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Russische Soldaten Ende Februar 2022. © Anton Vergun / Sputnik / dpaDer ukrainische Präsident Selenskyj fordert einmal mehr schwere Waffen. Der Bürgermeister von Mariupol berichtet vom âheroischen Kampfâ. Das Geschehen in der Nacht.
Kiew - âDie Ukraine kann russische Raketen nicht mit Schrotflinten und Maschinengewehren abschieÃenâ: Mit diesen Worten hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj* die internationale Gemeinschaft im Ukraine-Konflikt* erneut zur Lieferung schwerer Waffen aufgerufen.
Sowohl in einer Videokonferenz mit dem polnischen Staatschef Andrzej Duda am Samstag als auch in einer in der Nacht zum Sonntag ausgestrahlten Videobotschaft forderte er Kampfflugzeuge und Panzer für die ukrainischen Streitkräfte. Selenskyj warnte, dass ansonsten das russische Militär eine spätere Bedrohung für die Nato-Nachbarstaaten darstellen könnte.
Ukraine-Krieg-News: Selenskyj fordert von Polen erneut WaffenPolen hatte vor einiger Zeit eine mögliche indirekte Ãbergabe seiner Kampfflugzeuge des sowjetischen Typs MiG-29 an die ukrainischen Streitkräfte angedeutet. Um die Jets nicht direkt an die Ukraine zu übergeben, sollten die Flugzeuge zuerst an die US-Streitkräfte überstellt werden. Dieser Vorstoà wurde von den USA abgelehnt. Eine solche MaÃnahme könnte zu einer direkten Konfrontation zwischen Nato-Kräften und russischem Militär führen, was eine Eskalation des Krieges nach sich ziehen könnte, hieà es zur Begründung.
âUm im Luftraum auf Augenhöhe mit den Kräften des Gegners zu kämpfen, braucht es sowohl mengenmäÃig als auch technologisch Aufrüstungâ, untermauerte die ukrainische Luftwaffenführung die Forderung nach Kampfjets. âWir sperren den Luftraum selber, gebt uns nur ein paar Waffen.â
Ukraine-Krieg: Russland verlässt sich laut London weiter auf AbstandsmunitionRussische Luft- und Raketenstreitkräfte beschieÃen nach britischen Angaben weiterhin Ziele in der gesamten Ukraine, darunter auch in dicht besiedelten Gebieten. Dabei verlasse sich Russland weiterhin auf sogenannte Abstandsmunition, die aus dem russischen Luftraum abgefeuert werde, um die eigenen Flugzeuge nicht der ukrainischen Luftabwehr auszusetzen, heiÃt es in einem Update des britischen Verteidigungsministeriums unter Berufung auf Geheimdienstinformationen, das in der Nacht zum Sonntag veröffentlicht wurde.
Diese russischen Waffen versagten allerdings laut US-Berichten in bis zu 60 Prozent der Fälle, was die Nachschubprobleme bei Waffen auf russischer Seite noch verstärken werde, hieà es weiter. Dies werde dazu führen, dass die Russen entweder auf weniger hochentwickelte Raketen zurückgreifen oder ihre Flugzeuge höheren Risiken aussetzen müssten.
Schon vor Beginn des Krieges begann London damit, in ungewöhnlich offener Art und Weise Geheimdienstinformationen mit der Ãffentlichkeit zu teilen. Seit Wochen veröffentlicht die Regierung nun tägliche Einschätzungen zum Verlauf des Angriffskrieges.
Ukraine-Krieg: Putins Truppen wollen laut Mariupols Bürgermeister Stadt ausradierenDie Verteidiger der ukrainischen Hafenstadt Mariupol leisten den russischen Angreifern nach den Worten von Bürgermeister Bojtschenko âheroischen Widerstandâ. In einem Gespräch mit der Agentur Unian berichtete er in der Nacht zum Sonntag von extrem schweren Kämpfen. Er warf den russischen Militärs vor, rücksichtslos gegen alle Bewohner der inzwischen schwer zerstörten Stadt vorzugehen, auch gegen die ethnischen Russen.
