lu kaschenko schickt Experten zum ukrainischen AKW Tschernobyl, um dessen Stromversorgung sicherzustellen. Das meldete die belarussische Nachrichtenagentur Belta. Die Ukraine hat am Mittwoch erklärt, wegen der gekappten Stromleitung zwischen Kiew und dem AKW bestehe die Gefahr, dass die Brennelemente nicht mehr gekühlt werden und Radioaktivität austreten könnte. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA erklärte, der Stromausfall habe keine kritischen Folgen für die Sicherheit. Um die Sicherheit der AKW in der Ukraine zu thematisieren, ist IAEA-Chef Rafael Grossi ins türkische Antalya gereist, wo die Außenminister der Ukraine und Russlands beraten.

10:07 Uhr – Selenskyj erlaubt Zivilisten Schusswaffengebrauch

In der Ukraine ist Zivilisten der Gebrauch von Waffen zur Abwehr des russischen Angriffs erlaubt worden. Das Gesetz trat bereits am Montag in Kraft, wie ukrainische Medien berichteten. Auch legal im Land lebende Ausländer und Staatenlose können demnach Waffen erhalten und diese gegen russische Soldaten einsetzen. Die Waffenausgabe werde vom Innenministerium geregelt. Dem Gesetz zufolge sollen ausgegebene Waffen und Munitionsvorräte spätestens zehn Tage nach dem Ende des derzeit geltenden Kriegsrechts wieder abgegeben werden.

09:38 Uhr – Außenminister verhandeln in Antalya

Erstmals seit Beginn des Kriegs vor zwei Wochen haben sich Russlands Außenminister Sergej Lawrow und sein ukrainischer Kollege Dmytro Kuleba zu Verhandlungen getroffen. Die beiden Politiker kamen in der türkischen Stadt Antalya zusammen.

Die Außenminister Russlands, der Türkei und der Ukraine: Sergej Lawrow, Mevlut Cavusoglu und Dmytro Kuleba in Antalya

Quelle: via REUTERS

08:48 Uhr – Roth für EU-Beitritt der Ukraine

Der Chef des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Michael Roth (SPD), hat sich für eine „klare EU-Perspektive" für die Ukraine ausgesprochen. „Das hat sie sich verdient", sagte Roth im Deutschla ndfunk vor einem EU-Sondergipfel in Versailles. Schnell werde es nicht gehen, aber es brauche ein „ehrliches Signal für eine EU-Perspektive".

08:30 Uhr – Lawrow zu Gesprächen mit Kuleba in der Türkei eingetroffen

Russlands Außenminister Sergej Lawrow ist zu Gesprächen mit seinem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba in der Türkei eingetroffen. Am Morgen traf er in Antalya zunächst den türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu. Lawrows Sprecherin Maria Sacharowa veröffentlichte im Nachrichtenkanal Telegram Fotos davon

08:10 Uhr - Habeck fürchtet Wirtschaftskrise durch Importembargo

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck warnt eindringlich vor dramatischen wirtschaftlichen Auswirkungen, die Deutschland bei einem sofortigen Embargo auf russisches Öl und Gas zu erwarten hätte.

„Wir können nur Maßnahmen beschließen, von denen ich weiß, dass sie nicht zu schweren wirtschaftlichen Schäden in Deutschland führen und das wäre der Fall, wenn wi r jetzt sofort Öl, Kohle und Gas nicht mehr in dieses Land lassen würden", sagte Habeck im ZDF „heute journal". Es gehe darum, wirtschaftliche Schäden abzuwehren, die Deutschland dann über Jahre binden und auch politisch lähmen würden. „Fünf Prozent wirtschaftlicher Einbruch – wenn es denn so käme – ist mehr als die Covid-Pandemie."

Deutschland könne sich von russischen Energieimporten lösen, aber nicht sofort. Es seien Wochen und Monate nötig, um Hunderttausende Arbeitslose und Preissprünge zu verhindern. „Wir werden uns schnell aus der Klammer von russischen Importen befreien, aber noch sind wir da nicht", sagte der Grünen-Politiker.

