Berlin: Bundestag und Bundesrat entscheiden heute über den künftigen Rechtsrahmen für Beschränkungen im Kampf gegen Corona. Kritik an den Gesetzesänderungen kommt unter anderem von Bayerns Gesundheitsminister Holetschek. Er sagte dem BR, damit werde den Ländern der Feuerlöscher in dem Moment genommen, wenn es noch lichterloh brenne. Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Landsberg, hätte sich nach eigenen Worten eine Maskenpflicht auch in öffentlich zugänglichen Räumen gewünscht. Der Präsident des Deutschen Landkreistages, Sager, wiederum kritisiert die Hotspot-Regelung als bürokratisch und träge, weil es dafür die Zustimmung der Landtage braucht. FDP-Vize Kubicki dagegen verteidigt die Pläne der Koalition. Fast alle Länder um Deutschland herum hätten ihre Corona-Maßnahmen ohne Probleme für ihr Gesundheitssystem gelockert. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist unterdessen weiter gestiegen - auf jetzt 1.706, ein Höchststand. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 226 Todesfälle verzeichnet, vor einer Woche waren es 249 gewesen.
Quelle: Bayern 2 Nachrichten, 18.03.2022 08:00 Uhr
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