15.03.2022
Russland warnt die Bürger vor Hamsterkäufen von Grundnahrungsmitteln. Es bestehe trotz westlicher Sanktionen keine Gefahr einer Lebensmittelknappheit auf dem heimischen Markt, sagt die stellvertretende Ministerpräsidentin Viktoria Abramtschenko. "Es gibt keine Grundlage für die Gefahr einer Verknappung oder einer Verringerung der Produktpalette", sagt Abramschenko. "Es lohnt sich nicht, die Nachfrage mit Käufen für die Zukunft künstlich in die Höhe zu treiben." Russland werde seinen Markt neu ausrichten und dafür das Netzwerk mit befreundeten Ländern erweitern, um einen für beide Seiten profitablen Handel aufzubauen.
+++ 09:49 Anteil von russischem Ãl und Gas im Januar bei 24 Prozent +++Russland ist der wichtigste Energielieferant Deutschlands - im Januar dieses Jahres betrug der russische Anteil an den Ãl- und Gasimporten 24,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Bei der Kohle lag dieser Anteil demnach bei 49,1 Prozent, bei Metallen bei 6,7 Prozent. Insgesamt ist der Anteil aller Einfuhren aus Russland den Zahlen zufolge gering, er betrug im Januar 3,7 Prozent an den Gesamtimporten.
+++ 09:37 Warnung vor russischer Virenschutzsoftware Kaspersky +++Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor der Virenschutzsoftware des russischen Herstellers Kaspersky. Es gebe ein "erhebliches Risiko eines erfolgreichen IT-Angriffs" von russischer Seite, heiÃt es in einer Mitteilung. Ein russischer IT-Hersteller könne auch gezwungen werden, Systeme anzugreifen oder selbst Opfer einer Cyber-Operation ohne seine Kenntnis werden. Gerade eine Antivirensoftware verfüge über weitreichende Systemberechtigungen bei den Computern der Nutzer, weshalb Vertrauen wichtig sei.
+++ 09:31 Knapp 160.000 Kriegsflüchtlinge in Deutschland registriert +++Aus der Ukraine kommen weiterhin täglich etwa 12.000 Kriegsflüchtlinge nach Deutschland. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges sind 159.772 Menschen aus der Ukraine nach Deutschland eingereist, wie das Bundesinnenministerium mitteilt. Erfasst werden allerdings nur diejenigen Flüchtlinge, die von der Bundespolizei festgestellt werden. Da es aber im Regelfall keine festen Grenzkontrollen an den EU-Binnengrenzen gibt und Ukrainer erst einmal ohne Visum einreisen dürfen, ist die Zahl der nach Deutschland eingereisten Kriegsflüchtlinge wahrscheinlich bereits deutlich höher. Nicht erfasst wird auÃerdem, wie viele von ihnen womöglich von Deutschland aus weiterreisen zu Freunden oder Verwandten in anderen Staaten.
+++ 09:22 Gazprom: Liefern weiter Gas über Ukraine +++Trotz des Kriegs gegen die Ukraine liefert Russland nach eigenen Angaben weiter in hohem Umfang Gas durch das Nachbarland nach Europa. Am heutigen Dienstag sollten 109,6 Kubikmeter Richtung Westen gepumpt werden, wie der russische Staatskonzern Gazprom der Agentur Tass zufolge mitteilt. Das sei die gleiche Menge wie am Montag. Zuletzt hätten die Gaskäufe aus Europa deutlich zugenommen, sagt Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow. Kuprijanow verweist auf die steigenden Preise an den Spotmärkten wegen Kälte, Windmangels und der verschärften Situation in der Ukraine. Das deutet darauf hin, dass Kunden weitere Preissteigerungen erwarten und sich nun mit Vorräten eindecken wollen.
+++ 09:06 Ukraine plant neun Fluchtkorridore +++Die Ukraine plant nach eigenen Angaben am Dienstag die Ãffnung von neun Fluchtkorridoren aus Gebieten, die von russischen Truppen belagert werden. Die Behörden wollten zudem versuchen, Hilfsgüter in die eingekesselte Stadt Mariupol zu bringen, teilt Vize-Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk mit.
