Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 08:39 IWF: Krieg kann Weltwirtschaftsordnung fundamental verändern


16.03.2022

Auch während des Kriegs wird in der Ukraine weiter geheiratet. Seit Beginn des russischen Angriffs vor fast drei Wochen hätten sich 10.683 Paare das Ja-Wort gegeben, teilt das Justizministerium in Kiew mit. "Der Krieg im Land geht weiter, aber das Leben hört nicht auf." Seit dem 24. Februar seien zudem 10.767 Kinder in dem Land geboren worden.

+++ 08:48 Bayerns Innenminister: Teil der Flüchtlinge bleibt +++Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Joachim Herrmann, geht davon aus, dass ein Teil der ukrainischen Kriegsflüchtlinge auf Dauer in Deutschland bleiben wird. "Auch wenn wir die weitere Entwicklung des Kriegs nicht absehen können und gemeinsam hoffen, dass der Konflikt schnell endet und die Menschen in ihre Heimat zurückkehren können, müssen wir uns auf eine dauerhafte Unterbringung einstellen", sagt Herrmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Bund dürfe die Länder und Kommunen in diesem Fall "nicht im Regen stehen lassen".

+++ 08:39 IWF: Krieg kann Weltwirtschaftsordnung fundamental verändern +++Der Ukraine-Konflikt kann dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge die globale Wirtschaftsordnung grundlegend verändern. Neben kurzfristigen Folgen wie einer steigenden Inflation bei nachlassendem Wachstum seien längerfristige Auswirkungen denkbar, erklärt die Organisation auf ihrer Webseite. "Der Krieg kann die weltweite wirtschaftliche und geopolitische Ordnung grundlegend verändern, wenn sich der Energiehandel verschiebt, sich Lieferketten verändern, Zahlungsnetzwerke zerfallen und Länder neu über ihre Währungsreserven nachdenken", erklärt der IWF.

+++ 08:21 Verwaltung: In Charkiw bislang Hunderte Tote +++In der umkämpften ostukrainischen Großstadt Charkiw sind nach Angaben der Regionalverwaltung seit Beginn der russischen Invasion am 24. Februar mindestens 500 Einwohner getötet worden. Nach UN-Angaben werden die meisten Opfer unter der Zivilbevölkerung durch den Einsatz von Explosivwaffen mit großer Reichweite verursacht, darunter durch den Beschuss mit schwerer Artillerie und mit Raketenwerfern sowie durch Raketen- und Luftangriffe.

+++ 08:07 Kiew: Räumung von Minen wird Jahre dauern +++Als eine Folge des Krieges wird die Ukraine nach Einschätzung von Innenminister Denys Monastyrskyj noch über Jahre mit der Räumung von Minen zu kämpfen haben. Dafür reichten aber die Kapazitäten der ukrainischen Spezialisten wohl nicht aus, sagte er der Nachrichtenagentur Ukrinform. Es sei keine Sanierung von Gebäuden möglich, ohne dass sie vorher auf Minen untersucht würden. Die Ukraine sei dabei auf die Hilfe anderer Länder angewiesen. Er habe bereits an seine Kollegen in der EU appelliert, sagt Monastyrskyj. Schon jetzt geht die Ukraine von Kriegsschäden von umgerechnet Hunderten Milliarden Euro aus.

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Ganze ukrainische Ortschaften sind verwüstet.

(Foto: via REUTERS)

+++ 07:58 20.000 Einwohner aus Mariupol geflohen +++Aus der belagerten Stadt Mariupol sind nach ukrainischen Angaben bislang rund 20.000 Einwohner in Privatautos geflohen. Dies teilt der Berater des ukrainischen Innenministeriums, Vadym Denysenko, mit. Ukrainischen Angaben zufolge sind die Einwohner seit fast zwei Wochen ohne Heizung, Strom und fließendes Wasser in der Hafenstadt im Südosten des Landes eingeschlossen. Mindestens 200.000 Menschen seien dringend auf eine Evakuierung angewiesen.

