Wieder etwas mehr Ukraine-Geflüchtete in Berlin angekommen In Berlin sind wieder etwas mehr Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine angekommen als an den Tagen zuvor. Die Behörden zählten allein am Mittwoch rund 4050 Menschen, die aus Zügen und Bussen stiegen. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Lagebericht der Sozialverwaltung hervor. Untergebracht werden mussten vom Senat am Mittwoch etwa 230 Geflüchtete, weniger als zuletzt. Andere wurden organisiert in andere Bundesländer gebracht, reisten privat weiter oder fanden in Berlin individuell ein Quartier.
Zu Ankunft und Verbleib der zunächst nach Berlin Geflüchteten lägen weiter keine verlässlichen Zahlen vor, hieß es. Die Menschen aus der Ukraine könnten sich bis zu 90 Tage hier aufhalten ohne Verpflichtung, sich registrieren zu lassen.
Im neuen Ankunftszentrum Tegel wurden seit Eröffnung am vergangenen Sonntag rund 6000 Geflüchtete registriert und auf die Bundesländer verteilt. Im Ankunftszentrum Reinickendorf wurden vom 24. Februar bis 17. März innerhalb von drei Wochen 15.660 Ukrainerinnen und Ukrainer als Kriegsflüchtlinge registriert. 10.400 von ihnen wurden in andere Bundesländer verteilt, 5260 blieben in Berlin.
Sozialsenatorin Katja Kipping (Linke) lobte im Abgeordnetenhaus das Engagement aller Beteiligten bei der Aufnahme und Versorgung der Geflüchteten, darunter Ehrenamtliche, Hilfsorganisationen oder Menschen, die Ankömmlinge privat bei sich aufnehmen. Ausdrücklich würdigte Kipping auch den Einsatz vieler Behördenmitarbeiter etwa des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten, die seit vier Wochen unablässig in langen Schichten arbeiteten.
Berlin leiste gerade sehr viel einer Situation, „die niemand so voraussagen konnte und die auch ein historisches Ausmaß hat", so Kipping. Es sei aber unrealistisch zu glauben, die größte Flüchtlingsbewegung seit dem Zweiten Weltkrieg mal so ganz nebenbei zu bewältigen, „ohne dass es an irgend einer Stelle knirscht". (dpa)
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