+++ 08:56 Kiew: Mehrere tote Zivilisten nach russischen Angriffen +++Bei nächtlichen russischen Angriffen auf Ziele in der Ukraine sind nach Angaben aus Kiew mehrere Zivilisten getötet worden. In der ostukrainischen Stadt Rubischne im Gebiet Luhansk seien vier Menschen ums Leben gekommen, meldet die Agentur Unian. Die Angriffe hätten eine Einrichtung für sehbehinderte Kinder, das städtische Krankenhaus und drei Schulen zerstört. Rubischne liegt nahe der GroÃstadt Sjewjerodonezk, um die sich prorussische Separatisten und ukrainische Truppen derzeit heftige Kämpfe liefern. In der Hauptstadt Kiew wurden nach Angaben des örtlichen Zivilschutzes am frühen Morgen vier Wohngebäude in mehreren Stadtteilen von Raketen getroffen. Ersten Informationen zufolge wurden zwei Menschen getötet und ein weiterer verletzt. 35 Bewohner hätten gerettet werden können, schreibt die Kiewer Zivilschutz-Sprecherin Swetlana Wodolaha bei Facebook.
+++ 08:53 Warschau: Regierungschefs Polens, Tschechiens und Sloweniens reisen nach Kiew +++Inmitten der sich intensivierenden Kämpfe um Kiew wollen die Regierungschefs Polens, Tschechiens und Sloweniens in die ukrainische Hauptstadt reisen. Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki werde im Laufe des Tages mit seinen Kollegen Petr Fiala und Janez Jansa nach Kiew reisen, um dort dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Regierungschef Denys Schmyhal die Unterstützung der Europäischen Union (EU) zu versichern, teilte die Regierung in Warschau mit.
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+++ 08:45 Russland kontrolliert nach eigenen Angaben Region Cherson +++Das Moskauer Verteidigungsministerium meldet laut russischen Nachrichtenagenturen die volle Kontrolle über die gesamte Region Cherson im Süden der Ukraine. Russische Kräfte hätten in den vergangenen 24 Stunden sechs Drohnen abgeschossen, berichtet die Nachrichtenagentur Interfax. Die Angaben konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden.
+++ 08:40 Angriff auf Fernsehturm - Zahl der Toten steigt auf 19 +++Nach einem russischen Luftangriff auf einen Fernsehturm im Nordwesten der Ukraine am Vortag ist die Zahl der Toten auf mindestens 19 gestiegen, wie der Gouverneur der Region Riwne, Witalij Kowal, mitteilt. Am Montag hatte Kowal kurz nach dem Angriff von neun Toten und neun Verletzten gesprochen und erklärt, weitere Personen befänden sich noch unter den Trümmern.
+++ 08:03 Faeser: Geflüchtete werden nun nach festen Regeln verteilt +++Flüchtlinge aus der Ukraine sollen künftig nach festen Regeln in Deutschland verteilt werden. Die Geflüchteten würden nun über den sogenannten Königsteiner Schlüssel in die einzelnen Bundesländer und Kommunen verteilt, erklärt Bundesinnenministerin Nancy Faeser im Deutschlandfunk. Die SPD-Politikerin betont allerdings, dass viele geflüchtete Menschen aus der Ukraine Freunde und Verwandte als Anlaufpunkte hätten und damit ihre Aufenthaltsorte selbst bestimmten.
+++ 07:48 Nach Protestaktion: Russische TV-Mitarbeiterin für Anwälte nicht erreichbar +++Die TV-Mitarbeiterin, die am Montag mit einem Protest gegen Russlands Krieg in der Ukraine die Hauptnachrichtensendung des russischen Staatsfernsehens unterbrach, hat weltweit eine Welle der Anerkennung ausgelöst. Der Mitschnitt der Szene, in der sie mit einem handgeschriebenen Plakat hinter der Nachrichtensprecherin auftaucht, wird vielfach unter anderem auf Twitter geteilt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich bei ihr. Zugleich hätten Anwälte der Bürgerrechtsorganisation IWD-Info die Frau auch mehr als zehn Stunden nach der Protestaktion nicht kontaktieren können, schreibt der Ex-Chefredakteur des dichtgemachten Radiosenders Echo Moskwy, Alexej Wenediktow, auf Twitter.