+++ 07:47 Umgang mit Flüchtlingen: Union kritisiert Laissez-faire +++Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Silvia Breher kritisiert die Bundesregierung wegen ihres Umganges mit den Flüchtlingen aus der Ukraine und verlangt mehr Einsatz für die Frauen und Kinder. Bundesinnenministerin Nancy Faeser von der SPD "muss sich endlich um die Koordination der Aufnahme und Hilfe für Frauen und Kinder zwischen Bund, Land und Kommunen kümmern", sagt Breher. "Ich sehe nur Laissez-faire statt Führung. Darunter leiden die geflüchteten Frauen und Kinder aus der Ukraine." Breher wirft Faeser und auch Familienministerin Anne Spiegel von den Grünen vor, beide würden "ihrer Verantwortung nicht gerecht und kümmern sich nicht um die Frauen und Kinder, die bei uns Zuflucht suchen".

+++ 07:29 G7 beraten erneut über Ukraine +++Die sieben führenden Industriestaaten (G7) wollen laut dem japanischen Finanzminister Shunichi Suzuki noch im Tagesverlauf erneut über die russische Invasion in die Ukraine beraten. Eine Videokonferenz dazu sei für 13 Uhr MEZ geplant, kündigt Suzuki im Parlament in Tokio an.

+++ 07:20 Ölpreis zieht wieder an +++Der Ölpreis zieht wieder an. Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee verteuert sich um knapp drei Prozent auf 102,75 Dollar pro Barrel. Der Preis für US-Öl WTI steigt über zwei Prozent auf 98,58 Dollar pro Barrel. "Nach dem zweitägigen Ausverkauf an den Ölmärkten warten die Händler auf weitere Hinweise aus den Waffenstillstandsgesprächen", sagt Tina Teng, Analystin beim Online-Broker CMC Markets mit Blick auf die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine.

+++ 07:05 FDP-Minister gegen härtere Russland-Sanktionen +++Bundesverkehrsminister Volker Wissing von der FDP lehnt härtere Sanktionen gegen Russland vorerst ab. "Ich plädiere dafür, nicht ständig über weitere Sanktionen zu sprechen. Wir müssen uns damit beschäftigen, wie wir die beschlossenen Sanktionen durchhalten, denn wir dürfen keinen Zentimeter zurückweichen", sagt er. Laut Bundesjustizminister Marco Buschmann sind die bereits bestehenden Sanktionen gegen Russland "beispiellos, tiefgreifend und umfassend". "Die Zahlungsunfähigkeit Russlands droht, der innere Widerstand in Russland wächst", so Buschmann. Auch militärisch würden sich Schwächen offenbaren.

+++ 06:53 Kermani gegen Boykott russischer Kultur +++Der Schriftsteller Navid Kermani spricht sich gegen einen Boykott russischer Kultur aus. "Das kann nicht die Antwort sein", sagte der Friedenspreisträger in Köln. "Wir brauchen weiterhin einen Austausch mit der russischen Zivilgesellschaft. Jetzt auch noch die russische Kultur zu boykottieren, Tschaikowski nicht aufzuführen, ist das Idiotischste, was man machen kann." Kermani hat viele Städte, die jetzt bombardiert werden, in seinen Büchern beschrieben. Er sei 2016 in der Ukraine gewesen, und viele Menschen hätten ihm damals schon den jetzigen Angriff "beängstigend genau" vorhergesagt.

+++ 06:38 CNN: Russische Militärhubschrauber zerstört +++Das ukrainische Militär zerstört offenbar mindestens drei russische Militärhubschrauber auf dem Flughafen Cherson in der Südukraine. Dies zeigten Satelliten- und Drohnenbilder, wie der US-Sender CNN berichtet. Zugleich würden wichtige Städte wie Kiew und Mariupol massiv beschädigt, die Lage gleiche einer "Hölle. In den Vororten Kiews sind wieder Explosionen und Luftschutzsiren zu hören.

+++ 06:23 Melnyk fordert Regierungserklärung von Scholz +++Der ukrainische Botschafter in Berlin appelliert an Bundeskanzler Olaf Scholz, nach der Videobotschaft des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Bundestag an diesem Donnerstag eine Regierungserklärung zum Ukraine-Krieg abzugeben. Der SPD-Politiker solle sagen, "was genau die Ampel nun vorhat, um die Ukraine tatkräftig zu unterstützen und dem Vernichtungskrieg Russlands ein Ende zu setzen", sagt Botschafter Andrij Melnyk. "Es wäre genau drei Wochen nach Kriegsbeginn an der Zeit, dass der deutsche Regierungschef sich wieder dazu äußert und ganz konkrete Hilfsmaßnahmen avisiert."

