Berliner Kirchengemeinde nimmt 100 Kriegsflüchtlinge auf
Eine weitere evangelische Kirchengemeinde in Berlin nimmt in großer Anzahl Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine auf. Ein Team der Markus-Kirchengemeinde in Berlin-Steglitz rund um Pfarrerin Carolin Göpfert und Pfarrer Sven Grebenstein habe innerhalb weniger Tage entschieden, das Markus-Gemeindehaus als Notunterkunft beziehungsweise Erstaufnahmelager für Geflüchtete zur Verfügung zu stellen, teilte der Evangelische Kirchenkreis Steglitz am Freitag in der Hauptstadt mit. Am Samstag würden deshalb bis zu 100 Menschen erwartet.
Inzwischen sei die Gemeinde auch beim Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) als Aufnahmestelle verzeichnet, hieß es weiter. Zur Versorgung der Ankommenden würden dringend Hygieneartikel und Lebensmittel benötigt. Das Gemeindehaus in der Albrechtstraße 81 A, 12167 Berlin, sei offen, die Spenden können direkt dort abgegeben werden.
Gebraucht werden demnach unter anderem Kissen, Bett- sowie Woll- und Fließdecken, Bettwäsche und Laken, Handtücher, Wasserflaschen und Einwegbecher, Saft, Duschbad, Shampoo, Seife, Zahnbürsten und Zahnpasta sowie Kämme, Haarbürsten, FFP2- Masken und Corona-Schnelltests. Zudem bittet die Gemeinde um Brot, Käseaufschnitt und Streichwurst, Margarine und Butter, Marmelade, Schokocreme, Honig, Kakao, Tee, Milch, Kaffee, Brotaufstriche sowie Obst und Gemüse.
In Berlin haben inzwischen mehrere Gemeinden ihre Kirchen für Flüchtlinge geöffnet. Unter anderem hält die evangelische Kirchengemeinde Alt-Wittenau ihre Kirche neben dem Berliner Ankunftszentrum für ukrainische Flüchtlinge in Reinickendorf rund um die Uhr offen und bietet dort rund 130 Schlafplätze. (epd)
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