07:49 Uhr – Kuleba zu Gesprächen mit Lawrow in der Türkei eingetroffen

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba ist in der Türkei angekommen, wo Beratungen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow geplant sind. Das berichtet das ukrainische Fernsehen. Es sind die ersten offiziellen Gesprä che auf Regierungsebene zwischen den beiden Kriegsparteien seit Beginn des russischen Angriffs am 24. Februar. Die Türkei, die zu beiden Ländern gute Beziehungen unterhält, hat sich wiederholt als Vermittler angeboten.

06:43 Uhr – Sony liefert keine Playstation-Konsolen mehr nach Russland

Sony setzt wegen des Kriegs in der Ukraine die Lieferung seiner Playstation-Konsole und zugehöriger Spiele nach Russland aus. Der jüngste Titel der Spielreihe „Gran Turismo" werde in Russland nicht erscheinen und der Playstation-Store werde geschlossen, teilte Sony in Tokio mit. Das Unternehmen schließe sich der weltweiten Gemeinschaft an und rufe zum Frieden in der Ukraine auf, hieß es in der Erklärung.

05:27 Uhr – US-Repräsentantenhaus verabschiedet Milliardenhilfe für die Ukraine

Das US-Repräsentantenhaus hat Finanzhilfen in Höhe von 13,6 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) für die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten genehmigt. Die Summe war in ei nem größeren Gesetzespaket im Gesamtumfang von 1,5 Billionen Dollar enthalten, das die Abgeordneten in Washington verabschiedeten. Das Geld soll innenpolitische Initiativen und eine Aufstockung des Verteidigungshaushalts ermöglichen.

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Warten auf den Großangriff 05:12 Uhr – Australien stockt Streitkräfte auf

Australien stockt vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine seine Streitkräfte auf. Australien werde bis 2040 rund 38 Milliarden australische Dollar (rund 25 Milliarden Euro) investieren, um die Verteidigungskräfte um ein Drittel aufzustocken, damit das Land „in einem zunehmend unsicheren globalen Umfeld" sicher bleibt, sagt Ministerpräsident Scott Morrison. Durch den Ausbau steige die Zahl der Streitkräfte auf 80.000, so viele wie seit dem Vietnam-Krieg nicht mehr.

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05:01 – Großbritannien fordert alle G7-Staaten zum Verzicht auf russisches Öl und Gas auf

Die britische Außenministerin Liz Truss hat alle G-7-Staaten zum Verzicht auf russische Energie-Importe wegen des Kriegs in der Ukraine aufgefordert. Die großen Industriestaaten müssten „die Nutzung von russischem Öl und Gas zu beenden", sagte Truss während ihres USA-Besuchs. Sie forderte, die Sanktionen gegen Russland zu „verdoppeln". Großbritannien und die USA hatten angekündigt, russische Energ ielieferungen künftig zu verbieten.

Widerspruch kam von der französischen Umweltministerin Barbara Pompili. „Die Europäische Union importiert 40 Prozent ihres Gases aus Russland und zwischen 20 und 30 Prozent ihres Öls, während die USA beim Öl bei 8 Prozent liegen und kein russisches Gas importieren", sagte sie in New York. „Man kann nicht in fünf Minuten von 40 Prozent auf nichts kommen." Ähnlich hatte sich bereits die Bundesregierung geäußert.

04:22 Uhr – IAEA verliert auch Verbindung zu Europas größtem Atomkraftwerk in der Ukraine

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat nach Tschernobyl auch die Verbindung zum größten europäischen Atomkraftwerk in der Ukraine, Saporischschja, verloren. IAEA-Chef Rafael Grossi teilte mit, dass die Datenverbindung zu den Überwachungsgeräten in Saporischschja ausgefallen sei. Russische Truppen hatten Saporischschja vergangene Woche angegriffen und eingenommen. Dabei wurde ein Brand auf dem Kraftwerk sgelände ausgelöst.