+++ 06:12 Botschafter: Konflikt zwischen Russland und Ukraine ist nicht gut für China +++China unterstützt nach Darstellung seines Botschafters in den USA, Qin Gang, den russischen Krieg gegen die Ukraine nicht. "Behauptungen, dass China etwas davon wusste, diesen Krieg duldete oder stillschweigend unterstützte, sind reine Desinformationen", schreibt Qin Gang in der "Washington Post". Mehr als 6000 Chinesen seien in der Ukraine gewesen. China sei der größte Handelspartner sowohl Russlands als auch der Ukraine und der größte Importeur von Öl und Gas in der Welt. "Ein Konflikt zwischen Russland und der Ukraine ist nicht gut für China", so der Botschafter weiter. "Wenn China von dieser unmittelbar bevorstehenden Krise gewusst hätte, hätten wir unser Bestes versucht, sie zu verhindern."

+++ 05:50 Wenn der Krieg dauert: Bis zu 90 Prozent der Ukrainer von Armut bedroht +++Neun von zehn Ukrainern wären nach Ansicht des UN-Entwicklungsexperten Achim Steiner im Fall eines lang anhaltenden Krieges von Armut bedroht. Im schlimmsten Fall würde die Wirtschaft des Landes zusammenbrechen und das Wachstum von zwei Jahrzehnten zunichte gemacht, sagt Steiner, Administrator des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP).

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Schon jetzt haben Zehntausende Ukrainer alles verloren.

(Foto: REUTERS)

+++ 05:08 Ukrainischer Botschafter zu Schröder-Vermittlungen: "Die Sache ist für uns erledigt" +++Der ukrainische Botschafter in Deutschland erklärt die Vermittlungsbemühungen von Altkanzler Gerhard Schröder im Ukraine-Krieg für gescheitert. "Die Sache ist für uns endgültig erledigt", sagt Botschafter Andrij Melnyk der Deutschen Presse-Agentur. "Für die Ukraine machen weitere Gespräche Schröders gar keinen Sinn. Es ist schon traurig zu beobachten, wie die ganze Sache schief gelaufen ist." Melnyk betont, dass die Initiative für die Vermittlungsaktion von Schröder ausgegangen sei. "Es gab schon gewisse Hoffnung auf Resultate, sonst hätte sich keiner in der Ukraine bereit erklärt, ihm Gehör zu schenken".

+++ 04:40 Ukraine: Bislang 565 Milliarden Dollar Kriegsschäden +++Die Ukraine geht von großen Schäden für die heimische Wirtschaft durch den russischen Angriffskrieg aus. Nach vorläufigen Berechnungen würden sich die direkten einmaligen Verluste für die Ukraine auf bisher 565 Milliarden US-Dollar (515 Mrd. Euro) belaufen, sagt Ministerpräsident Denis Schmygal. "In der Tat sind dies die Mittel, die benötigt werden, um unseren Staat wiederherzustellen." Die ukrainische Regierung habe bereits Experten beauftragt, sich mit der Bewertung der Verluste für die Wirtschaft infolge der russischen Aggression zu beschäftigen. Auch der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko hatte vor Kurzem von enormen negativen Kriegsfolgen gesprochen. Das liege auch daran, dass die umkämpften Gebiete Charkiw, Kiew und Mariupol wirtschaftlich bedeutend seien.

+++ 03:55 29.000 Menschen entkommen aus belagerten Städten +++Nach Angaben des ukrainischen Präsidialamts sind am Dienstag rund 29.000 Menschen aus mehreren von russischen Truppen belagerten Städten in Sicherheit gebracht worden. Laut dem stellvertretenden Leiter des ukrainischen Präsidialamts, Kyrylo Tymoschenko, konnten rund 20.000 Menschen die umkämpfte Hafenstadt Mariupol über einen "humanitären Korridor" verlassen. Allerdings sind nach wie vor rund 300.000 Menschen in der Stadt ohne Wasser, Strom oder Lebensmittelnachschub gefangen.

+++ 03:13 Ukraine: Russische Armee hat bis zu 40 Prozent der Einheiten verloren +++Die russische Armee soll nach Angaben des ukrainischen Generalstabs bereits bis zu 40 Prozent der Einheiten verloren haben, die seit dem russischen Einmarsch am 24. Februar an Kämpfen beteiligt waren. Diese Truppen seien entweder vollständig zerstört worden oder hätten ihre Kampfkraft verloren, teilt der Generalstab in Kiew in einem Lagebericht mit. Eine konkrete Zahl nennt er nicht. Die Angaben können nicht unabhängig geprüft werden.

