Ukraine-Krieg Liveticker: Angriff auf Lwiw ++ Nato warnt vor Chemiewaffen


Erstmals hat Russland Lwiw im Westen der Ukraine angegriffen. Die Stadt ist das Ziel vieler Flüchtlinge. Mehr Infos in unserem Blog.

  • Die Nato warnt Russland vor dem Einsatz von Chemie-Waffen
  • Der Krieg erreicht die Westukraine
  • Selenskyj droht Kollaborateuren Russlands in der Ukraine
  • Das ukrainische Militär vermeldet, dass russische Truppen die Außenbezirke von Mariupol erobert haben
  • Russland droht mit Angriffen auf westliche Waffenlieferungen in der Ukraine
  • Im Krieg gegen die Ukraine sollen bereits 79 Kinder getötet und mehr als 100 verletzt worden sein
  • Berlin/Kiew/Moskau. Der Krieg in der Ukraine tobt mit unverminderter Wucht weiter, die humanitäre Lage für hunderttausende Menschen verschlimmert sich Tag für Tag. Besonders im Fokus liegt weiter die Hafenstadt Mariupol, in die prorussische Separatisten aus der Ostukraine mit Unterstützung des russischen Militärs mittlerweile Teile im Osten der Stadt erobert haben sollen. Zudem rücken russische Truppen immer näher an Kiew heran und ziehen den Belagerungskreis enger und enger. Am 18. Tag des Angriffskrieges wurde auch erstmals die westukrainische Metropole Lwiw, vom Krieg erschüttert. Am Sonntagmorgen gab es mehrere Explosionen in der Stadt, in der sich viele Flüchtlinge sammeln.

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    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg erwartet eine weitere Verschärfung der Kämpfe und der humanitären Notlage innerhalb der nächsten Tage. Gleichzeitig warnte er Russland vor dem Einsatz von Chemiewaffen in der Ukraine. Wladimir Putin hatte in den vergangenen Tagen mehrfach behauptet, dass die Ukraine selbst zusammen mit den USA Labore zur Herstellung von Biowaffen betreibe. Westliche Staaten nannten dies wilde Verschwörungstheorien.

    News zum Ukraine-Krieg vom 13. März: 440 Tonnen Lebensmittelspenden in Ukraine geliefert

    9.08 Uhr: Über eine neu eingerichtete Koordinierungsstelle der Bundesregierung sind inzwischen mehr als 440 Tonnen gespendete Lebensmittel in die Ukraine gebracht worden. Seit Beginn der Initiative vor etwa einer Woche wurden dafür rund 20 Lkw-Ladungen mit fast 700 Paletten gefahren, wie aus Daten des Ernährungsministeriums hervorgeht. Geliefert werden demnach vor allem Grundnahrungsmittel, Wasser, Saft, Babynahrung und Konserven mit Fisch und Fleisch. Gespendet wurden die Produkte von mehreren deutschen Handels- und Lebensmittelunternehmen.

    Die Hilfsgüter werden über Umschlagpunkte in Polen in die Ukraine transportiert und sollen dann von ukrainischen Behörden besonders in die stark vom Krieg betroffenen Städte Charkiw und Mariupol gebracht werden, wie es weiter hieß.

    Ukraine-Krise â€" Hintergründe und Erklärungen zum Konflikt Ukrainisches Militär: Angriff auf Truppenübungsplatz bei Lwiw

    8.02 Uhr: Das Gebiet um die westukrainische Metropole Lwiw ist zum ersten Mal seit Kriegsbeginn vor mehr als zwei Wochen von mehreren Explosionen erschüttert worden. Ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur berichtete am Sonntagmorgen von mehreren Detonationen. Einschläge gab es demnach aber nicht in der Stadt selbst. Es wurde Luftalarm ausgelöst. Die Menschen sollten in Notunterkünften bleiben.

