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Bei ihrem Treffen mit dem moldawischen AuÃenminister Popescu sichert AuÃenministein Baerbock schnelle Hilfe zu. Sowohl finanziell als auch mit Blick auf die Verteilung von Geflüchteten.
Update vom 12. März, 10.18 Uhr: Eine schnelle Verteilung der geflüchteten Menschen aus der Ukraine fordert Grünen-Chef Omid Nouripour. âEs braucht jetzt mehr Tempo, wir brauchen etwa Sonderzüge aus Polen ins gesamte Bundesgebietâ, sagt Nouripour der Neuen Osnabrücker Zeitung. Das solle gewährleisten, dass nicht der GroÃteil der Flüchtlinge in Berlin ankommt, sondern direkt eine bundesweite Verteilung erfolgt. Weiter fordert er, dass den Menschen aus der Ukraine Zugang zu Sprachkursen ermöglicht wird und sie Anspruch auf staatliche Unterstützung erhalten.
Ãhnliche - aber auch weitergehende - Forderungen zum Umgang mit der Aufnahme Geflüchteter aus der Ukraine hatte am Freitag auch Grünen-Migrationsexpertin Filiz Polat im Gespräch mit Merkur.de* vorgebracht. Wie lange die derzeitig herrschende Hilfsbereitschaft bei der Aufnahme der Geflüchteten andauern wird, hänge laut Nouripour davon ab âwie gut wir die Aufnahme koordinieren und organisierenâ.
Ein Nato-Verzicht der Ukraine wäre Nouripour zufolge nur vorstellbar bei âwirklich harten Sicherheitsgarantien für den Staatâ. Ob die Nato für solche Sicherheitsgarantien der Ukraine die richtige Organisation sei, bezweifelt Nouripour. Direktem militärischen Beistand der Nato erklärte er auÃerdem eine kategorische Absage: âDie Ukraine ist kein Mitgliedstaatâ. Zudem könnte ein Eingreifen der Nato zu einer âunbeherrschbare Katastropheâ führen.
Ukraine-Krieg: AuÃenministerin Baerbock zu Gast in MoldauErstmeldung: Chisinau - BundesauÃenministerin Annalena Baerbock* besucht derzeit die an die Ukraine angrenzende Republik Moldau. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und die weiterhin sehr angespannte Lage, auch für die Zivilbevölkerung, wolle sich Baerbock ein Bild der Situation vor Ort in Moldau machen. Sie wolle prüfen, inwiefern Deutschland Moldaus Regierung in der derzeitigen Ausnahmesituation ânoch umfassender unterstützenâ könne, so das Auswärtige Amt. Am Morgen traf sich Baerbock bereits mit Nicu Popescu, dem AuÃenminister des Landes.
Nach dem Gespräch verkündet Baerbock, Deutschland werde 2500 ukrainische Flüchtlinge aus Moldau direkt aufnehmen. Dies solle aber nur ein Anfang sein. Moldau werde gemeinsam mit der Hilfe von anderen Ländern mittels eines âGrünem Korridorsâ bei der Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen unterstützt, sagt Baerbock. Der âGrüne Korridorâ solle aus Bussen über Rumänien entstehen. Zudem sollen Menschen direkt ausgeflogen werden, gegebenenfalls auch über den Atlantik. Dafür werde an einer Luftbrücke gearbeitet. Baerbock meint: âMan muss sehr pragmatisch in dieser Situation sein und jetzt nicht ein hundert Prozent perfektes Konzept für in drei Monaten erarbeitenâ.
Ukraine-Krieg: Baerbock sichert Moldau Hilfe zuAuch aus finanzieller Sicht sichert Baerbock Moldau Hilfen zu. Die EU habe bereits Soforthilfen in Höhe von fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, die Bundesregierung füge nochmals drei Millionen Euro hinzu.
Menschen aus der benachbarten Ukraine fliehen in die moldawische Grenzstadt Palanca. © picture alliance/dpa/AP/Sergei GritsMoldau teilt sich eine rund 1222 Kilometer lange Staatsgrenze mit der Ukraine. Inzwischen seien dort nach Angaben des AuÃenministers Popescu bereits 300.000 Flüchtlinge angekommen sein, von denen sich noch 100.000 weiterhin im Land befänden. Die ehemalige Sowjetrepublik Moldau strebt wie die Ukraine eine EU-Mitgliedschaft an. Im Land liegt die abtrünnige Region Transnistrien, die seit den 1990er Jahren von Moskau unterstützt wird.
Ukraine-Krieg: Olaf Scholz lobt Hilfsbereitschaft bei FlüchtlingsaufnahmeDerweil gibt es in Deutschland bereits zahlreiche bewegende Geschichten von aus der Ukraine geflüchteten Personen. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat die deutsche Hilfsbereitschaft bei der Aufnahme der Ukraine-Flüchtlinge gelobt. âDas Herz ist da, die Bereitschaft zu helfen ist da, die Solidarität ist daâ, sagte er am Freitag in Versailles. âWir werden mit aller Kraft daran arbeiten, dass wir es schultern könnenâ, antwortete er auf die Frage, ob er so zuversichtlich sei wie seine Vorgängerin Angela Merkel (CDU) angesichts der Flüchtlingswelle 2015.
Scholz zollte auch Polen seinen Respekt, das als Nachbarland der Ukraine bereits 1,5 Millionen Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen habe. Beim Empfang und bei der Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland wolle sich die Regierung an den bisherigen Erfahrungen orientieren, sagte Scholz nach Abschluss des informellen EU-Gipfeltreffens in Versailles. Derweil mischt sich mittlerweile auch ein Altkanzler in die Friedensdiskussionen ein. Gerhard Schröders Putin-Alleingang schlägt hohe Wellen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA
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