+++ 02:36 Berlins Sozialsenatorin: Bund hat Fluchtbewegung "komplett unterschätzt" +++Berlins Sozialsenatorin Katja Kipping kritisiert, die Bundesregierung habe den Zustrom von Flüchtenden aus der Ukraine "komplett unterschätzt": "Ich hatte den Eindruck, dass die Brisanz der Zahlen in den Bundesministerien nicht in dem Maß angekommen ist", sagt die Linken-Politikerin dem "Tagesspiegel". Das liege vermutlich auch daran, dass Berlin sehr gut reagiert habe, meint Kipping: "Bei allen Problemen, es gab keine Bilder von langen Schlangen wie 2015. Das hat offenbar die Erkenntnis bei vielen verzögert, was wir hier in Berlin leisten." Kipping zeigt sich schwer enttäuscht von der Vorbereitung durch Bundesbehörden wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): "Als hier schon 10.000 Menschen täglich ankamen, hat das BAMF noch von 5.000 Menschen gesprochen, die insgesamt nach Deutschland gekommen sind."

+++ 02:06 Selenskyj: Positionen bei Verhandlungen klingen realistischer +++Der ukrainische Präsident Selenskyj äußert sich vorsichtig optimistisch zu den Gesprächen mit Russland über ein Ende des Krieges. Die Verhandlungspositionen hörten sich realistischer an, sagt er in einer neuen Videobotschaft. Bis die Ukraine zufrieden sein könne, dauere es aber noch. "Wir alle wollen so schnell wie möglich Frieden und Sieg", meint der Präsident. "Aber es braucht Mühe und Geduld. Es muss noch gekämpft und gearbeitet werden." Jeder Krieg ende mit einer Vereinbarung. "Die Treffen werden fortgesetzt."

+++ 01:27 Russland leitet Verfahren zum Austritt aus Europarat ein +++Russland leitet das Verfahren zum Austritt aus dem Europarat ein. Das Außenministerium in Moskau schreibt auf Telegram, die "Mitteilung über den Austritt der Russischen Föderation aus der Organisation" sei der Generalsekretärin des Rates übergeben worden. Moskau wirft der NATO und der EU vor, den Europarat zu einem Instrument im Dienste "ihrer militärisch-politischen und wirtschaftlichen Expansion im Osten" gemacht zu haben. Der Europarat, der sich als Hüter der Menschenrechte versteht und dem 47 Länder angehören, hatte Russland zuvor wegen dessen Militäroffensive in der Ukraine suspendiert.

+++ 01:00 Scholz: "Werden keine Flugverbotszonen errichten" +++Bundeskanzler Olaf Scholz schließt ein militärisches Eingreifen der NATO im Ukraine-Krieg weiter aus. Der Westen setze weiter auf die gegen Russland verhängten Sanktionen, sagt Scholz auf einer Veranstaltung der "Welt" in Berlin. "Wir werden keine Flugverbotszonen über der Ukraine einrichten. Das würde eine direkte militärische Konfrontation mit Russland, mit russischen Kampfflugzeugen bedeuten." Er sei sich mit US-Präsident Joe Biden, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und den anderen Verbündeten einig, dass es keine kriegerische Auseinandersetzung zwischen NATO und Russland geben dürfe. "Das kann niemand wollen", so Scholz.

+++ 00:30 USA geben weitere 186 Millionen Dollar für Ukraine-Flüchtlinge +++Die US-Regierung stellt zusätzliche 186 Millionen Dollar (170 Millionen Euro) humanitäre Hilfe für Flüchtlinge im Ukraine-Krieg zur Verfügung. Laut einer Mitteilung von US-Außenminister Antony Blinken fordern die USA ein sofortiges Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Russland müsse für ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe sorgen. Menschen, die die umkämpften Städte verlassen wollten, müsse dies ermöglicht werden. Blinken verweist darauf, dass die USA in der Ukraine und der Region seit Februar humanitäre Hilfe in Höhe von fast 293 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt hätten.