    Nach Angaben der regionalen Militärverwaltung in Lwiw schlugen acht Raketen im "Zentrum für Internationale Friedenssicherung und Sicherheit" nordwestlich von Lwiw ein. Dort befinden sich ein Militärausbildungszentrum und ein Truppenübungsplatz. Laut ukrainischem Fernsehen gab es keine Todesopfer. Nicht mitgeteilt wurde, ob die Raketen das Gelände getroffen haben. Lwiw ist Anlaufstelle von Hunderttausenden Ukrainern, die ihr Land wegen des russischen Angriffs in Richtung Europa verlassen wollen.

    Abschiedsszene am Bahnhof von Lwiw, der größte Stadt der Westukraine. Sie ist inzwischen zu einem Transitknotenpunkt für Frauen und Kinder geworden, die nach Europa fliehen. 

    Foto: Hesther Ng/SOPA Images via ZUMA Press Wire / dpa

    Erste Frau in der Ukraine erhält Heldentitel posthum

    7.00 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erstmals in der Geschichte des Landes einer Frau den Titel "Heldin der Ukraine" posthum verliehen. Das teilte Selenskyj in einer Videoansprache in der Nacht zu Sonntag mit. Unteroffizierin und leitende Militärärztin Inna Derusowa habe seit Kriegsbeginn in der Stadt Ochtyrka im Gebiet Sumy gedient und unter Einsatz ihres Lebens zehn Militärangehörige gerettet, sagte Selenskyj. Gestorben sei sie durch russischen Artilleriebeschuss, als sie Verwundeten half. "Sie ist die erste Heldin der Ukraine, der dieser Titel posthum verliehen wird", so Selenskyj.

    Selenskyj droht Kollaborateuren Russlands in der Ukraine

    6.55 Uhr: Selenskyj droht möglichen Kollaborateuren Russlands in der Ukraine. Wer sich von Angeboten der russischen Besatzer in Versuchung geführt sehe, unterschreibe damit sein eigenes Urteil, sagte er in einer in der Nacht zu Sonntag veröffentlichten Videobotschaft. "Das Urteil lautet, mehr als 12.000 Besatzern zu folgen, die nicht rechtzeitig verstehen konnten, warum die Ukraine nicht angegriffen werden sollte.“ Zuletzt hieß es von ukrainischer Seite, dass mehr als 12.000 russische Soldaten in dem Krieg in der Ukraine getötet worden seien.

    News zum Ukraine-Krieg vom 12. März: Wirtschaftsweise Schnitzer: "Aufschwung wird deutlich gedämpft sein"

    22.00 Uhr: Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer rechnet mit gravierenden Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die deutsche Wirtschaft. "Insgesamt wird durch den Konflikt der Aufschwung in diesem Jahr deutlich gedämpft sein", sagte sie unserer Redaktion. "Durch die hohen Energiepreise ist in diesem Jahr nicht mit einem Rückgang der Inflation zu rechnen, wir ursprünglich erwartet worden war, stattdessen ist ein Anstieg wahrscheinlicher geworden." Die steigenden Importpreise für Gas, Öl und Kohle würden Unternehmen und Verbraucher "sehr belasten".

    Die Münchner Ökonomin rief die Politik dazu auf, vor allem denjenigen zu helfen, die besonders bedürftig seien - etwa durch eine Einmalzahlung. "Eine Erhöhung der Pendlerpauschale oder eine Senkung der Mehrwertsteuer halte ich für weniger zielführend, weil sie auch die Besserverdienenden entlasten, auf Kosten der Allgemeinheit."

    Moskau: Evakuierung von Mariupol erneut gescheitert

    21.10 Uhr: In der von der russischen Armee belagerten Hafenstadt Mariupol im Südosten der Ukraine ist nach russischen Angaben am Samstag ein neuer Anlauf zur Evakuierung von Zivilisten gescheitert. 50 Busse hätten wegen Beschusses nicht abfahren können, sagte Generaloberst Michail Misinzew aus dem Verteidigungsministerium in Moskau der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Mehrere orthodoxe Geistliche hätten sich bereiterklärt, die Bewohner beim Verlassen der belagerten Stadt zu begleiten.

