28. März 2022, aktualisiert 28. März 2022, 08:33 Uhr
Scholz erwägt ein Raketenschutzschild für Deutschland nach israelischem Vorbild. Joe Biden fordert unterdessen keinen Machtwechsel in Moskau. Die Lage im Ãberblick.
Biden: Habe keinen Machtwechsel in Moskau gefordert
US-Präsident Joe Biden hat dementiert, dass er bei seiner Rede zum Ukraine-Krieg in Warschau den Sturz des russischen Präsidenten Wladimir Putin gefordert habe. Eine Reporterin fragte Biden am Sonntagabend: âHerr Präsident, wollen Sie, dass Putin (von seinem Amt) entfernt wird? Herr Präsident, haben Sie einen Regimewechsel gefordert?â Biden antwortete darauf: âNein.â Biden hatte Putin am Samstagabend einen âDiktatorâ genannt und mit den Worten geschlossen: âUm Gottes willen, dieser Mann kann nicht an der Macht bleiben.â Das WeiÃe Haus betonte danach, das sei kein Aufruf zum Sturz Putins.
Biden hatte Putin am Samstagabend bei seiner Ansprache in Warschau einen âDiktatorâ genannt und mit den Worten geschlossen: âUm Gottes willen, dieser Mann kann nicht an der Macht bleiben.â Das WeiÃe Haus betonte danach umgehend, das sei kein Aufruf zum Sturz Putins. Am Sonntag betonte auch US-AuÃenminister Antony Blinken, die Vereinigten Staaten strebten keinen Machtwechsel in Russland an. Bidens Aussage löste in Russland Empörung aus.
Weiter Angriffe in der UkraineDas russische Militär hat seine Luftangriffe gegen ukrainische Städte auch in der Nacht zum Montag fortgesetzt. Nach ukrainischen Medienberichten wurden unter anderem die Hauptstadt Kiew sowie Luzk, Riwne und Charkiw von mehreren schweren Explosionen erschüttert. In Luzk im Nordwesten der Ukraine wurde ein Treibstoffdepot getroffen. Zuvor war in allen Regionen des Landes Luftalarm ausgelöst worden.
Scholz: Erwägen Raketenschutzschild für Deutschland
Bundeskanzler Olaf Scholz erwägt die Errichtung eines Raketenschutzschilds für ganz Deutschland nach israelischem Vorbild. âDas gehört ganz sicher zu den Dingen, die wir beraten, aus gutem Grundâ, sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der ARD-Sendung âAnne Willâ auf die Frage, ob ein Schutzschirm gegen Raketenangriffe wie in Israel über das Land gespannt werden soll. âWir müssen uns alle darauf vorbereiten, dass wir einen Nachbarn haben, der gegenwärtig bereit ist, Gewalt anzuwenden, um seine Interessen durchzusetzen. Deswegen müssen wir uns gemeinsam so stark machen, dass das unterbleibt.â
von Christian Schlesiger, Florian GüÃgen, Jürgen Salz
0 Comments