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Autos fahren an einem zerstörten russischen Panzer in der Nähe von Irpin am Stadtrand von Kiew vorbei. © Vadim Ghirda/AP/dpaDass Russland im Ukraine-Krieg keine schnellen Erfolge verbuchen kann, hat laut einem US-Militärexperten vier Gründe. Westliche Beobachter hätten sich vorab verschätzt.
Washington D.C./USA - âWir haben das russische Militär genauso stark überschätzt, wie wir das ukrainische Militär unterschätzt habenâ, sagt der US-Militärexperte Michael Kofman, der für ein Forschungs- und Entwicklungszentrum der US Navy schon seit Jahren das Militär Russlands beobachtet. Besonders zu Beginn des eskalierten Ukraine-Konflikts sei vieles sehr schwer einzuschätzen gewesen, schrieb Kofman am Sonntag auf Twitter. Doch inzwischen macht er vier Felder aus, die die Schwäche von Putins Armee in der Ukraine zeigten.
Kofman gibt für seine Analyse zweierlei zu bedenken: Erstens liege für Beobachters vieles immer noch âim Nebel des Kriegsâ verborgen, und zweitens beherrsche die Ukraine den Informationskrieg sehr gut.
Ukraine-Krieg: Was Putin und Russland vor dem Konflikt an der Ukraine unterschätzt hattenWarum wurde das russische Militär vor dem Konflikt vom Westen überschätzt? Kofman schreibt dazu:
Zwei weitere Gründe macht der Militärexperte dafür aus, dass Putins Armee überschätzt worden sei:
Putin hat sich für einen Krieg mit der Ukraine entschieden. Sein Geschichtsverständnis gibt Hinweise darauf, was seine langfristigen Pläne in der Ukraine und darüber hinaus sein könnten.
Ukraine-Krieg: Putins Geschichtsverständnis und seine FolgenâDieser Krieg wird das russische Militär um Jahre zurückwerfen und seinen Ruf stark beschädigenâ, schreibt Kofman am Ende seiner Ausführungen auf Twitter. Was die USA und andere Länder daraus für die Zukunft folgern sollten, sei schwer zu sagen. Denn man dürfe das Militär künftig auch nicht unterschätzen. âKein Extrem ist hilfreichâ, mahnt er am Ende. Greift Russland Hochhäuser in Kiew aus der Luft an? Alle aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg lesen Sie in unserem News-Ticker.
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