    Die ukrainische Vize-Regierungschefin Iryna Wereschtschuk sagte, dass die Kolonne fünf Stunden an einem Kontrollpunkt festgehalten worden sei. Am Sonntag solle es einen weiteren Versuch geben. Russland beschuldigte dagegen ukrainische "Nationalisten“". Das ließ sich nicht überprüfen.

    Demonstration von Ukrainern und Deutschen vor dem Bundeskanzleramt. 

    Foto: Reto Klar

    Russische Armee kreist Kiew immer weiter ein und verstärkt Angriffe in Südukraine

    20.26 Uhr: Mit Angriffen von mehreren Seiten erhöht die russische Armee den Druck auf die ukrainische Hauptstadt Kiew. Nach Angaben des ukrainischen Präsidentenberaters Mychailo Podoljak befindet sich Kiew im "Belagerungszustand". Auch in anderen Städten wurden Wohngebiete attackiert. Unterdessen startete am Samstag ein Hilfskonvoi in Richtung der seit zwölf Tagen belagerten Hafenstadt Mariupol.

    Vorstädte im Nordwesten Kiews werden seit Tagen von schweren Luftangriffen erschüttert. Inzwischen rücken russische Panzer zudem von Nordosten her immer rascher auf Kiew vor. AFP-Reporter berichteten am Samstag von dichten Rauchwolken über den nordöstlichen Vororten Kiews.

    **Die Quelle dieser Nachricht ist eine der Konfliktparteien. Die Angaben konnten nicht unmittelbar unabhängig überprüft werden.**

    Kiew: Sieben Tote bei russischem Angriff auf Fluchtkorridor

    20.06 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf Frauen und Kinder in einem Fluchtkorridor nahe Kiew sind nach ukrainischen Angaben sieben Menschen getötet worden. Unter den Opfern sei ein Kind, erklärte der ukrainische Militärgeheimdienst am Samstag bei Facebook. Der Angriff auf den zwischen den Kriegsparteien vereinbarten "grünen" Korridor aus dem Dorf Peremoga habe sich am Freitag ereignet.

    **Die Quelle dieser Nachricht ist eine der Konfliktparteien. Die Angaben konnten nicht unmittelbar unabhängig überprüft werden.**

    Blick auf Wohnhochhäuser in Kiew. 

    Foto: dpa

    Selenskyj: Russland nun mit „grundlegend anderem Ansatz“ in Gesprächen

    18.50 Uhr: Russland verfolgt nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei den Gesprächen über eine Beendigung des Krieges mittlerweile einen "grundlegend anderen Ansatz". Zunächst hätten die Vertreter Moskaus nur "Ultimaten gestellt", sagte Selenskyj am Samstag bei einer Pressekonferenz. Mittlerweile habe man "angefangen zu reden". Er sei "froh", ein "Signal aus Russland erhalten" zu haben.

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte am Freitag gesagt: "Da sind gewisse positive Veränderungen, haben mir unsere Unterhändler berichtet." Die Verhandlungen würden "nun auf fast täglicher Basis geführt".

    Russische Armee: 79 weitere Militäranlagen in Ukraine zerstört

    18.36 Uhr: Die russische Armee hat bei Angriffen in der Ukraine am Samstag nach eigenen Angaben 79 Militäranlagen zerstört. Darunter seien vier Kommando- und Kontrollzentren der ukrainischen Streitkräfte gewesen, sagte Igor Konaschenkow, Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Angriffe seien zudem auf sechs Munitions- und Treibstoffdepots geflogen worden. Außerdem seien ein ukrainischer Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 und drei Drohnen abgeschossen worden. Diese Angaben ließen sich nicht überprüfen.