Das Kernkraftwerk Saporischschja bei Enerhodar wurde von russischen Truppen eingenommen

Quelle: dpa/Planet Labs Pbc

03:48 Uhr – Grünen-Europaabgeordneter fordert Hausverbot für russische Lobbyisten

Der Europapolitiker Daniel Freund fordert ein Hausverbot für russische Lobbyisten im Europaparlament. „Russische Staatsunternehmen und kremlnahe Firmen geben in Brüssel jährlich mehr als drei Millionen Euro für Lobbyismus aus", sagte der Grünen-Abgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. „Es kann nicht sein, dass die, die Putins Krieg finanzieren, europäische Politik beeinflussen."

Freund schickte eine entsprechende Liste mit elf Organisationen und Unternehmen, die seiner Ansicht nach enge Verbindungen zur russischen Regierung unter Kremlchef Wladimir Putin haben, an Parlamentspräsidentin Roberta Metsola. Darunter sind Firmen wie der Energieriese Gazprom, der Ölkonzern Rosneft sowie die Nord Stream 2 AG.

Die Liste umfasst auch fünf Personen, die einen Hausausweis für das Parlament haben. Vier von ihnen sind einer Übersicht von Freund zufolge über den russischen Ölkonzern Lukoil akkreditiert, eine über Gazprom. Die gleiche Liste sendete Freund mit Blick auf die EU-Kommission an Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

Metsola hatte in den vergangenen Woche bereits ein Hausverbot für Kreml-Vertreter angekündigt.

03:32 Uhr – Westliche Bierbrauer ziehen sich aus Russland zurück

Weitere internationale Bierbrauer ziehen sich wegen des Ukraine-Kriegs aus Russland zurück. Die weltweit zweitgrößte Brauerei Heineken teilte am Mittwoch mit, Produktion, Werbung und Verkauf seiner Marken in Russland zu beenden. Dies geschehe in Reaktion auf „anhaltende Kriegseskalation". Vergangene Woche hatte Heineken bereits neue Investitionen sowie Exporte nach Russland gestoppt.

Das Unternehmen sei „schockiert und traurig" angesichts der Lage in der Ukraine, erklär te Heineken-Chef Dolf van den Brink. Er sprach von einem „unprovozierten und zutiefst ungerechtfertigten" Angriff. Heineken beschäftigt in Russland 1800 Menschen und ist dort nach eigenen Angaben der drittgrößte Bierproduzent.

Auch Heinekens Konkurrent Carlsberg, der viertgrößte Bierbrauer der Welt, will die Produktion und den Verkauf in Russland einstellt. Die Tochtergesellschaft Baltika, die sich mehrheitlich in ihrem Besitz befindet, werde jedoch als eigenständiges Unternehmen weiterarbeiten. Damit sollen die 8400 Mitarbeiter in Russland unterstützt werden, „die nicht für die Handlungen der Regierung verantwortlich sind", erklärte Carlsberg.

03:09 Uhr – Hilfsorganisationen sorgen sich um Alte und Behinderte

Hilfsorganisationen haben auf die besondere Gefährdung von Senioren und Behinderten im Ukraine-Krieg hingewiesen. „Ältere Menschen und Menschen mit Behinderungen in der Ukraine laufen Gefahr, zurückgelassen zu werden und benötigen dringen d Schutz und Hilfe", erklärte ein Zusammenschluss von 15 führenden Hilfsorganisationen, darunter das Rote Kreuz, in Großbritannien. „Viele von ihnen können aufgrund mangelnder Mobilität weder aus den betroffenen Gebieten fliehen noch Schutz vor Bombardierungen suchen."

Eine Umfrage in der seit 2014 umkämpften Donbass-Region im Osten der Ukraine ergab, dass mehr als 90 Prozent der älteren Menschen dort Hilfe bei der Beschaffung von Lebensmitteln benötigen und ihre Wohnungen bei der Kälte nicht heizen können. Rund 80 Prozent der älteren Menschen berichten über „unzureichenden Zugang zu sauberem Trinkwasser, da die Wasserversorgung durch aktiven Beschuss und Luftangriffe unterbrochen ist", erklärten die Hilfsorganisationen.

