Ukraine-Krieg: Russland empört über Bidens Äußerung zu Putins Amtsverbleib


US-Präsident Biden hat Russlands Präsidenten Wladimir Putin bei seinem Besuch in Polen erneut einen «Kriegsverbrecher» genannt. Foto: Lukasz Gagulski/PAP/dpa

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US-Präsident Biden spart in seiner Rede in Warschau zum Ukraine-Krieg nicht mit drastischen Worten. Er stellt sogar den Machtverbleib Putins in Frage - und löst Empörung in Russland aus.

Die Empörung in Russland über die Äußerungen von US-Präsident Joe Biden zu Kremlchef Wladimir Putins Verbleib an der Macht reißt nicht ab.

Biden mache mit «erschreckender Regelmäßigkeit» Äußerungen und Fehler, die schlimmer seien als Verbrechen, meinte der prominente russische Außenpolitiker Konstantin Kossatschow. Er reagierte damit auf Worte Bidens, nach denen Putin wegen des Krieges in der Ukraine nicht im Amt bleiben könne. Es habe Zeiten gegeben, da habe das Wort eines US-Präsidenten Gewicht gehabt, das sei nun vorbei, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im russischen Föderationsrat.

Auch der Kreml hatte am Samstagabend klargestellt, dass nicht die USA über die Führung in Russland entschieden. «Das entscheidet nicht Biden, der Präsident Russlands wird vom russischen Volk gewählt», sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach einer Rede Bidens in Polen. Der US-Präsident hatte vor historischer Kulisse im Innenhof des Warschauer Königsschlosses gesagt: «Um Gottes willen, dieser Mann kann nicht an der Macht bleiben.»

Zuvor hatte Biden Putin auch als «Schlächter», «Kriegsverbrecher» und «mörderischen Diktator» bezeichnet. Der russische Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin warf dem US-Präsidenten «undiplomatische Äußerungen» und «Hysterie» vor. «Biden ist schwach, krank und unglücklich«, kommentierte Wolodin bei Telegram. «Die US-Bürger sollten sich schämen für ihren Präsidenten. Womöglich ist er krank. Es wäre richtig, wenn Biden sich medizinisch untersuchen lassen würde.» Putin hingegen verdiene wegen seiner «Zurückhaltung» Achtung.

Russland hatte wegen der massiven Spannungen mit den USA zuletzt auch vor einem Abbruch der diplomatischen Beziehungen gewarnt.

dpa

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