    **Die Quelle dieser Nachricht ist eine der Konfliktparteien. Die Angaben konnten nicht unmittelbar unabhängig überprüft werden.**

    Biden bewilligt weitere 200 Millionen Dollar Militärhilfe für Ukraine

    18.12 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat die Freigabe von Waffenlieferungen und Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von 200 Millionen Dollar (182 Millionen Euro) angeordnet. Das teilte das Weiße Haus am Samstag mit. Biden hatte erst vor zwei Wochen - unmittelbar nach Beginn des russischen Angriffskriegs - Soforthilfen über 350 Millionen Dollar für die ukrainischen Streitkräfte bewilligt.

    Dem US-Verteidigungsministerium zufolge sind die damit bereitgestellten Waffen, darunter moderne Panzerabwehrlenkwaffen vom Typ Javelin, inzwischen bereits an die Ukraine geliefert worden.

    Die Regierung von Joe Biden will weitere Strafmaßnahmen gegen Moskau in Gang setzen. 

    Foto: dpa

    Selenskyj will mit Putin in Jerusalem über Kriegsende verhandeln

    17.41 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Jerusalem als möglichen Ort für Verhandlungen über ein Kriegsende mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeschlagen. "Heute ist es nicht konstruktiv, sich in Russland, in der Ukraine oder in Belarus zu treffen. Das sind nicht die Orte, an denen wir ein Verständnis für die Beendigung des Krieges finden können", sagte Selenskyj am Samstag vor Journalisten. "Ob ich finde, dass Israel so ein Land sein kann und dabei besonders Jerusalem? Ich finde ja."

    Ein Sprecher von Israels Ministerpräsident Naftali Bennett in Jerusalem äußerte sich auf Nachfrage zunächst nicht.

    Auf diesem vom Pressebüro des ukrainischen Präsidenten zur Verfügung gestellten Bild spricht Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, während seiner regelmäßigen Ansprache an die Nation. 

    Foto: Ukrinform/dpa

    Ukraine: Experten aus Russland sind am Kernkraftwerk Saporischschja

    17.25 Uhr: In dem von russischen Truppen besetzten ukrainischen Atomkraftwerk Saporischschja sind nach Angaben aus Kiew Experten aus Russland eingetroffen. Elf Beschäftigte des russischen Staatskonzerns Rosatom hätten das AKW im Südosten der Ukraine erreicht, darunter seien zwei Ingenieure, teilte das staatliche Unternehmen Enerhoatom am Samstag in Kiew mit. Vertreter einer selbst ernannten militärisch-zivilen Verwaltung hätten erklärt, dass die Gruppe die Sicherheit der Anlage bewerten solle und auch für Reparaturarbeiten zuständig sei.

    Rosatom bestätigte am Nachmittag, "dass eine Gruppe mehrerer russischer Experten" dem ukrainischen Fachpersonal "beratend zur Seite" stehe. Verwaltung und Betrieb lägen in der Hand der Ukraine. Das gelte auch für das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl. Russische und ukrainische Spezialisten tauschten sich regelmäßig aus.

    Papst mit Tweet für Frieden: "In Gottes Namen, hört auf!"

    17.01 Uhr: Papst Franziskus hat erneut das Ende des Krieges in der Ukraine gefordert und auf das Leid der Kinder hingewiesen. In einem Tweet schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche am Samstag: "Nie wieder Krieg! Denkt vor allem an die Kinder, an diejenigen, denen die Hoffnung auf ein würdevolles Leben genommen wird: tote oder verletzte Kinder, Waisen; Kinder, die als Spielzeug Kriegsreste haben... In Gottes Namen, hört auf!"

    Selenskyj: 1300 ukrainische Soldaten bislang getötet

    16.35 Uhr: Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine vor mehr als zwei Wochen sind etwa 1300 ukrainische Soldaten getötet worden. Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag vor internationalen Journalisten. Die ukrainische Armee hatte sich bislang bei Angaben zu Verlusten in den eigenen Reihen bedeckt gehalten und lediglich die Zahl angeblich getöteter russischer Soldaten genannt. „Bei uns sind etwa 1300 Soldaten getötet worden und bei Russland mehr als 12.000“, sagte der Präsident. Die Zahlen lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

    **Die Quelle dieser Nachricht ist eine der Konfliktparteien. Die Angaben konnten nicht unmittelbar unabhängig überprüft werden.**