Eine Ukraininerin auf der Flucht in Irpin

Quelle: dia images via Getty Images/dia images

Mehr als ein Drittel der älteren Menschen benötigt dringend Medikamente gegen chronische Krankheiten, und drei Vier tel benötigen Hygieneartikel wie Zahnpasta, Seife und Toilettenpapier. Ein Spendenaufruf des Bündnisses hatte seit Beginn in der vergangenen Woche mehr als 120 Millionen Pfund (144 Millionen Euro) eingebracht.

02:06 Uhr - Biden spricht vor Vermittlungsgesprächen in der Türkei mit Erdogan

US-Präsident Joe Biden will nach Angaben des US-Präsidialamts am Donnerstag mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über die jüngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg telefonieren. Erdogan hatte vor dem ersten persönlichen Treffen der Außenminister Russlands und der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffs auf das Nachbarland die Vermittlerrolle der Türkei betont. Die Türkei sei nach wie vor in der Lage, „sowohl mit der Ukraine als auch mit Russland" zu sprechen, betonte Erdogan am Mittwoch.

01:50 Uhr – Blinken und Kuleba beraten über zusätzliche Hilfe für die Ukraine

US-Außenminister Antony Blinken und der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba h aben nach Angaben des US-Außenministeriums in einem Telefonat über zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und humanitäre Unterstützung für die Ukraine gesprochen. Es sei auch um Russlands „skrupellose Angriffe auf Wohngebiete" gegangen, teilt das Ministerium mit. Russland bezeichnet sein Vorgehen in der Ukraine als militärischen Sondereinsatz.

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1:11 Uhr – USA warnen vor russischem Einsatz von Massenvernichtungswaffen

Die US-Regierung warnt vor einem möglichen russischen Einsatz chemischer oder biologischer Waffen in der Ukraine. Moskau wolle mit der Verbreitung von Falschinformationen den Weg dafür bereiten, den ungerechtfertigten Angriffskrieg in der Ukraine weiter zu eskalieren, warnte die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki, über Twitter.

Russland folge dabei einem klaren Verhaltensmuster – entweder um selbst Massenvernichtungswaffen einzusetzen, oder um einen Angrif f durch die Ukrainer vorzutäuschen, um eine Rechtfertigung für die Fortsetzung des Kriegs zu konstruieren, schrieb Psaki.

Psakis Äußerung kam nach Vorwürfen Russlands, denen zufolge die Ukraine nukleare oder biologische Waffen entwickeln soll. Erst am Montag behauptete das russische Verteidigungsministerium, in der Ukraine gebe es ein Netzwerk von Bio-Laboren, die im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums arbeiteten. Internationale Faktenchecker haben diese Behauptung allerdings längst entkräftet.

01:00 Uhr – Schulze warnt vor neuen Hungersnöten

Entwicklungsministerin Svenja Schulze hält es für möglich, dass der Krieg in der Ukraine zu neuen Hungersnöten führt. „Die Nahrungsmittelpreise waren schon in den letzten Monaten sehr hoch. Nun kommt noch dazu, dass sich zwei der größten Agrarexporteure der Welt im Krieg befinden. Dadurch wird der Markt weiter verunsichert", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dies bedrohe auch die politische Stabilität in vielen importabhängigen Ländern. Einzelne Staaten diskutierten jetzt Exportstopps. „Solche zusätzlichen Bedrohungen der weltweiten Agrarmärkte müssen unbedingt vermieden werden, sonst drohen weitere Hungersnöte." Außerdem müssten besonders betroffene Partnerländer direkt unterstützt werden.

00:22 Uhr – IWF bewilligt 1,4 Milliarden Dollar für Ukraine

Der Exekutivrat des Internationalen Währungsfonds (IWF) genehmigt die Notfinanzierung in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar für die Ukraine. „Die russische Militärinvasion in der Ukraine hat zu einer massiven humanitären und wirtschaftlichen Krise geführt", sagt die geschäftsführende Direktorin des IWF, Kristalina Georgiewa. Die Hilfen sollen dringende Ausgaben decken und die wirtschaftlichen Auswirkungen der russischen Militärinvasion mildern. Nach Beendigung des Kriegs werde die Ukraine wahrscheinlich weitere „umfangreiche Unterstützung" benötigen.

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