Stand: 14.03.2022 08:36 Uhr
Laut ukrainischem Militär bereitet Russland mehrere Offensiven im Land vor. Kiew legt Nahrungsmittelvorräte für zwei Wochen an. Präsident Selenskij drängt derweil auf ein persönliches Treffen mit Russlands Staatschef Putin. Die News im Ãberblick.
Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereiten russische Truppen im Land mehrere Offensiven vor. Dafür versuchten die Einheiten, sich an bisher von ihnen eingenommenen Punkten festzusetzen, Nachschub zu sichern und sich neu zu gruppieren. Sobald dies geschehen sei, erwarte man neue Angriffe etwa auf die Städte Charkiw im Osten, Sumy im Nordosten oder auch den Kiewer Vorort Browari.
Luftschutzsirenen heulten am frühen Morgen in vielen Städten und Regionen der Ukraine, darunter Kiew, Lwiw und Odessa, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters. Bei einem Angriff auf ein Wohnhaus in Kiew kamen nach Angaben des ukrainischen Rettungsdienstes mindestens zwei Menschen ums Leben. Zwölf weitere Menschen wurdem demnach verletzt. Die örtlichen Behörden in Kiew teilten mit, sie sammelten Nahrungsmittelvorräte, um die nächsten zwei Wochen zu überstehen.
Selenskyj will Treffen mit Russlands Präsident PutinDer ukrainische Präsident Selenskyj drängt unterdessen auf direkte Gespräche zwischen ihm und dem russischen Präsidenten Putin. "Unsere Delegation hat eine klare Aufgabe - alles zu tun, um ein Treffen der Präsidenten zu ermöglichen", sagte Selenskyj in einer Videoansprache am späten Sonntagabend. Die Ukraine hatte wiederholt darauf verwiesen, dass Präsident Putin alle endgültigen Entscheidungen treffe. Der Kreml sagte dazu, man werde ein solches Treffen nicht ablehnen, wenn es um "spezifische Fragen" gehe.
Die nächste Runde der Gespräche zwischen Russland und der Ukraine soll heute Morgen per Videoverbindung stattfinden. Gestern hatten beide Seiten von Fortschritten bei den Verhandlungen gesprochen. Ein Berater von Selenskyj erklärte, Moskau verhandle konstruktiver als bisher und habe begriffen, dass die Ukraine keine grundsätzlichen Zugeständnisse mache. Von russischer Seite hieà es, man könne bald zu einer gemeinsamen Position kommen.
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opferzahlen durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
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NDR Info | Aktuell | 14.03.2022 | 05:00 Uhr
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