    Putin wirft Ukraine "eklatante Verstöße" gegen humanitäres Völkerrecht vor

    16.08 Uhr: Russlands Staatschef Wladimir Putin hat der ukrainischen Armee "eklatante Verstöße" gegen das humanitäre Völkerrecht vorgeworfen. In einem Telefonat am Samstag habe Putin Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron über "die wahre Sachlage" in der Ukraine informiert, teilte der Kreml mit. Putin warf der ukrainischen Armee demnach "außergerichtliche Hinrichtungen von Dissidenten", "Geiselnahmen und die Nutzung von Zivilisten als Schutzschilde" vor.

    Putin beschuldigte die ukrainischen Streitkräfte, schwere Waffen in der Nähe von Krankenhäusern, Schulen und Kindergärten zu lagern. "Gleichzeitig stören nationalistische Bataillone die Einsätze zur Rettung der Bevölkerung und schüchtern Zivilisten während Evakuierungsversuchen ein", erklärte der Kreml. Scholz und Macron rief Putin demnach dazu auf, auf die Regierung in Kiew einzuwirken, um "diese kriminellen Aktivitäten" zu stoppen.

    Wladimir Putin setzt auf ein starkes Militär. 

    Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Kremlin Pool

    Bahn: 100.000 Geflüchtete werden kostenlose Weiterreise genutzt haben

    15.25 Uhr: Rund 100.000 Geflüchtete aus der Ukraine werden an diesem Wochenende die kostenlose Weiterreise innerhalb Deutschlands und ins benachbarte Ausland genutzt haben - seit dem Start der Aktion am 1. März. Die Geflüchteten reisen demnach vor allem in deutsche Ballungsräume, wie zum Beispiel nach München, Berlin, Köln, Frankfurt am Main sowie Hamburg und Bremen, wie die Deutsche Bahn am Samstag mitteilte. Viele Geflüchtete nutzten das Ticket auch für die Weiterreise nach Frankreich, in die Schweiz und in die Niederlande.

    Es sind weiterhin viele Menschen auf der Flucht aus der Ukraine â€" mit der Bahn, in Bussen oder privaten Autos kommen sie auch in Velbert an. In Velbert stehen für die Flüchtlinge aber nun keine städtischen Unterkünfte mehr zur Verfügung. 

    Foto: Petros Giannakouris / dpa

    Scholz und Macron fordern Putin in Telefonat zu Waffenstillstand auf

    15.01 Uhr: In einem gemeinsamen Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin haben Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und der französische Präsident Emmanuel Macron einen sofortigen Waffenstillstand in der Ukraine gefordert. Zudem hätten Scholz und Macron in dem 75-minütigen Telefonat am Samstag auf einen Einstieg in eine diplomatische Lösung des Konflikts gedrungen, teilte Regierungssprecher Steffen Hebestreit mit.

    Das neuerliche Dreiergespräch sei Teil der andauernden internationalen Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, erklärte Hebestreit weiter. Über weitere Inhalte des Telefonats sei Stillschweigen vereinbart worden.

    Ukrainische Armee: Separatisten erobern Stadtteile von Mariupol

    13.47 Uhr: Die prorussischen Separatisten setzen mit Unterstützung russischer Truppen ihren Vormarsch in der eingeschlossenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol nach Angaben aus Kiew fort. Der Feind habe östlich gelegene Randbezirke erobert, teilte das ukrainische Militär am Samstag mit. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium bereits die Einnahme mehrerer Stadtteile gemeldet. Mariupol am Asowschen Meer mit 400.000 Einwohnern wird seit Tagen belagert. Die humanitäre Lage spitzt sich dramatisch zu.

    Die umkämpfte Kleinstadt Isjum im Gebiet Charkiw an der Grenze zum Donezker Gebiet soll laut ukrainischen Angaben bereits etwa zur Hälfte unter russischer Kontrolle stehen. Der Feind habe sich im nördlichen Teil der Stadt verschanzt. Das ließ sich nicht überprüfen.

