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In Kiew wird die Zerstörung der vergangenen Tage aufgeräumt. © IMAGO/Andrea FilighedduDie Kämpfe in der Ukraine gehen weiter. Zwar verhandeln Moskau und Kiew weiter über eine Friedenslösung, doch aus ukrainischer Sicht geht es dabei kaum voran. Ein Ãberblick zum Samstag.
Kiew - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland nachdrücklich zu ernsthaften und ehrlichen Gesprächen über eine Friedenslösung aufgerufen. Die Kämpfe im Ukraine-Konflikt* dauern unterdessen vielerorts an. US-Verteidigungsminister Lloyd Austin unterstellt dem russischen Militär viele taktische Fehler.
Ukraine-Krieg: Schwere Kämpfe bei Flughafen Cherson - Behörden evakuieren BrennpunkteDer Flughafen Tschornobajewka bei Cherson im Süden der Ukraine steht nach ukrainischer Darstellung weiterhin im Mittelpunkt erbitterter Kämpfe. âWir haben sie dort schon wieder getroffenâ, schrieb Olexij Arestowitsch, Berater des Büroleiters von Präsident Selenskyj, mit Blick auf die russischen Truppen am Samstag auf Facebook. Die ukrainischen Streitkräfte hätten das russische Militär an diesem Flughafen bereits sechs Mal überfallen und dem Gegner dort schwere Verluste zugefügt. Dies lieà sich allerdings nicht unabhängig überprüfen. Dieser Artikel zeigt die aktuellen Karten und Grafiken zum Ukraine-Krieg.
Nach der Rettung von mindestens 50 000 Zivilisten aus Kampfgebieten nördlich und nordwestlich der Hauptstadt Kiew bemühen sich die ukrainischen Behörden nunmehr um die Evakuierung der meistgefährdeten Brennpunkte. âDie Besatzungstruppen erlauben uns nicht, die Evakuierung aus den Brennpunkten fortzusetzenâ, teilte Olexij Kuleba, Leiter des humanitären Stabes der Region Kiew, in der Nacht zum Samstag auf Facebook mit. âAber trotz des Zynismus des Feindes tun wir weiterhin alles, um das Leben unseres Volkes zu schützen.â
Krieg gegen die Ukraine: Präsident Selenskyj fordert von Russland ehrliche VerhandlungenPräsident Wolodymyr Selenskyj* forderte von Russland derweil âsinnvolle Verhandlungen über Frieden und Sicherheit für die Ukraine, ehrliche Verhandlungen und ohne Verzögerungenâ. In einer Videoansprache am späten Freitagabend erklärte er, dies sei die einzige Chance für Russland, seinen Schaden durch eigene Fehler zu verringern. Sollte die territoriale Unversehrtheit der Ukraine nicht wiederhergestellt werden, so werde Russland âernsthafte Verlusteâ erleiden.
âEs ist an der Zeit, die territoriale Einheit und Gerechtigkeit für die Ukraine herzustellenâ, sagte Selenskyj. âAnsonsten wird Russland derartige Verluste erleiden, dass es mehrere Generationen brauchen wird, um sich wieder aufzurichten.â Er bekräftigte seine Forderung nach direkten Gesprächen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin* über eine Friedenslösung. Seit dem 28. Februar führen die Kriegsparteien beinahe täglich mittels Videoschalte Verhandlungen.
In der Nacht zum Samstag wendet sich Präsident Selenskyj an Russland. © dpa/Ukrainian Presidential Press OfficeDie Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine sowie ihre staatliche Unabhängigkeit sind und bleiben für Kiew die sogenannten roten Linien bei den aktuellen Friedensverhandlungen mit Russland. Diese seien âunverrückbarâ, betonte Parlamentspräsident Stefantschuk in einem Beitrag auf der Webseite der Obersten Rada. Laut russischen Angaben befänden sich der Verhandlungen auf dem Weg zu einem Kompromiss.
Ukraine-Krieg: EU warnt vor Hungersnot - USA unterstellen Russland taktische FehlerUS-Verteidigungsminister Austin unterstellte dem russischen Militär taktische Fehler im Ukraine-Krieg. Es habe eine âReihe von Fehltrittenâ gegeben, sagte Austin am Freitag in einem Interview des US-Senders CNN während seiner Reise nach Bulgarien. Russlands Armee habe in der Ukraine Rückschläge erlitten. âSie hatten sich vorgestellt, dass sie schnell vorankommen und sehr schnell die Hauptstadt einnehmen würden, aber sie waren nicht in der Lage, das zu tunâ, sagte Austin. AuÃerdem setzten die Russen taktische Informationen nicht gut ein. Aus dem Pentagon heiÃt es immer wieder, dass das russische Militär in der Ukraine kaum Fortschritte mache.
Angesichts der Kämpfe in der Ukraine warnte die EU-Kommission vor einer Hungersnot in dem Land. âDie Menschen in den belagerten Städten sind apokalyptischen Zuständen ausgesetzt - keine Nahrung, kein Wasser, keine medizinische Versorgung und kein Auswegâ, sagte der für humanitäre Hilfe und Krisenschutz zuständige EU-Kommissar Janez Lenarcic der Welt am Sonntag. Die humanitäre Krise in der Ukraine sei heute schon kritisch, könne aber noch schlimmer werden. (dpa/sf) *Merkur.de ist ein Angebot von Ippen.Media.
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