Krieg in der Ukraine: Selenskyj erwartet Angriffe im Osten und Süden


Stand: 03.04.2022 08:10 Uhr

Die russischen Truppen ziehen sich nach Angaben des ukrainischen Militärs weiter aus der Region Kiew zurück. Präsident Selenskyj erwartet nun heftige Angriffe im Donbass im Osten sowie im Süden des Landes. Die News im Überblick.

Mehr als fünf Wochen nach dem russischen Einmarsch ins Nachbarland berichten die ukrainischen Streitkräfte von einem Rückgang der Angriffe des Feindes. Die Intensität der Luft- und Raketenschläge nehme ab. Moskau ziehe weiter Einheiten aus dem Norden des Landes ab. Präsident Selenskyj erwartet nun aber heftige russische Angriffe im Osten und Süden. "Was ist das Ziel der russischen Armee? Sie wollen sowohl den Donbass als auch den Süden der Ukraine erobern", sagte Selenskyj in einer Videobotschaft in der vergangenen Nacht. Die Ukraine werde daher die Abwehr in östlicher Richtung verstärken - "wohl wissen, dass der Feind Reserven hat, um den Druck zu erhöhen". ARD-Korrespondent Oliver Mayer-Rüth berichtete am Morgen von mehreren Explosionen in der Hafenstadt Odessa im Südwesten der Ukraine. Mindestens drei schwarze Rauchsäulen und Flammen vermutlich über einem Industriegebiet seien zu sehen gewesen.

Evakuierungen in Mariupol und Berdjansk sollen heute fortgesetzt werden

Heute soll die Evakuierung von Zivilisten aus den belagerten Hafenstädten Mariupol und Berdjansk am Asowschen Meer fortgesetzt werden, wie Vize-Regierungschefin Wereschtschuk mitteilte. Das russische Militär plane einen Fluchtkorridor. Ausländische Staatsbürger, überwiegend Besatzungsmitglieder von blockierten Frachtschiffen in den beiden Häfen, könnten auf dem Landweg entweder über die Krim oder in ukrainisches Gebiet in Sicherheit gelangen. Gestern war nach Angaben der Regierung in Kiew Hunderten Menschen die Flucht aus den beiden Städten gelungen - mit eigenen Fahrzeugen und in Bussen.

Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opferzahlen durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

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Die Detonationen in der Stadt am Schwarzen Meer im Südwesten des Landes waren am frühen Morgen zu hören, wie ARD-Korrespondent Oliver Mayer-Rüth berichtet. Mehr bei tagesschau.de. extern

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NDR Info | Aktuell | 03.04.2022 | 08:00 Uhr

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