    Rund um die eroberte Stadt Wolnowacha im Donbass versuchten die russischen Truppen laut Kiewer Angaben, eine Offensive zu starten. Harte Kämpfe habe es zudem um die Ortschaft Rubischne im Luhansker Gebiet in der Ostukraine gegeben.

    **Die Quelle dieser Nachricht ist eine der Konfliktparteien. Die Angaben konnten nicht unmittelbar unabhängig überprüft werden.**

    Panzer der russischen Armee bewegen sich durch eine Straße am Stadtrand von Mariupol. 

    Foto: dpa

    Telefonat zwischen Scholz, Macron und Putin

    13.40 Uhr: In einer gemeinsamen Telefonkonferenz wollen Bundeskanzler Olaf Scholz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der russische Präsident Wladimir Putin erneut über die Lage in der Ukraine beraten. Das Gespräch habe bereits begonnen, wie der Élysée-Palast mitteilte.

    Russland droht mit Angriffen auf Waffenlieferungen

    13.27 Uhr: Russland hat mit Angriffen auf westliche Waffenlieferungen in der Ukraine gedroht. Der stellvertretende Außenminister Russlands, Sergej Rjabkow, betonte, seine Regierung habe die USA bereits vor dem "orchestrierten Hereinpumpen von Waffen durch eine Reihe von Staaten" als "gefährlichen Schritt" gewarnt. Solche Konvois seien für das russische Militär "legitime Ziele".

    Seit Beginn des russischen Angriffskrieges in der Ukraine haben mehrere Länder dem Land Waffen geliefert, darunter auch Deutschland. Die EU hatte bereits kurz nach der Invasion Militärhilfe im Umfang von 500 Millionen Euro für die Ukraine beschlossen und prüft eine Verdopplung der Summe.

    Habeck will russische Kohle bis Herbst ersetzen

    13.22 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck will Deutschland bis zum Herbst unabhängig von russischer Kohle machen. Bis Ende des Jahres solle die Bundesrepublik weitgehend unabhängig von russischem Öl werden. "Jeden Tag, ja faktisch jede Stunde verabschieden wir uns ein Stück weit von russischen Importen", sagte Habeck der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

    Beim Thema Gas sei der Ausstieg jedoch komplizierter, weil Deutschland nicht über eigene Importkapazitäten für Flüssiggas verfüge. Diese würden nun mit Hochdruck geschaffen. Ein sofortiges Embargo russischen Erdgases drohe Versorgungsengpässe im nächsten Winter nach sich zu ziehen, ebenso Wirtschaftseinbrüche und eine hohe Inflation. Hunderttausende Menschen könnten ihre Arbeit verlieren und für viele würden der Weg zur Arbeit, Heizen und Strom kaum mehr bezahlbar.

    Laut Selenskyj schickt Russland weitere Truppen

    12.40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der russischen Regierung vorgeworfen, weitere Truppen in die Ukraine zu entsenden, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. Daher könne die Ukraine in ihrem Kampf nicht nachlassen. Gleichzeitig betonte Selenskyj demnach, das russische Militär habe die größten Verluste der vergangenen Jahrzehnte hinnehmen müssen.

    Laut Präsident Selenskyj schickt Russland weitere Truppen in die Ukraine. 

    Foto: dpa

    Belarus bestätigt: Keine Beteiligung an Kämpfen

    12.28 Uhr: Der belarusische Generalstabschef Viktor Gulewitsch hat Angaben der Ukraine bestätigt, dass sich Belarus nicht an der russischen Invasion beteiligen werde. Zwar entsende Belarus taktische Kampfgruppen an die eigene Landesgrenze, doch nur, um dort stationierte Truppen abzulösen. "Ich möchte betonen, dass der Truppentransfer in keiner Weise mit einer Vorbereitung verbunden ist, insbesondere nicht mit der Teilnahme belarusischer Soldaten an der speziellen Militäroperation auf dem Territorium der Ukraine", so Gulewitsch.