+++ 07:37 Handelsverband rät von Hamsterkäufen ab +++Der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) ruft die Menschen in Deutschland auf, trotz Meldungen über Engpässe bei einzelnen Nahrungsmitteln wie Sonnenblumenöl und Mehl wegen des Ukraine-Krieges keine Hamsterkäufe zu tätigen. "Wie bereits zu Beginn der Corona-Krise" sollten sich die Kunden "untereinander solidarisch verhalten und Produkte nur in haushaltsüblichen Mengen einkaufen", sagt Verbandssprecher Christian Böttcher dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Noch lägen dem Handelsverband keine Informationen über eine flächendeckende Unterversorgung mit Sonnenblumenöl im deutschen Einzelhandel vor, betont Böttcher. Allerdings sei die Ukraine gerade für Deutschland ein wichtiger Rohstofflieferant für Sonnenblumenöl.
+++ 07:03 Nach Explosionen in Kiew: Foto zeigt zerstörten Häuserblock +++Nach starken Explosionen im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt Kiew gibt es erste Aufnahmen eines zerstörten Häuserblocks. Das RTL/ntv-Verifizierungsteam hält das folgende Foto für authentisch. Demnach stammt es aus Podil, einem der ältesten Viertel der Stadt. "Der Stadtteil Podil von Kiew ist ein Ort, an dem man Kaffee trinkt und das Leben genieÃt", schreibt die ukrainische Parlamentsabgeordnete Lesia Wasylenko auf Twitter. "Jetzt nicht mehr. Vor 30 Minuten wurde (Podil) von Sprengstoff getroffen."

(Foto: via REUTERS)
+++ 06:38 Ukraine richtet Internetseite für Krypto-Spenden ein +++Die Regierung der Ukraine hat zusammen mit Plattformen für Kryptowährungen eine Spenden-Website eingerichtet. "Kryptowährungen spielen eine wichtige Rolle bei der Verteidigung der Ukraine", so der stellvertretende Digitalminister Oleksandr Bornjakow. Diese "erleichtern den Fluss von Finanzmitteln für ukrainische Bürger und Soldaten". Ãber die Internetseite "Aid for Ukraine" (Hilfe für die Ukraine) können Nutzer Spenden in zehn verschiedenen Kryptowährungen einreichen, die anschlieÃend in Dollar umgewandelt werden. Laut eines Trackers auf der Internetseite wurden über Nacht bereits fast 50 Millionen Dollar (45 Millionen Euro) gesammelt. Das Geld wird zur Unterstützung des ukrainischen Militärs sowie der Zivilbevölkerung verwendet.
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+++ 06:01 Starke Explosionen in Kiew - Rauchsäule über Stadt +++In der ukrainischen Hauptstadt Kiew waren am frühen Morgen laut Reportern der Nachrichtenagentur AFP mindestens drei starke Explosionen zu hören. Ein AFP-Journalist sah eine Rauchsäule über der Stadt aufsteigen. Aufgrund der nächtlichen Ausgangssperre war der Ort der Explosionen zunächst unklar. Die russische Armee versucht derzeit, Kiew einzukesseln. In der Stadt befindet sich nach wie vor die Hälfte der einst drei Millionen Einwohner. Sie können die Stadt nur noch Richtung Süden verlassen.