âSie hatten nicht den Auftrag, irgendjemanden zu schützenâ, sagte Bojtschenko. âIhre Aufgabe ist einfach, die Stadt von der Erdoberfläche auszuradieren, samt Bewohnern.â Dies sei schlicht Völkermord, âeine andere Bezeichnung kann es dafür nicht gebenâ. Ãber Mariupol wehe aber weiterhin die ukrainische Flagge, es bleibe weiterhin eine ukrainische Stadt.
Ãber die Zukunft der Stadt oder gar deren Befreiung durch ukrainische Truppen von auÃerhalb wollte sich Bojtschenko nicht äuÃern. âSelbst der Generalstab der ukrainischen Armee hat darauf sicher keine Antwortâ, meinte Bojtschenko. âIch denke, wir müssen Geduld und Kraft haben, die Zeit wird es zeigen.â
Selenskyj: Moskau tut alles für âEntrussifizierungâ der UkraineMit seiner gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Kriegsführung tut Russland nach Meinung von Selenskyj alles für eine âEntrussifizierungâ der Ukraine für diese und alle folgenden Generationen. âDort, wo das Russische immer ein Teil des Alltags neben dem Ukrainischen war, im Osten unseres Landes, wo sie (die Russen) gerade friedliche Städte in Ruinen verwandeln, unternimmt Russland alles, um auf unserem Staatsgebiet eine Entrussifizierung durchzuführenâ, sagte er nach Angaben der Ukrajinska Prawda.
Zu Sowjetzeiten war Russisch in der Ukraine dominierend. Mit der sogenannten Orangen Revolution 2004 besannen sich die Ukrainer auf ihre eigene Sprache, die sich deutlich vom Russischen unterscheidet.
Ukraine-Krieg-News: GroÃbritannien will Putin mit Druck zum Verhandeln bringenDie britische AuÃenministerin Liz Truss will mehr Druck auf Russland und Präsident Wladimir Putin* ausüben, um das Land in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine an den Verhandlungstisch zu bringen. âWir müssen unsere Sanktionen verstärken. Wir müssen der Ukraine verstärkt Waffen sendenâ, sagte Truss in einem Interview der britischen Sonntagszeitung Sunday Telegraph.
Wenn dann die Zeit für Verhandlungen gekommen sei, solle das Vereinigte Königreich eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Ukraine spielen. âPutin muss noch mehr unter Druck gesetzt werdenâ, sagte sie.
Ukraine-Krieg-News: Forschungsreaktor in Charkiw erneut unter BeschussDer nukleare Forschungsreaktor âNeutronenquelleâ in der ostukrainischen Stadt Charkiw ist nach lokalen Medienberichten erneut unter Artilleriebeschuss geraten. âEine Ãberprüfung des AusmaÃes der Schäden ist wegen der ununterbrochenen Kampfhandlungen in der Umgebung der nuklearen Anlage unmöglichâ, teilte die staatliche Atomaufsicht mit. Die Anlage war vor knapp zwei Wochen bei einer Bombardierung beschädigt und von der Energieversorgung abgeschnitten worden. Allerdings war der Reaktor schon zu Kriegsbeginn in einen sogenannten unterkritischen Zustand heruntergefahren worden.
Bereits zwölf Journalisten im Ukraine-Krieg getötet: âWahrheit zu berichten ist tödlichâIn der Ukraine sind seit Kriegsausbruch vor einem Monat bereits zwölf Journalisten ums Leben gekommen. Weitere zehn Reporter seien im Verlauf der Kämpfe teils schwer verletzt worden, teilte Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa auf ihrer Facebook-Seite mit.
âDer Welt die Wahrheit über Putins Aggression zu berichten, ist tödlich - im Krieg sind schon zwölf Journalisten gestorbenâ, schrieb sie. Nach ihrer Lesart wurden die Reporter von russischen Militärs getötet. Diese Angaben lieÃen sich nicht unabhängig überprüfen. Insgesamt seien nach den bisherigen Ermittlungen mindestens 56 Medienvertreter angegriffen worden, darunter 15 Ausländer.
Ukraine-Krieg-News: Das wird am 27. März wichtigDer norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre reist in den Norden seines Landes, um norwegische und ausländische Soldaten zu treffen, die ein groÃes Manöver abhalten. Am Abend wird Bundeskanzler Olaf Scholz in der ARD-Sendung âAnne Willâ erwartet. (dpa/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA
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