    Großbritannien: Russland will Kiew einkesseln

    12.22 Uhr: Nach Einschätzung des britischen Geheimdienstes, versuchen russische Truppen die Hauptstadt Kiew weiter einzukesseln. Ein Großteil von Russlands Bodentruppen sei momentan etwa 25 Kilometer vom Zentrum der ukrainischen Hauptstadt entfernt. Eine große russische Militärkolonne nördlich von Kiew versuche, sich zu verteilen.

    Es könnte sich auch um einen Versuch Russlands handeln, seine Verwundbarkeit gegenüber ukrainischen Gegenangriffen zu verringern, heißt es in dem Bericht des Geheimdienstes weiter.

    Das zerstörte Gebäude einer Sekundarschule etwa 30 Kilometer südlich von Kiew. Laut der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft sind während des Krieges mindestens 79 Kinder getötet worden. 

    Foto: dpa

    Ukrainische Generalstaatsanwaltschaft: 79 Kinder getötet

    11.57 Uhr: Seit dem Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine sind in dem Land durch Angriffe mindestens 79 Kinder getötet und mehr als 100 verletzt worden. Diese Zahlen nannte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft und warnte zugleich: "Diese Zahlen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, da keine Möglichkeit besteht, die Orte des Beschusses zu inspizieren, an denen russische Streitkräfte aktive Feindseligkeiten durchführen."

    Des Weiteren seien seit Kriegsbeginn landesweit mehr als 280 Lehranstalten beschädigt und neun völlig zerstört worden. 110 dieser Lehranstalten liegen demnach im ostukrainischen Gebiet Donezk. "Infolgedessen wurden sieben Millionen Kinder aufgrund aktiver Feindseligkeiten und der vorsätzlichen Zerstörung dieser Einrichtungen der Möglichkeit beraubt zu lernen", mahnte die Generalstaatsanwaltschaft.

    **Die Quelle dieser Nachricht ist eine der Konfliktparteien. Die Angaben konnten nicht unmittelbar unabhängig überprüft werden.**

    Seit dem Ausbruch des Krieges gegen die Ukraine sind in dem Land durch Angriffe mindestens 79 Kinder getötet worden. 

    Foto: dpa

    Italien beschlagnahmt Oligarchen-Yacht

    11.42 Uhr: Italien hat eine weitere Luxusjacht eines russischen Oligarchen beschlagnahmt. Es handelt sich laut Polizeiangaben um die 530 Millionen Euro teure "SY A" des Milliardärs Andrej Melnitschenko. Das Schiff sei im Hafen von Triest festgesetzt worden und gilt als weltweit größter Motorsegler in Privatbesitz.

    Der Kohle- und Düngemittelmagnat Melnitschenko steht seit wenigen Tagen auf der Sanktionsliste der EU, zusammen mit 160 anderen russischen Oligarchen und Abgeordneten. Ihr Vermögen in der EU wird eingefroren und gegen sie werden Einreiseverbote verhängt.

    Russland offenbar zu Gesprächen mit USA bereit

    11.20 Uhr: Russland sei zur Wiederaufnahme von Gesprächen über Waffenkontrollen mit den USA bereit, wenn die US-Regierung darauf vorbereitet sei, zitiert die russische Nachrichtenagentur RIA den stellvertretenden Außenminister Sergej Ryabkow. Russland und die USA stünden in ständigem Kontakt. Doch aus Sicht des Kreml seien keine Zeichen erkennbar, dass die US-Regierung einen Dialog über die Ukraine fortsetzen wolle.

    Kämpfe rund um Mariupol halten an

    11.05 Uhr: Ukrainische Behörden in der Region Donezk berichten, dass rund um die Stadt Mariupol die Kämpfe andauern würden. Das erschwere die Einrichtung eines Fluchtkorridors für die dort lebende Bevölkerung.

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    Abkehr von Putins Blockade-Taktik? : Ukraine meldet russische Angriffe auf Asow-Stahlwerk in Mariupol