+++ 05:31 China lehnt Parteinahme ab +++Chinas AuÃenminister Wang Yi sieht sein Land "nicht als Partei" im Konflikt um die russische Invasion in die Ukraine. China lehne die Verhängung von Sanktionen grundsätzlich ab, sagte der AuÃenminister nach offiziellen Angaben in einem Telefonat mit seinem spanischen Kollegen José Manuel Albares. Man wolle auch nicht, dass die Sanktionen China träfen. Wang Yi nennt den Konflikt das Ergebnis einer "Ansammlung und Verschärfung der Widersprüche über die Jahre" in der europäischen Sicherheitsarchitektur. Auf amerikanische Berichte, wonach Russland die chinesische Regierung nach Beginn des Krieges in der Ukraine um militärische und wirtschaftliche Hilfe gebeten haben soll, ging Wang Yi nicht ein.
+++ 05:08 Orthodoxe Kirche der Ukraine: Den Feind zu töten, ist keine Sünde +++Die Orthodoxe Kirche der Ukraine betrachtet den Kampf der ukrainischen Armee gegen das russische Militär nicht als Sünde. "Wir als Volk streben nicht nach dem Tod derer, die unsere Nachbarn sind. Aber da sie in unser Haus gekommen sind, schützen wir unsere Familie, unsere Heimat, unser Land", wurde Kirchenoberhaupt Metropolit Epifani in der Nacht zu Dienstag von der Onlinezeitung "Ukrajinska Prawda" zitiert. Die ukrainischen Soldaten seien zum Schutz aller Ukrainer da. "Sich zu verteidigen, den Feind zu töten - das ist keine Sünde", sagte Metropolit Epifani demnach. "Und wer mit dem Schwert zu uns gekommen ist, wird durch dieses Schwert sterben."
+++ 04:14 Mariupol zählt über 2000 tote Zivilisten +++In der belagerten südostukrainischen Hafenstadt Mariupol sind nach Angaben örtlicher Behörden bisher mehr als 2000 Zivilisten getötet worden. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar seien 2357 Menschen ums Leben gekommen, teilt der Stadtrat in der Nacht mit. Mariupol mit etwa 400.000 Einwohnern ist seit Tagen von russischen Einheiten umzingelt und vom Rest des Landes abgeschnitten. Ukrainische Behörden berichten von heftigen Luftangriffen auf die umkämpfte Stadt am Asowschen Meer. Russland beharrt darauf, lediglich militärische Ziele anzugreifen.

Der Berater des Bürgermeisters von Mariupol spricht von einer "unmenschlichen" Lage in der Stadt.
(Foto: AP)
+++ 03:51 Tschernobyl hat wieder Strom +++Die von russischen Truppen eingenommene Atomruine von Tschernobyl hat nach Angaben der internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) wieder Strom. "Die Ukraine hat die IAEA darüber informiert, dass die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks (Tschernobyl) heute wiederhergestellt wurde", erklärt die IAEA auf Twitter. Zuvor hatte der ukrainische Energieversorger Ukrenergo mitgeteilt, die Stromzufuhr der Anlage und der Stadt Slawutysch sei durch russische Truppen beschädigt worden.
+++ 03:07 Neue Videobotschaft von Selenskyj: "Jeder wird zur Verantwortung gezogen" +++Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die Schuldigen für die schweren Kriegshandlungen in seinem Land ohne Nachsicht zur Verantwortung ziehen. "Wir arbeiten mit den Partnern an neuen StrafmaÃnahmen gegen den russischen Staat", sagt er in einer Videobotschaft. "Jeder, der für den Krieg verantwortlich ist. Jeder, der für die Zerstörung der Demokratie verantwortlich ist. Jeder, der für Repressionen gegen Menschen verantwortlich ist. Jeder bekommt eine Antwort." Das russische Militär sei definitiv verantwortlich für Kriegsverbrechen, für eine "bewusst geschaffene humanitäre Katastrophe" in ukrainischen Städten, sagte Selenskyj in dem Clip, der ihn in Militärkluft im Präsidialamt in Kiew zeigt.
