Ukraine-Krieg: Lauterbach prügelt auf Altkanzler ein – „Witzfigur“


Russland: Unabhängige Zeitung "Nowaja Gaseta" erscheint vorerst nicht mehr

Russland: Unabhängige Zeitung "Nowaja Gaseta" erscheint vorerst nicht mehr

Die wichtigste unabhängige Zeitung in Russland, die "Nowaja Gaseta", setzt ihr Erscheinen vorerst aus. Diese Entscheidung gelte bis zum Ende der russischen Militäraktion in der Ukraine, teilte die Zeitung mit. Dmitri Mouratov

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Seit über einen Monat toben die Kämpfe im Ukraine-Krieg. Die Lage scheint militärisch ziemlich festgefahren, die Angriffe der russischen Truppen werden aber immer brutaler. Nun droht eine weitere Eskalation, wenn Kreml-Herrscher Wladimir Putin den Gashahn zudreht. Der Westen will die Gas-Rechnungen nicht in Rubel begleichen, deshalb könnten die Energielieferungen in dieser Woche stoppen.

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9.40 Uhr: Karl Lauterbach prügelt auf Altkanzler Schröder ein â€" „Witzfigur“

Der gescheiterte Vermittlungsversuch von Altkanzler Schröder und dessen dubiose Nähe zu Wladimir Putin bringen Karl Lauterbach auf die Palme. Der Gesundheitsminister nimmt sich den Genossen vor: „Also wenn jemand wie Putin einen Krieg macht, da wird er nicht sagen: ‚Oh Gerd, jetzt, wo du das sagst, ich denk nochmal drüber nach, vielleicht mach ich jetzt hier mal langsam‘“.

In der am Montag ausgestrahlten ARD-Dokumentation „Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Karl Lauterbach“ nimmt der SPD-Mann kein Blatt vor den Mund. Er wirft Gerhard Schröder nicht nur Naivität vor, sondern rechnet regelrecht mit ihm ab. „Der ganze Auftritt grenzte ans Peinliche. Fremdschämen ist ein Begriff, der einem da in den Kopf kommt“, sagt Lauterbach im Gespräch mit Feldenkirchen.

Karl Lauterbach nimmt sich Altkanzler Gerhard Schröder vor.

Foto: picture alliance/dpa/dpa Pool | Christoph Soeder, picture alliance / Geisler-Fotopress | Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

„Ich habe ihn mal sehr geschätzt, das ist aber schon lange her. Er war wirklich ein Altkanzler, der viel aus dem, was er gemacht hat, als Staatsmann hätte machen können - aber er hat quasi alles verloren“, so Lauterbach. „Ihm ist es gelungen, als Altkanzler jetzt an der Grenze zu einer Witzfigur unterwegs zu sein.“

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Lauterbach geht davon aus, dass Schröder sein späteres Andenken ruiniert hat: „Man wird ihn nicht als Kanzler in Erinnerung haben - sondern als jemanden, der zum Schluss an der Grenze zum Lächerlichen unterwegs war.“

9.05 Uhr: Milliardär Abramowitsch von Russland-Hardlinern vergiftet?

Der russische Milliardär Roman Abramowitsch, noch Besitzer des FC Chelsea, und zwei ukrainische Unterhändler sind möglicherweise Ziel eines Giftanschlags geworden. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Montag unter Berufung auf informierte Kreise, Abramowitsch und die Ukrainer hätten in diesem Monat nach einem Treffen in Kiew „Symptome einer mutmaßlichen Vergiftung“ aufgewiesen. Eine mit den Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau vertraute Quelle bestätigte dies der Nachrichtenagentur AFP.

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Die drei Männer litten dem Bericht zufolge unter geröteten Augen, schmerzhaftem Tränenfluss und sich ablösender Haut an Gesicht und Händen. Die Symptome hätten sich dann aber wieder verringert. „Das hat leider tatsächlich stattgefunden“, sagte die informierte Quelle zu AFP.

Die Quellen des „Wall Street Journal“ verdächtigen der Zeitung zufolge Hardliner in Moskau hinter dem Vorfall. Diese wollten die Gespräche zwischen Russland und der Ukraine für ein Ende des Ukraine-Kriegs sabotieren. Ein Vertrauter Abramowitschs sagte dem „Wall Street Journal“, es sei unklar, wer hinter dem Vorfall stehen könnte. Auch hätten westliche Experten keine Erklärung für die Symptome liefern können.

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Medienberichten zufolge ist Abramowitsch in die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine involviert. Er soll in den vergangenen Wochen mehrmals zwischen den beiden Ländern und weiteren Orten, an denen verhandelt wurde, hin und her gereist sein. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Sonntag gesagt, seine Regierung habe Unterstützungsangebote von russischen Geschäftsleuten erhalten, darunter auch Abramowitsch.

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