+++ 23:50 Polen will "Friedensmission" der NATO in der Ukraine +++Polen fordert eine "Friedensmission" der NATO zur Unterstützung der Ukraine im Krieg gegen Russland. "Diese Mission kann keine unbewaffnete Mission sein", zitiert die Nachrichtenagentur PAP den polnischen Vize-Regierungschef Jaroslaw Kaczynski, der mit den Regierungschefs von Polen, Slowenien und Tschechien nach Kiew gereist ist. "Sie muss versuchen, humanitäre und friedliche Hilfe in der Ukraine zu leisten." Infrage komme eine Friedensmission der NATO "oder möglicherweise einer breiteren internationalen Struktur." Diese solle "von Streitkräften geschützt" werden und "in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen". Sie solle zudem "mit Zustimmung des ukrainischen Präsidenten und der ukrainischen Regierung" auf "ukrainischem Territorium agieren".

+++ 23:10 Frankreichs Präsident Macron will mit Putin über russische TV-Mitarbeiterin sprechen +++Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bietet der nach ihrem aufsehenerregenden Protest im russischen Staatsfernsehen verurteilten TV-Journalistin Marina Owssjannikowa Schutz an. "Wir werden selbstverständlich diplomatische Schritte einleiten, um Ihrer Kollegin Schutz zu gewähren, entweder in der Botschaft oder im Asyl", sagt Macron. Er werde diese Lösung in seinem nächsten Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin vorschlagen. "Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass wir so schnell wie möglich vollständige Klarheit erhalten über ihre persönliche Situation und ihre Möglichkeit, ihre Arbeit fortzusetzen."

+++ 22:46 Weitere Mitarbeiterin von Fox News bei Kiew getötet +++Eine weitere Journalistin des US-Senders Fox News ist in der Nähe von Kiew ums Leben gekommen. Die 24-Jährige Oleksandra Kuvshynova sei bei demselben Vorfall in Horenka getötet worden wie ihr Kollege, der Kameramann Pierre Zakrzewski, teilt der Sender mit. Das Fahrzeug des Teams war demnach unter Beschuss geraten. Der Korrespondent Benjamin Hall wurde dabei verletzt. Kuvshynova habe das Fox-News-Team bei der Recherche in der Ukraine unterstützt. "Sie war unglaublich talentiert und hat wochenlang mit unserem Team vor Ort gearbeitet", heißt es. Aus Rücksicht auf die Familie habe man mit der Bekanntgabe des Todes der 24-jährigen Kuvshynova noch gewartet, so der US-Sender.

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Oleksandra Kuvshynova (2. von rechts)

(Foto: via REUTERS)

+++ 22:29 Pentagon: Russlands Bodentruppen kommen vor Kiew kaum voran +++Die russischen Bodentruppen machen in der Ukraine nach Einschätzung der US-Regierung weiter kaum Fortschritte. Die Hauptstadt Kiew werde weiter aus großer Entfernung bombardiert, sagte ein hoher US-Verteidigungsbeamter. Immer öfter würden zivile Ziele wie Wohngebiete getroffen. Das russische Militär sei nicht nennenswert näher an die Stadt herangerückt. Schätzungen nach seien die russischen Truppen im Nordwesten etwa 15 bis 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, im Osten seien es zwischen 20 und 30 Kilometer. Die nordukrainische Stadt Tschernihiw und die Stadt Mariupol am Asowschen Meer seien weiter isoliert. Aktuell sehe man keine unmittelbare Bewegung vom Meer aus in Richtung der wichtigen südwestukrainischen Hafenstadt Odessa. Die Russen haben nach Pentagon-Angaben seit Beginn des Angriffskriegs mehr als 950 Raketen abgefeuert.

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Russische Einheiten beschießen Kiew aus großer Entfernung.

(Foto: dpa)

+++ 22:11 Charkiws Bürgermeister: Schulen, Kindergärten und Krankenhäuser zerstört +++In der ostukrainischen Stadt Charkiw sind dem Bürgermeister zufolge mehr als 600 Gebäude seit dem Beginn der russischen Invasion zerstört worden. Darunter seien "Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser, Kliniken", sagt Ihor Terechow in einem Fernsehinterview.

+++ 21:51 Ukraine: Verhandlungen mit Russland schwierig, gehen aber weiter +++Die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland gestalten sich einem Berater des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge schwierig. Sie sollen am morgigen Mittwoch fortgesetzt werden. Es gäbe fundamentale Gegensätze zwischen beiden Seiten, allerdings auch "sicherlich Raum für Kompromisse", erklärt Mychailo Podoljak. "Wir machen morgen weiter."

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

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