+++ 02:40 NASA bekräftigt Zusammenarbeit mit Russland im Weltraum +++Die US-Raumfahrtbehörde NASA sieht die Kooperation mit Moskau bei der Internationalen Raumstation nicht gefährdet. "Wir arbeiten zusammen, wir arbeiten seit mehr als 20 Jahren zusammen und wir werden das weiter so machen", sagt der bei der NASA für die ISS zuständige Manager Joel Montalbano bei einer Pressekonferenz. "Wir wissen, was passiert, aber wir können unsere Arbeit weitermachen", so der NASA-Manager weiter. Die ISS basiere auf Zusammenarbeit. "Es ist kein Vorgang, bei dem eine Gruppe ohne die andere weitermachen kann. Alle müssen zusammenarbeiten, damit wir erfolgreich sind." Auch die für Ende März anvisierte Rückkehr des US-Astronauten Mark Vande Hei gemeinsam mit den Kosmonauten Anton Schkaplerow und Pjotr Dubrow in einer russischen Sojus-Raumkapsel werde wie geplant stattfinden.
+++ 01:46 GroÃbritannien: Russland könnte Bio- oder Chemiewaffen einsetzen +++Russland könnte nach Informationen des britischen Verteidigungsministeriums den Einsatz chemischer oder biologischer Waffen in der Ukraine planen. Das könne in Reaktion auf einen vorgetäuschten Angriff auf russische Truppen geschehen, twittert das Ministerium. Belege für diese Annahme werden nicht genannt. Ãhnliche Befürchtungen hatten auch schon US-Regierungsvertreter geäuÃert.
+++ 01:07 Spionageverdacht: Slowakei weist russische Botschaftsmitarbeiter aus +++Die Slowakei verweist drei Mitarbeiter der russischen Botschaft in Bratislava wegen Spionageverdachts des Landes. Sie müssten innerhalb von 72 Stunden die Slowakei verlassen, weil ihre Tätigkeit den diplomatischen Regeln widerspreche, teilt das slowakische AuÃenministerium mit. Parallel dazu wurden mindestens drei slowakische Staatsbürger festgenommen, die gegen Bezahlung spioniert haben sollen. Verteidigungsminister Jaroslav Nad erklärt dem Nachrichtenportal Pravda.sk: "Das ist erst der Anfang. Wir machen weiter. Klar und konsequent."
+++ 00:35 Ukraine: Drei von zehn Fluchtkorridoren funktionieren nicht +++In der Ukraine haben nach Angaben aus Kiew am Montag nur sieben der geplanten landesweit zehn Fluchtkorridore aus besonders umkämpften Städten und Dörfern funktioniert. Dabei seien insgesamt rund 4000 Menschen in sicherere Gebiete gebracht worden, sagt Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk. Die meisten Zivilisten kamen aus der Region Kiew (2028). Evakuierungen aus Mariupol seien hingegen auch am 19. Kriegstag weitgehend gescheitert. Auch eine Hilfskolonne mit Medikamenten und Wasser für die belagerte Hafenstadt werde weiter blockiert, so Wereschtschuk.
+++ 00:09 Spanien setzt mutmaÃliche Oligarchen-Jacht fest +++Spanische Behörden haben erstmals eine Jacht festgesetzt, die einem von EU-Sanktionen betroffenen russischen Oligarchen zugeordnet wird. Das berichten die Zeitung "El PaÃs" und andere spanische Medien. Die Generaldirektion der spanischen Handelsmarine prüfe nun, ob die Luxusjacht "Valerie" im Hafen von Barcelona tatsächlich dem Chef des staatlichen russischen Rüstungskonzerns Rostec, Sergej Tschemesow, gehöre. Als Eigentümerin sei eine Briefkastenfirma eingetragen. Der Wert des 85 Meter langen Schiffs wird mit 135 Millionen Euro angegeben. Tschemesow steht wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine auf der Sanktionsliste der EU. Er ist ein alter Bekannter des russischen Präsidenten Wladimir Putin.
