Russland-Ukraine-Krieg: Russland setzt Angriffe auf Städte fort


Stand: 14.03.2022 10:53 Uhr

Russland setzt seine Angriffe auf Städte fort, auch Kiew wurde erneut beschossen. In Mariupol sollen seit Kriegsbeginn 2.500 Bewohner gestorben sein. Ukrainische und russische Vertreter wollen heute erneut verhandeln. Die News im Überblick.

Russland hat in der Nacht die Angriffe auf ukrainische Städte fortgesetzt. Nach ukrainischen Angaben wurden Vororte im Nordwesten der Hauptstadt Kiew unter Artilleriebeschuss genommen. Ein Wohnhaus soll von einer Granate getroffen worden sein. Laut ukrainischem Rettungsdienst starb dabei ein Mensch. Zuvor war von zwei Toten berichtet worden.

Seit Kriegsbeginn sollen in der heftig umkämpften Hafenstadt Mariupol in der Ostukraine mehr als 2.500 Bewohner getötet worden sein. Die Zahl nannte ein Berater des ukrainischen Präsidenten Selenskyj unter Berufung auf die Stadtverwaltung. Mariupol ist seit mehr als eineinhalb Wochen von russischen Einheiten eingekesselt. Die Lage ist katastrophal. Heute ist nach ukrainischen Angaben ein neuer Anlauf geplant, um Lebensmittel und Medikamente in die Stadt zu bringen. Erst gestern war ein entsprechender Versuch erneut gescheitert.

Erneute Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine

Vertreter Russlands und der Ukraine wollen heute erneut verhandeln. Im Vorfeld der Videokonferenz erklärte ein russischer Unterhändler, dass es bald eine gemeinsame Position geben könnte. Auch die ukrainische Delegation zeigte sich zuversichtlich. Russland verhandle mittlerweile konstruktiver und habe begriffen, dass die Ukraine zu keinen grundsätzlichen Zugeständnissen bereit sei.

Der ukrainische Präsident Selenskyj drängt unterdessen auf direkte Gespräche zwischen ihm und dem russischen Präsidenten Putin. "Unsere Delegation hat eine klare Aufgabe - alles zu tun, um ein Treffen der Präsidenten zu ermöglichen", sagte Selenskyj in einer Videoansprache am späten Sonntagabend. Die Ukraine hatte wiederholt darauf verwiesen, dass Präsident Putin alle endgültigen Entscheidungen treffe. Der Kreml sagte dazu, man werde ein solches Treffen nicht ablehnen, wenn es um "spezifische Fragen" gehe.

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opferzahlen durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | Aktuell | 14.03.2022 | 05:00 Uhr

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