+++ 23:36 Ukraine-Korrespondent von Fox-News schwer verletzt +++Ein britischer Journalist, der für den US-Sender Fox-News arbeitet, ist in der Ukraine sei schwer verletzt worden. Der Auslandskorrespondent Benjamin Hall sei ins Krankenhaus gebracht worden, teilt der Sender mit. Der Vorfall ereignete sich demnach "auÃerhalb von Kiew". "Wir haben im Moment nur wenige Details, aber Ben ist im Krankenhaus und unsere Teams vor Ort arbeiten daran, weitere Informationen zu bekommen", heiÃt es in der Mitteilung. Die ukrainische Generalstaatsanwältin Irina Wenediktowa teilt auf Facebook mit, dass ein britischer Journalist durch Schrapnelle an beiden Beinen verletzt worden sei. Einen Namen nennt sie nicht, dem Bild eines Presseausweises zufolge handelt es sich um einen Fox-News-Journalisten.
+++ 23:06 USA warnen China eindringlich vor Unterstützung Russlands +++Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben Spitzenvertreter der USA und Chinas nach US-Angaben "intensive" siebenstündige Beratungen geführt. Der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan, habe bei dem Treffen in Rom mit dem chinesischen AuÃenpolitiker Yang Jiechi die "schwerwiegende Besorgnis" Washingtons über Chinas Annäherung an Moskau zum Ausdruck gebracht, sagte eine Regierungssprecherin. China ist der wichtigste Verbündete Russlands, bemüht sich im Konflikt um die Ukraine aber um eine eher neutrale Haltung. Biden-Sprecherin Jen Psaki sagte, Sullivan habe der chinesischen Seite deutlich gemacht, "dass es erhebliche Konsequenzen geben wird, sollten sie militärische oder andere Hilfe leisten, die natürlich gegen Sanktionen verstoÃen oder die Kriegsanstrengungen unterstützen".
+++ 22:41 Ukraine verbietet Einfuhr russischer Bücher +++Zweieinhalb Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs verbietet die Ukraine den Import russischer Bücher und anderer Druckerzeugnisse. Die "Einfuhr von Verlagsprodukten aus dem Gebiet des Aggressor-Landes" werde gestoppt, teilte das verantwortliche Staatskomitee für Medien mit. Damit solle dessen kultureller Einfluss auf die ukrainische Bevölkerung unterbunden werden. Die meisten Menschen in der Ukraine sprechen Ukrainisch und Russisch und lesen Literatur in beiden Sprachen. Die Erzeugnisse des gröÃeren und vielfältigeren russischen Buchmarktes sind beliebt. Im vergangenen Jahr importierte die Ukraine 32 Millionen Bücher aus Russland.

Mit Büchern verbarrikadiertes Fenster in Kiew.
(Foto: AP)
+++ 22:22 USA könnten vollständiges Handelsembargo gegen Russland verhängen +++Um Russlands Krieg gegen die Ukraine zu stoppen, haben die USA nach eigenen Angaben noch weitere Druckmittel in der Hand. Die US-Regierung könnte Russland etwa mit einem vollständigen Handelsembargo belegen, sagt der stellvertretende US-Finanzminister Wally Adeyemo dem Sender CNBC. AuÃerdem könnten die USA Russlands Zugang zu internationalen Gewässern blockieren. Die USA könnten darüber hinaus Nickel, Uran und Titan sowie die Krypto-Vermögen von russischen Unternehmen sperren, schreibt die CNBC-Reporterin Kayla Tausche auf Twitter unter Berufung auf ein Interview mit Adeyemo.

Adewale "Wally" Adeyemo, stellvertretender US-Finanzminister
(Foto: REUTERS)
+++ 22:10 EU stoppt wohl russische Stahl- und Eisenimporte +++Die EU hat sich laut Diplomaten bereits auf ein viertes Sanktionspaket geeinigt. Dazu gehöre ein Importverbot für Stahl und Eisen, ein Verbot von Investitionen in Ãlunternehmen und den Energiesektor sowie ein Exportverbot für Luxusgüter, darunter Autos im Wert von mehr als 50.000 Euro. Weitere Details sind noch nicht bekannt.
Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.
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